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Ascend Mate 7 von Huawei im Test

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Ascend Mate 7 von Huawei im Test  

Phablet mit fettem Akku

10.10.2014, 16:09 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

Ascend Mate 7 von Huawei im Test. Huwei Ascend Mate 7 (Quelle: Hersteller)

Huawei Ascend Mate 7: Mit 6-Zoll-Bildschirm, Achtkernprozessor und Fingerabdruck-Scanner ein Mittelding aus Smartphone und Tablet. (Quelle: Hersteller)

Das Ascend Mate 7 von Huawei hat alles, was ein High-End-Smartphone braucht: einen schnellen Prozessor, ein großes Display, dazu Alu-Gehäuse und Fingerabdruck-Scanner. Und es läuft und läuft und läuft.

Das Ascend Mate 7 sei "trotz seines riesigen 15,2-cm-(6 Zoll)-Full-HD-Bildschirms sehr kompakt", schreibt Huawei auf der Webseite zu seinem neuen Top-Smartphone. Nun ja, kompakt vielleicht, aber klein ist es deshalb noch lange nicht. Mit gutem Recht werden Geräte dieser Größenklasse oft als Phablets bezeichnet, als Mischung aus Smartphone und Tablet. Spätestens seit Apple mit dem iPhone 6 Plus ein solches Riesenmobiltelefon anbietet, sind sie im Mainstream angekommen.

Moderner edler Look

Langweilig sind sie deshalb nicht: Bei dem großen Huawei etwa überrascht mich auf Anhieb der moderne, edle Look. Bei Geräten seiner Preisklasse – 500 Euro – ist das nicht immer üblich. Die Rückseite ist fast komplett aus einem Stück Aluminium, vorn wird der Full-HD-Bildschirm von einem sehr schmalen Rahmen eingefasst. Schade nur, dass die Plastikdeckel, die das Gehäuse oben und unten abschließen, nicht vollkommen passgenau in den Aluminiumrahmen übergehen. So bleibt immer eine Kante sicht- und auch spürbar.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Zwischen Bildschirm und Alu-Blech steckt teils ungewöhnliche Elektronik. Das gilt vor allem für den Octacore-Prozessor, den Huaweis Tochterfirma HiSilicon entwickelt hat. Der Kirin 925 genannte Chip hat acht Rechnerkerne. Vier davon sind mit 1,8 GHz getaktet, die übrigen vier erreichen maximal 1,3 GHz.

Ungewöhnliche Leistungswerte

Im Test haben Leistungsmessprogramme ungewöhnlich inkonsistente Ergebnisse für die Rechenleistung dieses Chips gemessen. Bei Geekbench beispielsweise erreicht der Kirin 925 in der Mehrkernbewertung 3100 Punkte, 300 mehr als das iPhone 6 Plus. Überprüfte Geekbench nur einen einzelnen Prozessorkern, kam es nur auf knapp 900 Punkte, 600 weniger als das Apple-Handy erreicht. Andere Testprogramme ergeben ähnlich ungleichmäßige Ergebnisse.

Im Alltag merkt man davon aber nichts. Egal, ob beim Scrollen im Webbrowser, beim Anschauen von Filmen aus Streaming-Diensten oder in Spielen: Das Ascend Mate 7 scheint fast nie überfordert. Einzig "Riptide GP2", ein grafisch anspruchsvolles Rennsimulationsspiel, ruckelte ein wenig angestrengt über den Bildschirm.

Völlig mühelos kommt der Chip dagegen mit Huaweis Benutzeroberfläche Emotion UI klar. Optisch erinnert das System ein wenig an die flache Oberfläche von iOS 7 und iOS 8 sowie an das, was Google bisher vom kommenden Android-L-Update gezeigt hat. Vieles davon sieht sehr gut aus. Allerdings kann man sich den übersichtlichen Look mit nachladbaren Designs gründlich versauen.

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Ein Finger genügt

Ähnlich wie einige von Apples iPhones verfügt auch das Ascend Mate 7 über einen Fingerabdrucksensor. Der mache das Smartphone "zu dem sichersten Ort für deine Daten", wirbt der Konzern. Darauf sollte man sich jedoch lieber nicht verlassen, denn Fingerabdruckscanner lassen sich überlisten. Den Komfort erhöht der Scanner aber allemal.

Um das Handy zu entsperren, reicht es, kurz seinen Finger aufzulegen, nicht einmal die Einschalttaste muss man noch drücken. Das Versprechen, der Sensor würde auch mit nassen Fingern funktionieren, wird leider nicht eingelöst. Im Test reichte schon ein Tropfen Mineralwasser, um das System lahmzulegen.

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Aber der Fingerabdrucksensor lässt sich nicht nur zum Entsperren des Handys nutzen. Beim Fotografieren kann man ihn als Auslöser benutzen, was vor allem bei Selfies sehr nützlich ist. Legt man bei aktiver Foto-App einen registrierten Finger auf den Sensor, beginnt ein Drei-Sekunden-Countdown und ein Fenster wird eingeblendet, in das man schauen soll, damit man auf dem Bild auch gut aussieht.

Mäßige Kameras, massiger Akku

An den Kameras gibt es wenig zu kritisieren, aber auch ebenso wenig zu loben. Sowohl Rück- als auch Frontkamera schießen ordentliche Fotos. Mehr als durchschnittliche Bildqualität liefern sie aber nicht. Farben, Schärfe und Kontraste könnten oft besser sein, helle Flächen neigen zum Überstrahlen. Bei schlechter Beleuchtung produzieren sie zum Teil sehr deutliches Bildrauschen, das die Bilder krisselig aussehen lässt.

Eine in jeder Hinsicht glänzende Leistung liefert dagegen der Akku. Mit einer Kapazität von 4100 mAh ist er deutlich größer ausgelegt als beispielsweise der Stromspeicher des iPhone 6 Plus, der nur 2915 mAh fasst. Das Resultat sind ungewöhnlich lange netzunabhängige Laufzeiten. Im Alltagstest war es mir möglich, das Gerät zwei Tage zu nutzen, ohne es zwischendurch an die Steckdose stöpseln zu müssen. Das ist weit überdurchschnittlich.

Fazit

Das Ascend Mate 7 ist eine Überraschung im positiven Sinn. Verarbeitung und Technik gefallen, das Design auch. Vom Fingerabdrucksensor über das schöne Display bis zur ungewöhnlich langen Akkulaufzeit stimmt hier fast alles. Nur die Kameras passen nicht so recht ins Bild. Angesichts des günstiges Preises kann man das aber verkraften.

Technische Daten des Huawei Ascend Mate 7

Hersteller Huawei
Modell Ascend Mate 7
Maße (Millimeter)157 × 81 × 7,9
Gewicht (Gramm)185
SprechzeitBis zu 20 Stunden
StandbyBis zu 27 Tage
Display-Diagonale6 Zoll
Display-Auflösung1920 × 1080
ProzessorOctacore (4 × 1,8 GHz, 4 × 1,3 GHz)
Arbeitsspeicher2 GB
Massenspeicher16 GB
SpeichererweiterungmicroSD
Kamera (hinten/vorne)13 Mpx / 5 Mpx
MobilfunktechnikLTE
WLAN802.11 a/b/g
Bluetooth4.0
BetriebssystemAndroid 4.4
BesonderheitenFingerabdrucksensor
Preis (Euro)499 Euro

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