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Custom-ROMs für Android-Smartphones – Update vs. Sicherheit

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Pro und Contra  

Custom-ROMs – Update vs. Sicherheit

09.06.2015, 14:41 Uhr | Andreas Seeger, connect

Custom-ROMs für Android-Smartphones –  Update vs. Sicherheit. Custom-ROMs: CyanogenMod wird gerne genutzt (Quelle: Chris Sewell)

CyanogenMod ist eine der bekanntesten Android Custom-ROMs (Quelle: Chris Sewell)

Custom-ROMs sind alternative Android-Betriebssysteme, die teils besser sind als die Originale. Sie ermöglichen zudem Android-Updates, wo der Smartphone-Hersteller den Support bereits eingestellt hat. Neben vielen Vorteilen, gibt's aber auch ein paar Haken und Ösen. Wir stellen Vor- und Nachteile vor.

Custom-ROMs sind möglich, weil der Quellcode des Android-Systems offen ist. So hat jeder Entwickler die Möglichkeit, das System zu modifizieren und zu verändern. In den letzten Jahren hat sich daher eine freie Entwicklerszene rund um Android gebildet, die in Eigenregie alternative Betriebssysteme für eine Vielzahl von Smartphones programmiert. Diese sogenannten „Custom ROMs“ kann der Nutzer aus dem Internet herunterladen und auf seinem Smartphone installieren.

Nachteile: Garantie- und Datenverlust

Allerdings gelingt die Installation einer neuen Systemsoftware, die nicht vom Hersteller autorisiert wurde, nicht einfach per Knopfdruck, und sie ist außerdem mit Risiken verbunden:

>> In Sachen Garantieleistungen begibt man sich in eine rechtliche Grauzone
>> Alle persönlichen Daten gehen auf dem Smartphone verloren.

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Beides ist allerdings weniger schlimm, als es sich zunächst anhört, denn solche Custom-ROMs sind vor allem für ältere Geräte interessant, deren Garantie längst abgelaufen ist. Und dem Datenverlust kann man sehr einfach begegnen, indem man ein vollständiges Backup anlegt.

Vorteil: Updates und keine Bloatware

Die Installation lohnt sich in vielen Fällen sogar doppelt, denn ein Custom-ROM bringt nicht nur eine aktuelle Android-Version auf ein älteres Smartphone, es verzichtet auch auf die zahlreichen, von den Herstellern zusätzlich installierten Apps und Dienste, die gerade bei einem weniger leistungsstarken Smartphone die Performance spürbar ausbremsen können. Die meisten Anwender nutzen die sogenannte Bloatware überhaupt nicht, können sie aber mit normalen Mitteln nicht aus dem System entfernen.

Custom-ROMs verzichten auf solche Zwangsdienste und sind stattdessen oft mit praktischen Zusatzfunktionen angereichert, die einen echten Mehrwert bieten.

Nachteil: Komplexe Installation

In Anbetracht dieser Vorteile sollten doch eigentlich die meisten älteren Smartphones mit einem alternativen Betriebssystem laufen. Doch neben den bereits erwähnten Risiken hat das Aufspielen derselben noch weitere Nachteile.

An erster Stelle steht der komplizierte Installationsprozess. Es gibt zwar detaillierte Anleitungen für die meisten Geräte, zum Beispiels fürs Samsung Galaxy S2. Aber selbst damit ist die Installation ohne ein gewisses technisches Grundverständnis nahezu unmöglich. Zum Glück hat das bekannte Custom-ROM „CyanogenMod“ eine Installationsroutine für einige populäre Modelle entwickelt, die den Prozess stark vereinfacht.

Nachteil: Womöglich fehlen Funktionen

Wundern Sie sich allerdings nicht darüber, wenn danach das UKW-Radio nicht mehr funktioniert. Denn weil Custom-ROMs nicht vom Hersteller unterstützt werden, kommt es durchaus vor, dass die Software nicht perfekt auf die Hardware abgestimmt ist und einige Funktionen einfach verschwunden sind – neben dem Radio können das herstellerspezifische Kameraeinstellungen sein.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch: Viele Custom-ROMs befinden sich in einem permanenten Entwicklungsprozess und laufen unter Umständen instabil. CyanogenMod etwa bietet stabile und experimentelle Versionen getrennt zum Download an. Es ist also wichtig, sich vorher genau zu informieren.

Nachteil: Schadsoftware hat es leichter

Aber das ist noch nicht alles. Weil die Installation eines Custom-ROM uneingeschränkte Systemrechte (im Fachjargon „Root“ genannt) voraussetzt und das Herunterladen von Dateien erforderlich ist, deren Herkunft man nicht immer nachvollziehen kann, ist das Risiko größer, das Smartphone mit Schadsoftware zu infizieren.

Fazit: Verjüngungskur für alte Smartphones

Daher gilt: Wer sich für ein Custom-ROM entscheidet, muss kein Entwickler sein, sollte aber wissen, was es bedeutet, in einem Betriebssystem Root-Rechte zu vergeben. Der Lohn der Mühen und Risiken ist ein altes Smartphone mit einer neuen Software, die den Lebenszyklus der Hardware locker um ein Jahr verlängert.

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