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Test: Wiko Highway Star - Highway Pure

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Praxistest  

Wiko überrascht mit Edel-Smartphones

16.10.2015, 15:30 Uhr |

Test: Wiko Highway Star - Highway Pure. Die Highway-Smartphones machen auf Edel (Quelle: t-online.de)

Die Highway-Smartphones machen auf Edel (Quelle: t-online.de)

Wiko ist ein französischer Hersteller, der eher nicht für besonders edle und hochwertig aussehende Smartphones bekannt war. Die Modellauswahl ist vielfältig bis unübersichtlich, viele Geräte stehen eher im Ruf des Preisbrechers im Billig-Gewand. Umso mehr waren wir erstaunt, was da in der Verpackung steckte.

Die beiden neuen Modelle im Test, das Highway Pure und das Highway Star, sind auf der Internetseite von Wiko in der Kategorie "Performance & Design" einsortiert. In Bezug auf das Design glauben wir das sofort: Das Highway Star hat ein Metallgehäuse, ist sehr flach und wirkt trotz 5"-Bildschirm (12,7 cm) eher zierlich. Das Highway Pure hat einen sichtbaren Metallrahmen, eine Glas-Rückseite und ist fast aberwitzig dünn. Es misst gerade einmal 5,1 mm – noch ein wenig dünner, dann würden wir anfangen zu testen, ob man damit auch Wurst schneiden kann.

Trotz der "Dünne" ist das Highway Pure sehr stabil und lässt sich mit der Hand nicht verwinden. Allerdings liegt es auch etwas kantig in der Hand. Wahrscheinlich weiß das auch der Hersteller, denn im Paket lag eine Schutzhülle bei, die das Gerät griffiger und die Rückseite gegen Fingerabdrücke unempfindlich macht. Doch damit sieht das Highway Pure dann aus wie ein x-beliebiges Billig-Smartphone aus Plastik.

Schick und preiswert 
Test: Wiko Highway Pure und Highway Star

Wiko erweitert sein Angebot durch zwei Edel-Smartphones. Video

In der Performance-Klasse falsch einsortiert

Was die Technik betrifft, ist das Highway Pure in der Performance-Klasse falsch einsortiert. Das ist kein Wunder, denn für Hochleistungsprozessor und Riesen-Akku ist in dem flachen Täfelchen kein Platz. Der 1,2-Gigahertz-Vierkerner ist eher untere Mittelklasse und das trifft auch auf die Akkukapazität zu. Immerhin ist das Display mit 1280×720 Pixeln fein genug aufgelöst und der Arbeitsspeicher mit 2 Gigabyte ausreichend groß. Benchmarktests bestätigen die Daten auf dem Papier – im alltäglichen Umgang ruckelt zwar nichts, doch für High-End-Spiele ist das Highway Pure die falsche Wahl.

Der Akku hat eine Kapazität von etwas mageren 2000 Milliamperestunden. Bei sparsamem Umgang reicht das locker für ein bis zwei Tage. In unserem Akkutest mit simulierter Dauerbelastung schafft das Highway Pure knapp vier Stunden. Das ist trotz des eher schwachen und deshalb stromsparenden Prozessors nur ein mittelmäßiger Wert. Da leisten andere Mittelklasse-Smartphones deutlich mehr – die sind aber bei weitem nicht so schick und flach.

Auch die Kameras können keine Wunder vollbringen. Beim Hereinzoomen sind die Motive sogar bei Tageslicht und einer Lichtempfindlichkeit von 100 ISO unscharf und verrauscht. Hier ist Wiko Highway Pure allerdings auf dem Stand der Konkurrenz, die in dieser Preisklasse auch keine besseren Knipsen verbaut.

Highway Star: dicker und handlicher

Das Highway Star ist bei Bildschirm, Prozessor und Akku besser bestückt, dafür nicht so flach. Die Kanten sind stärker abgerundet, es liegt besser in der Hand. Preislich unterscheidet beide Modelle nur 20 Euro, sodass sich Kaufwillige besser daran orientieren sollten, ob sie lieber auf ein etwas kleineres und superflaches Gerät Wert legen oder mehr Leistung bevorzugen. Der Bildschirm basiert ebenfalls auf AMOLED-Technik und bietet kräftige Farben und hohen Kontrast. Dass die Auflösung bei größerem Display nicht höher ist, stört im täglichen Umgang nicht. Die Kamera des Highway Star ragt wie zum Beispiel beim Apple iPhone 6 leicht aus dem Gehäuse heraus und macht bessere Bilder als das Highway Pure. An die Qualität der teuren Edel-Handys von Samsung, Apple und Co. kommt es jedoch nicht heran.

Eigenwillige Software

Die Bedienung orientiert sich an einem aus unserer Sicht etwas fragwürdigen Trend, der immer häufiger insbesondere bei asiatischen Herstellern wie Huawei anzutreffen ist. Es gibt kein App-Menü mehr, stattdessen befinden sich wie beim iPhone alle Apps direkt auf dem Homescreen. Wen die Unterscheidung zwischen App-Menü und Homescreen stört oder verwirrt, der wird sich besser zurechtfinden. Gewohnte Android-Nutzer dürften aber keinen Gefallen an dieser neuen Einfachheit finden, denn eine alphabetische Sortierung der Apps ist dadurch schwierig. Hier lässt sich jedoch mit einem geeigneten Launcher Abhilfe schaffen. Auch die Einstellungsmenüs hat Wiko optisch verändert und funktional überarbeitet.

Die Wiko-Smartphones sind auch mit einer herstellereigenen Tastatur ausgestattet. Sie bietet mehr Funktionen, ist aber unübersichtlicher als das Google-Original. Hier kann sich der Nutzer für eine der beiden Varianten entscheiden.

Bei beiden Geräten war Android in der Version 4.4.4 vorinstalliert. Während des Testzeitraums meldete das Highway Star, dass eine Software-Aktualisierung verfügbar war. Nach dem Update meldete sich Android in der Version 5.1, das deutlich stärker dem Android-Original der Nexus-Geräte entspricht. Doch ein gesondertes App-Menü gibt es auch hier nicht.

Fazit

Bei beiden Wikos ist der gute Bildschirm hervorzuheben, der für die Preisklasse ebenso außergewöhnlich ist wie die Materialwahl. Technisch bieten sowohl das Highway Pure als auch das Highway Star Mittelklasse-Kost. Aus unserer Sicht ein Minuspunkt ist der relativ starke Eingriff in das Betriebssystem, der besonders ambitionierte Nutzer abschrecken dürfte.

Das etwas teurere Highway Star ist die bessere Wahl; es hat den schnelleren Prozessor, den stärkeren Akku, die bessere Kamera, einen Speicherkartenschacht (oder wahlweise einen Steckplatz für eine zweite SIM-Karte) und obendrein ein Metallgehäuse. Beim Highway Pure hat der Hersteller einfach zu viel dem flachen Gehäuse geopfert, was an das ebenfalls edle und extrem flache Prestigio Grace erinnert.

Für den, der auch mit einem etwas dickeren Gehäuse und LCD-Display leben kann, drängen sich die beiden Wiko-Smartphones nicht unbedingt auf. So ist das Huawei Ascend P7 sogar etwas besser ausgestattet und sehr schick. Ansonsten erhält man für etwa 300 Euro auch die großen Hersteller-Flaggschiffe vergangener Jahre, etwa das Samsung Galaxy S4 oder das LG G2, die deutlich besser ausgestattet sind, aber möglicherweise keine Android-Updates mehr erhalten.

Wiko Highway Pure

Wiko Highway Pure

Betriebssystem: Android 4.4.4
Bildschirmgröße: 4,8"/12,2 cm
Display-Auflösung: 720 × 1280 Pixel
Kameras: 8/5 Megapixel
Prozessor: 4× 1,2 GHz
RAM: 2 GB
Speicherplatz: 16 GB
Maße (H×B×T): 141,9×68,1×5,1 mm
Akku: 2000 mAh
Preis: 279 Euro

Wiko Highway Star

Wiko Highway Star

Betriebssystem: Android 4.4.4*
Bildschirmgröße: 5,0"/12,7 cm
Display-Auflösung: 720 × 1280 Pixel
Kameras: 13/5 Megapixel
Prozessor: 8× 1,5 GHz
RAM: 2 GB
Speicherplatz: 16 GB**
Maße (H×B×T): 141×71,4×6,6 mm
Akku: 2450 mAh
Preis: 299 Euro

*Update auf Android 5.1 nach Inbetriebnahme
** erweiterbar

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