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Motorola Moto X (2014) im Test: Motorolas zweiter Versuch gelingt

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Moto X im Praxistest  

Motorolas zweiter Versuch

02.11.2014, 14:32 Uhr |

Motorola Moto X (2014) im Test: Motorolas zweiter Versuch gelingt. Motorola Moto X im Praxistest (Quelle: t-online.de)

Das Moto X macht äußerlich einen sehr edlen Eindruck. (Quelle: t-online.de)

Das Motorola Moto X (2014) ist nicht nur die Neuauflage des Moto X vom Vorjahr, sondern der Versuch des US-Herstellers, in der Premium-Klasse mitzumischen und Top-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S5 oder dem HTC One M8 Marktanteile abzuluchsen. Doch das kann nur gelingen, wenn es mindestens gleichwertig ist. Ob das Moto X diesen Anspruch erfüllt, klärt unser Praxistest.

Die Ausstattung des neuen Moto X ist in vielen Punkten vielversprechend: High-End-Prozessor mit 4× 2,5 Gigahertz, 13-Megapixel-Kamera mit zwei LED-Blitzleuchten und 5,2-Zoll-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung. Auch äußerlich kann das Moto X vollends überzeugen. Der rundgebogene Rücken macht es zum Handschmeichler und der gute haptische Eindruck wird durch den Metallrahmen noch verstärkt, die Verarbeitung ist tadellos.

Die Form des Moto X erinnert etwas an das HTC One. Die Dicke variiert stark – in der Mitte ist das Moto X einen Zentimeter dick, an den Rändern nur wenige Millimeter. Es liegt dadurch sehr gut in der Hand, die dicke Mitte stört überhaupt nicht.

Die Gesamtgröße ist kleiner als der Bildschirm vermuten lässt. Durch den schmalen Rahmen ist es kleiner als das Samsung Galaxy S5 und beispielsweise kaum größer als das iPhone 6 mit 4,7 Zoll.

Das Moto X selbst gestalten

Wer es individuell und gleichzeitig exklusiv möchte, kann das Moto X auch nach individuellen Wünschen gestalten. Solch eine Auswahl ist bei Smartphones derzeit einzigartig. Die Rückseite gibt es außer in einer Vielzahl an Farben gegen 20 Euro Aufpreis auch mit Lederbezug oder Echtholz. Dazu lassen sich für einzelne Elemente wie Bedienknöpfe an der Seite unterschiedliche Farbakzente wählen. Auch eine persönliche Gravur ist möglich, wovon allerdings dringend abzuraten ist, wenn das Moto X irgendwann einmal weiterverkauft werden sollte.

Schwacher Akku, wenig Speicher

Enttäuschend ist der mit 2300 mAh viel zu kleine Akku. Angesichts der hohen Prozessorleistung sowie des großen und fein aufgelösten Displays sind keine überragenden Laufzeiten zu erwarten. Außerdem ist er nicht austauschbar. Ebenfalls ein Manko ist der fehlende Speicherkartenschacht. Beim 16-GB-Modell sind lediglich 10 GB frei – so ist es sinnvoller, sich für die 32-GB-Variante zu entscheiden, die 50 Euro Aufpreis kostet.

Auch die Nutzung des Media-Players mit Kopfhörer ist aufpreispflichtig, denn ein Headset lag zumindest unserem Testgerät nicht bei. Das ist jedoch genau genommen kein Nachteil, denn den meisten Handys liegen Billig-Kopfhörer bei, die miserabel klingen und sich für wenige Euro nachkaufen lassen. Musikliebhaber werden die mitgelieferten Headsets in den meisten Fällen ungenutzt liegen lassen.

Auch bei weiteren Ausstattungsdetails hält sich Motorola zurück: Kein Fingerabdrucksensor, kein Infrarotsender, kein Herzfrequenzsensor, wasserdicht ist es auch nicht. Auch das UKW-Radio hat sich der Hersteller gespart.

Stock Android

Das Moto X hat die aktuellste Android-Version 4.4.4 vorinstalliert. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass das Moto X mit zu den ersten Modellen gehören dürfte, die Android 5.0 nach dessen Erscheinen erhalten werden. Die Oberfläche entspricht dem nackten Android, wie es auch bei den Nexus-Geräten vorzufinden ist. Einen Nachteil bedeutet das sicher nicht. Allerdings bieten Hersteller wie Samsung, HTC oder LG mit ihren angepassten Oberflächen in einigen Punkten mehr Komfort.

Das Moto X ist für Spracheingaben optimiert und reagiert beispielsweise auf den Befehl "OK Google" oder einen anderen zuvor vergebenen Namen. Selbst Apps wie Facebook und WhatsApp funktionieren per Sprache, ermöglichen also etwa das Senden einer Nachricht, ohne das Smartphone in die Hand zu nehmen.

Das Moto X registriert auch den Blickkontakt zum Nutzer und kann sein Verhalten anpassen, wenn gewünscht. Doch das funktioniert leider – wie bei vielen anderen Smartphones auch – nicht immer zuverlässig. Verlässlich und außerordentlich praktisch ist nur die Schüttelgeste, mit der die Kamera in Bereitschaft versetzt werden kann.

Testergebnisse

Das Tempo des Snapdragon-801-Prozessors ist beeindruckend: Mit 44.879 Punkten beim Antutu-Benchmark übertrifft das Moto X auch das Sony Xperia Z3 Compact, das unsere interne Rangliste aller Android-Smartphones bislang anführte. Der 3DMark-Messwert mit über 19.600 Punkten ist ebenfalls top. Beim Sunspider-Benchmark lag es zwar hinter dem Wert des Samsung Galaxy S5, doch dieser Test ist in der Praxis nur begrenzt aussagekräftig. Zwischenfazit: Wer ein schnelleres Smartphone als das Moto X möchte, muss lange suchen.

Das Display mit AMOLED-Technik ist wie zu erwarten kontrastreich und zeigt intensive Farben. Nebenbei fielen zudem zwei Effekte auf: Positiv war, dass trotz glänzendem Displayglas die Spiegelungen weitaus geringer waren als bei anderen Smartphones. Im direkten Vergleich mehrerer Smartphones spiegelte nur das iPhone 6 vergleichbar wenig. Negativ fiel uns hingegen auf, dass weiße Flächen bei der direkten Draufsicht leicht rotstichig wurden. Ob es sich um einen Einzelfall handelt, können wir nicht sagen.

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Die Kamera des Moto X

Die Kamera bietet nur wenige Möglichkeiten jenseits der Automatiken, manuelle Einstellungen für die Lichtempfindlichkeit oder einen Weißabgleich gibt es nicht. Es gibt einen HDR-Modus, der jedoch wenig Wirkung zeigt. Hier nutzt man besser eine Spezial-App. Die Bilder sind bei guten Lichtverhältnissen gut bis befriedigend – an die Bildqualität einer Nokia Lumia 930 oder Sony Xperia Z3 kommen sie nicht heran. Bei wenig Licht rauschen die Fotos stark. Insgesamt ist die Kamera nicht das Glanzstück des Moto X.

Die Empfangs- und Verbindungsqualität zu WLAN- und Mobilfunknetzen ist gut, das betrifft auch die Sprachqualität. Zum Telefonieren ist das Moto X bestens geeignet. Der einstige Mobilfunkpionier zeigt, dass ein Smartphone die Grundfunktionen ebenfalls beherrschen muss.

Fazit: Edles, schnelles Handy

Nach dem Motorola beim ersten Moto X lediglich ein Mittelklasse-Modell zu überteuertem Preis auf den Markt brachte, machte das Moto X (2014) im Test einen guten Eindruck. Ein Schwachpunkt ist der magere Akku, der nur dann länger als einen Tag hält, wenn man das Smartphone die meiste Zeit in Ruhe lässt. Bei gemischter Nutzung muss das Moto X über Nacht an die Steckdose. Außerordentlich gut gefiel uns das Gehäuse, das toll in der Hand liegt und sich edel anfühlt. Mit Holz- oder Lederrückseite ist es keinen Deut weniger edel als ein HTC One oder ein iPhone. Doch das Moto X ist kein Schnäppchen: Wegen des fehlenden Speicherkartenschachts ist nur die 32-GB-Variante zu empfehlen. Die gibt es allerdings nur über Motorolas Online-Shop für 579 Euro. Für Holz oder Leder wären zusätzlich 20 Euro hinzuzurechnen.

Wer also ein edles und schnelles Android-Smartphone sucht, nicht auf Schnäppchenjagd ist, eine mäßige Akkulaufzeit verschmerzen kann und mit einer mittelprächtigen Kamera leben kann, sollte sich das neue Moto X näher anschauen.

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