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Apple Music löscht Musikdaten von Komponisten ungefragt

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122 Gigabyte Daten weg  

"Apple hat meine Musik gestohlen"

06.05.2016, 16:21 Uhr | Angela Gruber, Spiegel Online

Apple Music löscht Musikdaten von Komponisten ungefragt. Apple Music auf dem iPhone. (Quelle: Hersteller)

Apple Music auf dem iPhone. (Quelle: Hersteller)

Ein Komponist behauptet, der Streamingdienst von Apple habe die auf seinem Rechner gespeicherte Musik gelöscht. Sein Blogbeitrag verbreitet sich rasant – aber hat er überhaupt recht?

Man merkt Komponist James Pinkstone seine Empörung in jedem Satz an. Auf dem Blog "Vellum" beschreibt er, dass 122 Gigabyte an eigenen Musikdaten von seinem Laptop verschwunden sind. Gelöscht wurden. Nicht von Pinkstone selbst, beschwört er die Leser – sondern von Apple. Genauer gesagt durch den Musikstreamingdienst des Konzerns, Apple Music.

"Apple hat meine Musik gestohlen. Ernsthaft", lautet die Überschrift von Pinkstones Beitrag. Pinkstone hat Apple Music abonniert und beschreibt das Problem mit dem Dienst aus seiner Sicht wie folgt: Nachdem er sich für Apple Music angemeldet habe, habe iTunes sich durch sein großes Archiv an Musikdateien gewühlt und die Ergebnisse abgeglichen mit den Datenbanken von Apple. Bei einem Match habe es die lokal gespeicherte Originaldatei gelöscht, behauptet Pinkstone.

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Gab es kein Match, zum Beispiel wenn es sich um ein von Pinkstone selbst komponiertes Lied handelte, habe Apple die Datei an sich gezogen und in die Datenbank von Apple gespeichert, während es auch in diesem Fall die Originaldatei auf Pinkstones Laptop gelöscht habe.

Viele berichten von ähnlichen Erlebnissen mit Apple

"Apple bietet mir jetzt meine eigene Musik an. Die kann ich aber gar nicht mehr anhören, wenn ich keine WLAN-Verbindung habe", empört sich Pinkstone. In vielen Fällen, bei denen Apple außerdem ein Match erkannt haben will, sei gar keins vorhanden. Apple habe wertvolle Versionen von Titeln gelöscht und verweise ihn nun auf Standard-Titel in seiner Datenbank. "Wenn ich mir 'Taxi Driver' auf Netflix ansehe, dann kommt Netflix nicht zu mir nach Hause und klaut meine 'Taxi Driver'-DVD", schreibt Pinkstone.

Zahlreiche Nutzer reagierten in sozialen Netzwerken auf Pinkstones Leidensgeschichte. Und berichteten von ähnlichen Erlebnissen mit Apple und verlorenen Dateien. Dieser Nutzer behauptet, Apple habe Live-Mitschnitte mit Studioaufnahmen gleichgesetzt – und die Live-Versionen seiner Songs gelöscht:

Andere Nutzer machten Pinkstone selbst für die Löschung der Daten verantwortlich. "Apple Music hat sicherlich einige Probleme und die Matching-Algorithmen sind nicht toll. Aber das beschriebene Verhalten hat nichts damit zu tun, wie der Dienst funktioniert", schreibt Bloggerin Serenity Caldwell auf "iMore".

Der Dienst erstelle in Referenz der Originaldateien eine zweite Musikbibliothek für den Nutzer, die Originaldateien blieben aber unberührt. Caldwell vermutet, Pinkstone habe einen Fehler gemacht und so unwillentlich die Dateien gelöscht. Das könne zum Beispiel passieren, wenn man sich die Musikbibliothek von iCloud auf seinen Mac-Rechner lädt. Dann spart man Speicherplatz und kann seine Musik streamen. Für diese Option wird die lokale Datei gelöscht – wenn man im aufpoppenden Dialogfenster die Option "Remove Download" anwählt.

Diese Option eignet sich deshalb laut Caldwell nur für Kopien der Originalbibliothek – Pinkstone könne sie aus Versehen für Master-Kopien angewählt haben, mutmaßt die Bloggerin.

Wir leihen uns Filme und Musik, besitzen sie aber nicht mehr

Unabhängig davon, ob Pinkstone oder Caldwell recht haben: Die Aufregung im Netz ist groß. Denn Pinkstones Anekdote verweist auf ein größeres, grundsätzliches Problem, das das immer weiter verbreitete Streamen von Inhalten hervorruft: Wer Netflix, Maxdome, Apple Music oder andere Streaming-Anbieter nutzt, kauft das Recht, sich den Film im Netz anzusehen, die Musik online anzuhören.

Eine physische Kopie der Inhalte, die er unabhängig von den Diensten nutzen könnte, hat man damit nicht eingekauft. Endet das Netflix-Abo, kann man nichts mehr anschauen. Die Nutzung ist gekoppelt an Abonnements, und damit an die Nutzungsbedingungen der großen Tech-Firmen.

Für den unglücklichen Komponisten indes ging die Sache noch glimpflich aus: Er konnte auf ein mehrere Wochen altes Backup seiner Daten zurückgreifen und so zumindest Teile seiner Musik wiederherstellen. 

Weitere spannende Themen finden Sie auf unserer Digital-Startseite.

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