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ZTE Axon Elite im Test: Preisbrecher ist ein wenig zu teuer

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ZTE Axon Elite im Test  

Billiges China-Smartphone ist etwas zu teuer

11.11.2015, 18:52 Uhr |

ZTE Axon Elite im Test: Preisbrecher ist ein wenig zu teuer. ZTE Axon Elite (Quelle: Hersteller)

Gut, aber nicht günstig: Das ZTE Axon Elite (Quelle: Hersteller)

Der Hersteller ZTE ist einer der Emporkömmlinge auf dem deutschen Smartphone-Markt. Genauso wie beispielsweise Wiko, Honor, Prestigio oder demnächst auch ZUK will ZTE günstigere Smartphones anbieten und damit den etablierten Marken die Umsätze streitig machen. Dass er dabei nicht nur auf den Niedrigpreis-Markt schielt, zeigt das ZTE Axon Elite mit Metallgehäuse und Top-Ausstattung.

Die Ausstattungsliste des ZTE Axon Elite liest sich vielversprechend. Während andere Top-Smartphones mit einem QHD-Display glänzen (2560×1440 Pixel) kombiniert ZTE den superschnellen Prozessor Snapdragon 810 mit einem "Full HD"-Display (1920×1080 Pixel). Das könnte für neue Benchmark-Rekordwerte sorgen und obendrein die Akkulaufzeit verlängern.

Über den Sinn und Unsinn einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln gibt es unterschiedliche Meinungen, doch im Alltagseinsatz überwiegen die Nachteile. Die zusätzlichen Pixel sind mit bloßem Auge nicht sichtbar, fressen aber Prozessorleistung und Strom.

Foto-Serie mit 9 Bildern

Zwei SIM-Karten und Iris-Scanner

Auch bei weiteren Merkmalen wirkt die Bestückung durchdacht: Es sind zwei Kartensteckplätze eingebaut, davon kann einer wahlweise für eine MicroSD-Speicher- oder eine zweite SIM-Karte genutzt werden. Ein Fingerabdrucksensor ist inzwischen Voraussetzung für ein Oberklasse-Smartphone. Mit dem Iris-Scanner setzt das Axon Elite noch einen drauf. Letzterer funktioniert zwar, ist aber umständlich, da man das Gerät unnatürlich nah ans Gesicht halten muss.

Der Akku hat eine Kapazität von 3000 mAh, was angesichts der Ausmaße im erwartbaren Rahmen liegt. Immerhin ist das ZTE Axon mit 5,5"-Bildschirm und einer Maximaldicke von 9,8 mm nicht gerade ein Winzling.

Gewöhnungsbedürftige Oberfläche

Android ist in Version 5.0.2 vorinstalliert, was kein gutes Zeichen für die Update-Versorgung ist. Android 6.0 ist aktuell – mindestens Version 5.1 hätten wir erwartet. Trotzdem hat ZTE die gefährliche Stagefright-Lücke geschlossen, der Test zeigte keine verwundbaren Stellen.

Wie manch anderer Hersteller krempelt auch ZTE das Android-System gehörig um. Ein App-Menü fehlt, alle Apps befinden sich auf den Homescreens. Einige Icons sind umgestaltet: Das sieht zwar einheitlich und auch recht edel aus, doch da dies nur ein paar Standard-Apps betrifft, mischen sich "normale" Icons mit anderen in ZTE-Optik, was dann weniger hübsch ist. Abhilfe schaffen lässt sich mit einem Launcher, der dann auch das App-Menü nicht mehr versteckt. 

Auch die drei Softkeys sind auf links gedreht: Zur Übersicht der zuletzt benutzen Apps gelangt man durch einen langen Tipp der "Zurück"-Taste. Mit einem langen Tipp auf den rechten Softkey wird das Mikrofon für Sprachbefehle aktiviert. Das Hochwischen von der unteren Displaykante führt nicht zum Google-Now-Angebot, sondern zu verschiedenen Anzeige-Einstellungen wie Hintergrundbild oder Übergangseffekten.

Prozessor hält nicht, was er verspricht

Der Hauptprozessor Snapdragon 810 mag zwar sehr schnell sein, doch dessen Einsatz sorgte bei verschiedenen Geräten für Probleme durch Hitzestau, daraufhin drosselte der Prozessor die Leistung – die Leistung ging in den Keller. ZTE hat möglicherweise deswegen die Taktung gedrosselt, von den acht Rechenkernen laufen vier mit nur 1,3 Gigahertz. Die anderen vier takten standesgemäß mit 2,0 Gigahertz.

An seine Grenzen stieß der Prozessor bei unserer Ersteinrichtung mit der Installation jeder Menge Apps. Hier dauerte es manches Mal mehrere Sekunden, bis das Gerät auf Eingaben reagierte.

Im Antutu-Benchmarktest liefert das ZTE Axon beeindruckende 57.600 Punkte und ist damit ein ganzes Stück schneller als etwa das gleich große LG G4. Doch bei mehrfachem Durchlauf rauschte der Wert auf bis 45.000 Punkte ab, um sich dort zu stabilisieren. Das ist immer noch ein guter Wert und liegt etwa auf Flaggschiff-Niveau des Vorjahres. Doch es zeigt, dass auch ZTE das Hitzeproblem des Prozessors nicht vollständig lösen konnte. Der Javascript-Benchmark Sunspider wird im 674 Millisekunden absolviert, das ist verhältnismäßig schnell. Damit reicht der Prozessor für Alltagsaufgaben jederzeit aus, Hochleistungsansprüche kann er jedoch nicht erfüllen.

Display, Akku und Kamera

Das Display ist sehr hell, scharf und kontrastreich, erreicht allerdings keinen perfekten Schwarzwert. Der Akku hielt im Dauertest sehr gute 4:51 Stunden, was bei mäßiger Nutzung auf eine Laufzeit von zwei Tagen hoffen lässt. 

Die 13-Megapixel-Kamera macht gute Fotos mit leicht übertriebenen Farben; störend ist der langsame Autofokus, dem manches Mal nachgeholfen werden muss. Die Qualität kann mit den Top-Kameras von Samsung Galaxy S6, LG G4 oder iPhone 6 nicht konkurrieren, übertrifft aber die vieler prominenter Smartphones aus 2014 wie Sony Xperia Z3 oder Motorola Moto X.

Empfangsleistung

Da das Metall-Gehäuse Empfangswellen blockieren würde, sind die Kappen oben und unten aus Plastik. Dass sie in Leder-Optik gehalten sind, sieht etwas merkwürdig aus. Überhaupt ist die Gestaltung des ganzen Geräts mit den Lochmustern eigenwillig – immerhin traut sich ZTE ein eigenständiges Design zu. Die Empfangsleistung ist trotzdem nur mäßig. Lobenswert ist dagegen, dass die jeweilige Datenübertragungsrate immer in der oberen Statuszeile abzulesen ist.

Fazit: Gutes Smartphone, doch noch zu teuer

Das LTE Axon Elite ist neu im Handel, der Preis von zurzeit 450 Euro ist für einen solchen Underdog recht hoch – wenn ZTE mit günstigem Preis locken will, geht die Rechnung nicht auf. Bei der Größe von 5,5 Zoll muss es sich beispielsweise mit dem LG G4 messen, dass sogar etwas weniger kostet, aber das bessere Display und die bessere Kamera hat. Für das ZTE Axon spricht vor allem die Dual-SIM-Funktion, die in der Oberklasse noch Seltenheitswert hat. 

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