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Blackberry stellt Smartphone-Entwicklung ein

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Keine eigene Hardware mehr  

Blackberry hängt die Smartphone-Entwicklung an den Nagel

29.09.2016, 07:22 Uhr | dpa

Blackberry stellt Smartphone-Entwicklung ein. Blackberry entwickelt keine Smartphones mehr. (Quelle: dpa)

Blackberry entwickelt keine Smartphones mehr. (Quelle: dpa)

Die andauernden Verluste veranlassen den Smartphone-Pionier Blackberry zu einen drastischen Schritt: Das Unternehmen gibt die Entwicklung von Smartphones auf und lagert diese Aufgabe an einen Partner aus. Das kündigte Blackberry-Chef John Chen am Mittwoch an.

Ein Beispiel für die neue Strategie sei ein Telekom-Gemeinschaftsunternehmen in Indonesien, in dem Blackberry sich auf die Software-Entwicklung fokussiert. Blackberry hatte die Anfangsjahre des Smartphone-Geschäfts geprägt, seine Geräte wurden jedoch von Telefonen mit dem Android-Betriebssystem von Google und dem iPhone von Apple verdrängt. Der Marktanteil war zuletzt auf die Marke von 0,1 Prozent geschrumpft.

Fokus auf Software und Dienstleistungen

Chen richtet Blackberry nun vor allem auf das Geschäft mit Software und Dienstleistungen für Unternehmen aus und will so im laufenden Geschäftsjahr aus der Verlustzone kommen. Er hatte wiederholt angekündigt, dass er aus dem Hardware-Geschäft aussteigen werde, wenn dieses nicht aus den roten Zahlen kommt. Erwogen wurde auch schon, das eigene Betriebssystem aufzugeben und auf Android umzusteigen.

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Millionen-Verlust mit Lichtblick am Horizont

In dem Ende August abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal verbuchte Blackberry einen Verlust von 372 Millionen US-Dollar nach einem kleinen Gewinn von 51 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel von 490 auf 334 Millionen Dollar. Analysten hatten zwar mit höheren Erlösen gerechnet, doch unter dem Strich fiel das Ergebnis besser als erwartet aus. Das Unternehmen hob zudem den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr an.

"Wir erreichen mit unserer Strategie einen Wendepunkt", verkündete Vorstandschef Chen. Im zweiten Quartal sei der Software-Umsatz im Jahresvergleich verdoppelt worden. "Unsere finanzielle Basis ist stark und unsere Neuausrichtung auf Software greift." Auch Anleger reagierten positiv. Die Blackberry-Aktie legte am Mittwoch im vorbörslichen US-Handel zunächst um rund sechs Prozent zu. Seit Jahresbeginn hat der Kurs allerdings 15 Prozent eingebüßt.

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