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Linshof am Ende: Österreich-Smartphone i8 kommt nicht

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Linshof am Ende  

Österreichs Super-Smartphone kommt nicht

19.12.2014, 12:28 Uhr |

Linshof am Ende: Österreich-Smartphone i8 kommt nicht. Linshof i8 Smartphone (Quelle: Montage: t-online.de)

Das Smartphone Linshof i8 wird es nicht geben. (Quelle: Montage: t-online.de)

Das österreichische Startup Linshof ist bereits nach wenigen Wochen wieder eingestampft worden. In einer knappen Mitteilung gaben die Projektleiter auf ihrer Internetseite bekannt, dass die Investoren beschlossen hätten, das Projekt zu beenden. Linshof machte mit der Ankündigung eines extrem günstigen High-End-Smartphones Schlagzeilen.

Auch t-online.de berichtete über das Super-Handy. Die Ankündigungen waren vielversprechend: Das Modell Linshof i8 sollte mit Top-Technik gespickt sein und etwa nur die Hälfte von dem kosten, was Samsung, Sony und Co. für ein derart ausgestattetes Smartphone verlangen. Neben dem Smartphone sollte auch noch ein Tablet und ein Desktop-Computer angeboten werden, ebenfalls mit überragenden Spezifikationen zum Tiefpreis.

Linshof ohne Firmensitz und Impressum

Schon bei der Ankündigung wurden Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Projekts laut. Die Betreiber der Internetseite linshof.com nannten keinen offiziellen Firmensitz, ein Impressum fehlte. Angeblich sollte das Unternehmen einen Hauptsitz in Wien und eine Zweigstelle in Hamburg betreiben, Telefonnummern sowie genaue Adressangaben fehlten.

Auf unsere Nachfragen reagierten bei Linshof entweder ein "Manager" namens Peter Bauer und ein "PR Manager" Niklas Kauppinen. In keiner der beiden Mail-Signaturen gab es nähere Angaben. Sämtliche Korrespondenz wurde in Englisch geführt – für ein Unternehmen mit Sitz in Österreich und Deutschland etwas verwunderlich.

Auch die Angaben zur Technik waren zumindest zweifelhaft. Eine Angabe wie "Full HD Display (1920 * 1080 pixels, Super AMOLED, IPS)" ist Unsinn – hier geht nur entweder AMOLED oder IPS. Auf Nachfrage teilte Peter Bauer mit, es handele sich um unterschiedliche Panels je nach Auslieferungsland. Das Tablet sollte ebenfalls ein AMOLED-Display erhalten. Gut möglich, dass die verhinderten Hersteller gar nicht wussten, wie teuer diese Technik bei größeren Panels ist. AMOLED-Tablets sind bis heute eine Rarität.

Betrug oder Finanznot?

Ob hier tatsächlich seriöse Geschäftsleute unter dem Namen Linshof ein Unternehmen aufbauen wollten und ihnen das Geld ausging oder von vornherein Betrugsabsichten im Spiel waren, lässt sich nicht beantworten. Eine offizielle Bestellmöglichkeit mit Vorkasse gab es jedenfalls (noch) nicht. Möglicherweise waren die vermeintlichen Manager von der großflächigen Berichterstattung selbst überrascht, bekamen kalte Füße und beendeten das Vorhaben, bevor größerer Schaden entsteht.

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