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Wo die Liebe hinfällt  

Amerikaner "heiratet" sein iPhone

02.07.2016, 10:26 Uhr | t-online.de

Enge Bindung: Mann heiratet sein Smartphone

Es ist eine dieser höchst romantischen Geschichten, wie sie wohl nur Las Vegas hervorbringen kann. Die Braut trägt wie so oft weiß, allerdings ist sie ungewöhnlich klein. Die Braut ist ein Smartphone.

Enge Bindung: Mann heiratet sein Smartphone


Das ist sogar für Las Vegas schon fast zu verrückt: Aaron Chervenak hat so starke Gefühle für sein iPhone entwickelt, dass er es heiraten wollte. Die "Little Las Vegas Chapel" erfüllte ihm seinen Wunsch. Hinter der Aktion steckt eine ernst gemeinte Warnung.

In einem pinkfarbenen Cadillac fuhr Chervenak vor. Sein iPhone wartete schon ganz in weißes Silikon gehüllt vor dem Altar. Auf der Rückseite des Apple-Smartphones war der Ehering befestigt – mit dem sich das iPhone übrigens sehr praktisch anstecken und halten lässt. Nach einer kurzen Rede des Kapellen-Besitzers Michael Kelly gelobte der Mann, der extra aus Los Angeles angereist war, seinem Telefon ewige Liebe und Treue. "Es ist mir eine Ehre und mein Privileg, Sie zu Mann und Smartphone zu erklären", mit diesen Worten schloss Kelly die Zeremonie ab.

Leidenschaftlicher iPhone-Liebhaber

Doch leider wird die Ehe vom US-Bundesstaat Nevada nicht akzeptiert. Chervenak fühlt sich dennoch nicht als Sonderling. Für ihn war die ganze Zeremonie ein Test und eine Botschaft an die Gesellschaft. Denn seiner Meinung nach ist ein Smartphone für die meisten Menschen kein schnöder Gebrauchsgegenstand.

"Wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, führen wir eine vielschichtige emotionale Beziehung zu unseren Telefonen", sagt Chervenak in einem YouTube-Video. "Wir suchen bei ihnen Trost, um uns zu beruhigen, und schlafen mit ihnen ein." Michael Kelly, der Besitzer der "Little Las Vegas Chapel", sieht das ganz ähnlich. Schließlich begleiten Smartphones viele Menschen rund um die Uhr und sind oft das Erste, mit dem sich ihr Besitzer am Morgen beschäftigt. In diesem Sinne führte Chervenak seine bisher längste Beziehung mit seinem iPhone.

Wie Smartphones das Gehirn verändern

Die Aktion ist übrigens kein PR-Gag von Apple, sondern von dem Software- und Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab. Unter dem Schlagwort "Digitale Amnesie" warnt der für Antivirensoftware bekannte Hersteller vor Auswirkungen von Smartphones und anderen internetfähigen Geräten auf das menschliche Gehirn.

Studien zu psychologischen und neurologischen Langzeiteffekten steckten zwar noch in den Kinderschuhen. Kaspersky konnte in einer eigenen Studie (PDF) aber beunruhigende Anzeichen für zunehmende Vergesslichkeit und Internetsucht feststellen. Frauen wie Männer aller Altersgruppen verlassen sich demnach immer mehr auf das Internet als Informationsspeicher.

"Das Vertrauen, dass wir in digitale Geräte setzen, ähnelt einer menschlichen Beziehung", kommentierte die Neurowissenschaftlerin Kathryn Mills die Studie. "Wiederholte Erfahrungen mit einem verlässlichen Individuum bilden ein Schema oder eine Verknüpfung in unserem Gedächtnis". Dieses Schema könnte auch auf digitale Geräte übertragen werden.

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