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Moto X Force ist Motorolas neues Akkuwunder

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Unkaputtbar-Smartphone im Test  

Das Moto X Force ist Motorolas neues Akkuwunder

17.02.2016, 09:28 Uhr |

Moto X Force ist Motorolas neues Akkuwunder. Neues Motorola-Vorzeigemodell: Moto X Force (Quelle: t-online.de)

Neues Motorola-Vorzeigemodell: Moto X Force (Quelle: t-online.de)

Wo andere Hersteller an jedem Gramm Gewicht sparen und um jeden Millimeter Dicke ringen, knallt Motorola mit dem Moto X Force einen echten Brecher auf den Markt. Und das ist gut so, denn selten haben wir ein Smartphone mit so viel Akku-Power getestet wie das neue Paradepferd des Herstellers. 

Bei der Vielfalt an neuen Smartphones mit knapp über fünf Zoll großem Display ist die Auswahl riesig. Aber bei genauem Hinsehen scheint das nur so, in Wirklichkeit werden immer die gleichen Bauteile von immer denselben Auftragsfertigern zusammengebaut – nur für verschiedene Auftraggeber. Manche sind sich auch äußerlich erschreckend ähnlich. 

Wenn es in den vergangenen Monaten ein Smartphone gab, dem wir genau das nicht vorwerfen können, dann ist es das Moto X Force. Das liegt zunächst am Riesen-Akku, der das Gerät verdickt. Doch durch den rundlich geformten Rücken liegt es trotzdem gut in der Hand. Im Akku-Benchmark von PC Mark hielt das X Force unter Volllast und bei maximaler Display-Helligkeit sechseinhalb Stunden durch. Bei sparsamer Nutzung dürften aus diesem Laborwert gut drei Tage werden.  

So gut wie unkaputtbar

Und das Moto X Force hat eine weitere herausragende Eigenschaft: Es ist so gut wie unkaputtbar. Eine Schutzhülle kann man sich sparen; wenn man es nicht gewaltsam zerstören will, überstehen Gehäuse und Display auch den übelsten Sturz. Wir haben es mit dem Bildschirm nach unten aus Kopfhöhe auf einen Metall-Heizkörper fallen lassen, anschließend war nicht einmal ein Kratzer zu sehen.

Das bestätigen etliche YouTube-Videos, bei denen das Moto X Force, das in den USA als Droid Turbo 2 verkauft wird, seine Robustheit beweisen muss. Selbst nach einem Sturz aus 275 Metern Höhe auf einen Parkplatz blieb es noch funktionsfähig – wenngleich es an einer Ecke stark beschädigt war.   

Der Grund für die Widerstandsfähigkeit ist neben dem stabilen Metallrahmen die Beschaffenheit des Displayglases, das mit mehreren Schutzschichten versehen ist. Die Rückseite unseres Testgeräts bestand zudem aus kratz- und schlagfestem Nylongewebe, was auch unempfindlich gegen Fingerabdrücke ist. Hier gibt es höchstens Laufmaschen.

Oberklasse-Technik

Auch mit den Technikdaten protzt Motorola: Schneller Achtkern-Prozessor, 3 Gigabyte Arbeitsspeicher, AMOLED-Display mit 2560×1440 Pixeln, 32 GB Speicher plus Erweiterungsmöglichkeit, wobei der Steckplatz mit einem Adapter auch für eine zweite SIM-Karte genutzt werden kann.

Die Messungen im Test entsprachen dann in vielen Punkten den Erwartungen: Überragende Akkulaufzeit, kontrastreiche Darstellung und schneller Prozessor. Doch hier zeigt sich auch, dass Motorola die Hitzeentwicklung des Snapdragon 810 nicht in den Griff bekommen hat. Wir hatten anfangs überragende Ergebnisse gemessen, doch mit jedem weiteren Durchlauf sanken die Werte, bei Antutu von anfänglichen 82.000 Punkten bis runter auf 54.000. Das entspricht in etwa den üblichen Werten für diese CPU.

Sehr breite Bauweise, mittelmäßige Kamera

Zu den Mankos des Moto X Force gehören die Abmessungen. Mit 5,4 Zoll ist es zwar flächenmäßig nur geringfügig größer als die versammelte Klasse zwischen 5 und 5,2 Zoll, doch es ist ein ganzes Stück breiter, weil der seitliche Rahmen recht breit gearbeitet ist. Damit ist es selbst mit größeren Pranken nur unter großen Anstrengungen einhändig zu bedienen. 

Der zweite Minuspunkt betrifft wie schon so häufig bei Motorola die Kamera, genauer gesagt die sichtbar verrauschten Fotos bei schlechtem Licht. Die 23-Megapixel-Kamera macht bei Taghelligkeit gute bis sehr gute Aufnahmen, in der Dämmerung ist die Bildqualität noch knapp ausreichend. Dazu kommt die schwache Kamera-App, mit der sich kaum Einstellungen vornehmen lassen. Hier sei eine Zusatz-App wie Camera ZOOM Fx empfohlen. 

700 Euro plus Zubehör

Trotz knapp 700 Euro Neupreis muss je nach Bedarf noch Zubehör nachgekauft werden. Denn das Spezial-Ladekabel, dass den Akku sehr schnell wieder volllädt, hat keinen integrierten USB-Adapter; zum Anschluss an einen PC fehlt das Kabel. Auch ein Headset liegt nicht im Karton. Hier lässt sich als Gegenargument anführen, dass die meisten beigelegten Kopfhörer wenig taugen und es sinnvoller ist, einen hochwertigeren zu kaufen. 

Nylon-Rückseite mit Kamera (Quelle: t-online.de)Nylon-Rückseite mit Kamera (Quelle: t-online.de)

Kaufinteressierte sollten beim "Moto Maker" vorbeischauen. Dort lässt sich der interne Speicher auf 64 GB aufstocken (+ 45 Euro) und die Farben individuell aussuchen. Wahlweise gibt es die Rückseite in Softgrip, Nylon oder Echtleder (+ 20 Euro). Von einer persönlichen Gravur ist allen abzuraten, die es irgendwann später weiterverkaufen wollen.

Fazit

Das Motorola Moto X Force setzt Maßstäbe bei der Stabilität und der Akkulaufzeit. Mit der Nylon-Rückseite fühlt es sich auch gut an – es ist der Gegenentwurf zum Samsung Galaxy S6 und Sony Xperia Z5 mit ihren zerbrechlichen Glas-Rückseiten. Trotzdem: Für knapp 700 Euro darf man ein besseres Kühlkonzept für den Prozessor und eine bessere Kamera erwarten. 

Motorola Moto X Force: StärkenSchwächen
+ Sehr gute Akkulaufzeit + Schnellladefunktion- USB-Verbindungskabel fehlt, kein USB Typ C
+ Stabilität- recht dick, breite Seitenränder
+ Haptik und Verarbeitung- kein Fingerabdrucksensor
+ Spitzen-Ausstattung- CPU mit Hitzeproblem
+ Kontrastreiches, hoch auflösendes AMOLED-Display- schwache Fotos bei wenig Licht, schwache Kamera-App
+ Zweiter Steckplatz wahlweise für MicroSD oder Dual-SIM- Android 5.1 ab Werk, 6.0 erst nach Update
+ über Moto Maker individuell konfigurierbar- hoher Preis

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