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LG G5 im Test: LG-Flaggschiff überzeugt und patzt zugleich

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LG G5 im Test  

LG-Flaggschiff überzeugt und patzt zugleich

22.04.2016, 17:07 Uhr |

LG G5 im Test: LG-Flaggschiff überzeugt und patzt zugleich. Das LG G5 ist das neue Top-Smartphone von LG und löst das G4 ab. (Quelle: Hersteller)

Das LG G5 ist das neue Top-Smartphone von LG und löst das G4 ab. (Quelle: Hersteller)

Enttäuschungen hängen auch immer davon ab, was man vorher erwartet hat. Vom neuen LG-Flaggschiff versprachen wir uns viel: Schon der Vorgänger war fast durchweg gelungen. Außerdem versprach LG unter anderem ein modulares Metallgehäuse mit Wechselakku. Doch die Patzer, die sich das G5 leistet, kommen auch von einer unerwarteten Seite.

Mit dem G5 hat LG sein Vorzeigemodell weitgehend neu definiert. Statt 5,5 Zoll orientieren sich die Koreaner jetzt an den Konkurrenzmodellen, die ein Stück kleiner sind. Mit 5,3 Zoll ist das G5 spürbar handlicher.

Unter der Haube des neuen Smartphones wurde ordentlich aufgerüstet. Als Prozessor kommt der neue Snapdragon 820 zum Einsatz, zusammen mit jetzt 4 Gigabyte Arbeitsspeicher knackt diese Kombination Benchmark-Rekorde. Auch die Kamera, die schon im G4 großartig war, erhielt eine Verbesserung.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Scharfe Kanten

Am Gehäuse des G5 spürt man rund um die Rückseite eine unangenehm scharfe Kante. Ob das ein Vorserienfehler ist, können wir nicht sagen. Kaufwillige sollten das Gerät vor ihrer Entscheidung auf jeden Fall in die Hand nehmen.

Die Rückseite besteht nicht vollständig aus Metall, sondern hat eine Kunststoffbeschichtung. Deshalb fühlt sich das G5 auch nicht so hochwertig an wie etwa ein HTC One oder ein iPhone. Das für LG typische Multifunktionselement musste einem einfachen Ein-Aus-Knopf weichen, in dem auch der Fingerabdrucksensor integriert ist. Die Lautstärkewippe befindet sich jetzt an der linken Seite. Schade – die Wippe auf der Rückseite hatte uns gut gefallen.

Kleiner Akku mit langer Laufzeit

Das Alleinstellungsmerkmal des G5 ist das Austauschmodul. Die untere Kante lässt sich aus dem Gehäuse ziehen und durch ein anderes Modul ersetzen. Dadurch kann auch der Akku getauscht werden. Insgesamt zwei Module, die zusätzliche Kamera- und HiFi-Verbesserungen bieten, wurden angekündigt, uns aber nicht mitgeliefert, so dass wir sie nicht testen konnten.

Der Akku kann durch diese Bauweise nicht jeden Millimeter Platz nutzen, die Kapazität liegt deshalb nur bei 2800 mAh. Trotzdem hielt er im Dauertest knapp fünf Stunden durch, also satte 40 Minuten länger als das G4 mit nominell größerem Akku. Es sollte also kein Problem sein, damit über den Tag zu kommen – je nach Nutzung auch über zwei.

LG G5 mit Geschwindigkeitsrekord

Beim Antutu-Benchmark, der mehrere Geschwindigkeitstests zusammenfasst, setzte sich das G5 mit über 137.000 Punkten an die Spitze unserer Rangliste, die bislang vom Samsung Galaxy S7 und vom Apple iPhone 6s angeführt wurde. Bei den Web-Benchmarks bleibt dagegen das iPhone an der Spitze. Vergleicht man das G5 mit seinem Vorgänger, besteht ein echter Klassenunterschied.

Am Bildschirm gibt es wenig auszusetzen. Die QHD-Auflösung (2160×1440 Pixel) sorgt für Schärfe, der Kontrast ist dank OLED-ähnlicher Schwarzwerte sehr gut. Der Bildschirm könnte allerdings etwas heller sein. Die Helligkeitsverteilung ist nicht perfekt, doch das ist nur bei großen einfarbigen Flächen sichtbar.

LG G5Technische Daten
Bildschirm5,3" (13,5) cm, 2560×1440 Pixel, IPS
CPUSnapdragon 820, 4 Kerne
Speicher4 GB RAM / 32 GB (erweiterbar) 
Kameras hinten / vorne16 + 8 MP / 8 MP
Akku 2800 mAh, austauschbar
Betriebssystem Android 6.0
BesonderheitenUSB Typ C, Infrarot, Zusatzmodule gegen Aufpreis
Maße, Gewicht149,4 × 73,9 × 8,6 mm, 159 g
Verfügbarkeit / Preisvier Farbvarianten / 699 Euro

Kein App-Menü, Facebook vorinstalliert

Die vorinstallierte Software dürfte nicht jedem gefallen, LG hat Android stark verändert, unter anderem fehlt das App-Menü. Alle Apps befinden sich daher auf den Homescreens. Einzelne Apps lassen sich zwar ausblenden, doch dann sind sie außer Reichweite – wäre folglich nur für Apps sinnvoll, die man nicht gezielt über das Icon aufruft. Wer ein App-Menü haben möchte, kann einen Launcher nachinstallieren.

Auch die vorinstallierten Anwendungen laden zu Kritik ein. Apps wie Facebook, Instagram oder Evernote befinden sich bereits auf dem Gerät und lassen sich nicht löschen, sondern nur deaktivieren.

Fazit: Gutes und gleichzeitig enttäuschendes Smartphone

Das G5 bringt LG wieder in Schlagdistanz zur zuvor enteilten Konkurrenz. Vor allem der Prozessor Snapdragon 820, der nicht unter Hitzeproblemen leidet wie sein Vorgänger, und der satte Arbeitsspeicher sind eines Top-Smartphones würdig. Auch die Kamera ist exzellent. Neu ist die zweite Linse mit größerem Weitwinkel, diese Idee hatte LG bereits bei der Frontkamera des V10. Keine Frage: Das G5 besitzt eine der besten Smartphone-Knipsen auf dem Markt, mit dem sich nur das Galaxy S7 messen kann. Auch das Display ist sehr gut, der Akku zeigt keine Schwäche.

Die lausige Verarbeitung mit scharfen Kanten und einem unsauberen Übergang zwischen Gehäuse und Einsteckmodul verderben das Gesamtergebnis. Auch der Kunststoffüberzug auf der Rückseite entspricht nicht den Erwartungen, die LG zuvor geweckt hatte. Zumindest fragwürdig sind die Android-Modifikationen und die vorinstallierten Apps.

LG G5: VorteileNachteile
+ Display-Auflösung- Displayhellgkeit
+ Kontrast und Schwarzwert- mäßige Verarbeitung
+ Kameras- eigenwillige Android-Interpretation
+ CPU-Tempo- vorinstallierte Zwangs-Apps
+ Akkulaufzeit
+ Zusatzmodule mit Wechselakku




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