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Wiko Pulp im Test

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Wiko Pulp im Test  

Gute Technik in billigem Gewand

16.12.2015, 09:54 Uhr |

Wiko Pulp im Test. Wiko Pulp (Quelle: Hersteller)

Das Wiko Pulp gibt es in mehreren Farbvarianten. (Quelle: Hersteller)

Der französische Hersteller Wiko hat mit der Modellfamilie Pulp drei neue Smartphones auf den Markt gebracht, die laut Hersteller "nützlich & trendy" sein sollen. So lautet zumindest die Mittelklasse-Produktschiene im Wiko-Universum. Von den drei Pulp-Geräten (Pulp, Pulp 4G und Pulp Fab 4G) hatten wir das Basismodell "Pulp" ohne LTE im Test.

Die Technikdaten des Wiko Pulp weisen Mittelklasse-Merkmale auf: Der Prozessor hat acht Rechenkerne, läuft aber mit mäßigem Takt, der Bildschirm zeigt HD-Auflösung, Speicher ist ausreichend vorhanden. Die Bildsensoren der Kameras haben genauso viele Bildpunkte wie die von so manchem Spitzen-Smartphone.

Hauptprozessor: Der Antutu-Benchmark von knapp 30.000 Punkten (alte Wertung) weist einen Wert auf, der mit einem etwa zwei Jahre alten Spitzen-Smartphone vergleichbar ist. Auch im normalen Umgang gibt es nichts zu meckern, hier ruckelt nichts. Dazu kommen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, was ebenfalls eine Besonderheit in dieser Preisklasse darstellt.

Der Bildsensor der Kamera vollbringt keine Wunder und überzieht Bilder bei wenig Licht mit einem Rauschen, was in dieser Klasse üblich ist. Nur die Top-Smartphones kriegen das besser hin. Bei Tageslicht sind die Fotos dagegen durchweg brauchbar.

Der Akku schafft im Dauertest knapp fünf Stunden bei höchster Beleuchtungsstufe. Auch das kann sich sehen lassen, ist aber kein Spitzenwert. Je nach Nutzung sollte das für ein bis zwei Tage bei mittlerer Nutzung reichen.

Das Display ist in jeder Hinsicht Mittelklasse: Kontraste, Helligkeit, Farbdarstellung, Auflösung, Schwarzwert, Farbtemperatur – überall ist das Wiko besser als die üblichen Einsteigerhandys aus dem Mitnahmeregal. Selbst das Google Nexus 4, das 2012 als Spitzen-Smartphone in den Handel kam, ist dem Wiko Pulp in einigen Disziplinen unterlegen.

Die Empfangsleistung des Wiko Pulp ist gut, die WLAN-Verbindung zum Router bricht nicht schneller ab als bei Vergleichsmodellen. Einzig das fehlende LTE-Band ist ein Nachteil. Hier könnte man auf das etwas teurere Alternativmodell Pulg 4G zurückgreifen, doch dort ist der Prozessor eine Stufe schwächer. Es ist unverständlich, warum Wiko die beiden Ausstattungsmerkmale gegeneinander ausspielt.

Das Android-Betriebssystem ist in Version 5.1 vorinstalliert. Das ist zumindest nicht hoffnungslos veraltet, zumal die gefährliche Stagefright-Lücke geschlossen ist. Ob die Nutzer auf Android 6.0 hoffen können, steht in den Sternen. Wiko hat kein Update angekündigt, und die schnelle Modellfolge des Herstellers deuten wir als kein gutes Zeichen für langfristigen Support. 

TechnikdatenWiko Pulp
BildschirmIPS, 5"/12,7 cm, 1280×720 Pixel
ProzessorCortex A-7, 8× 1,4 GHz
Speicher2 GB RAM, 16 oder 32 GB Speicherplatz + MicroSD
Kameras 13 MP + 5 MP vorne, jeweils mit LED-Biltz
Betriebssystem Android 5.1
Mobilfunk3G-Triband, GSM-Quadband, Dual-SIM
Akku2500 mAh, austauschbar
Abmessungen143,9 × 72,2 × 8,5 mm, 149 Gramm
AusführungenSchwarz, Weiß, Dunkelblau, Braun
Preisca. 170 Euro
+ gute Display-Auflösung
+ flotter Prozessor
+ großer Arbeitsspeicher
+ Speicherkartensteckplatz
+ Dual-SIM
+ Wechselakku
+ günstiger Preis

- kein LTE
- Plastikgehäuse




Die Anpassungen der Bedienoberfläche mögen Geschmacksache sein. Doch wir werten es als klaren Nachteil, dass Wiko Android stark verändert. So gibt es wie schon beim Wiko Highway Pure kein App-Menü, stattdessen befinden sich alle Apps direkt auf dem Homescreen. Die Icons der eigenen Apps wie Kalender, Rechner usw. wurden durch ein kreisrundes ersetzt und bilden einen wilden Design-Mix mit nicht-runden Standard-Symbolen. 

Gehäuse und Haptik

Es ist nicht zu erwarten, dass ein 170-Euro-Smartphone in Metall und Glas daherkommt. Damit es besser in der Hand liegt, hat Wiko der Rückseite eine Struktur verpasst, die als "Lederoptik" bezeichnet wird. So wirkt es leicht gummiert und rutscht nicht aus der Hand. Der Rahmen ist sogar aus Metall und soll dadurch hochwertiger wirken, doch der deutlich knarzende Akkudeckel macht die Absicht zunichte. Der gefühlten Wertigkeit schadet das spürbar.

Fazit: 

Das Wiko Pulp wildert mit einem Preis von 170 Euro in Regionen, in der viel schwächere Technik zu finden ist. Das betrifft vor allem Prozessor, Kamera und Arbeitsspeicher. Oder anders ausgedrückt: Wem diese Ausstattung nicht ausreicht, muss für Besseres deutlich tiefer in die Tasche greifen. Drei Mankos trüben das Bild, nämlich der fehlende LTE-Empfang, die Bedienoberfläche und die schlechte Verarbeitung. Trotzdem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis besser als das von vielen anderen Smartphones unter 200 Euro.

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