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Deutscher iPad-Konkurrent WeTab enttäuscht Kunden

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WeTab enttäuscht erste Käufer

23.09.2010, 15:11 Uhr | t-online.de, t-online.de

Deutscher iPad-Konkurrent WeTab enttäuscht Kunden. Der Geschäftsführer der Firma Neofonie Technologieentwicklung und Informationsmanagement GmbH, Helmut Hoffer von Ankershoffen, präsentiert das WePad. (Foto: dpa)

Der Geschäftsführer der Firma Neofonie Technologieentwicklung und Informationsmanagement GmbH, Helmut Hoffer von Ankershoffen, präsentiert das WePad. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Ruckelnde Videos, fehlende Multitouch-Unterstützung und ein lauter Lüfter: Die ersten Käufer sind vom WeTab enttäuscht und machen ihrem Ärger im offiziellen Forum des Herstellers auf Facebook Luft. Das Gerät sei schwerer als zunächst versprochen, und auch von einem Lüfter, der bei hoher Rechenlast hörbar den Prozessor kühlen muss, sei zuvor nicht die Rede gewesen. Der Hersteller verspricht, insbesondere bei den fehlenden Software-Funktionen mit Updates zeitig nachzubessern. Ein fader Beigeschmack bleibt jedoch: Viele der Erstkäufer hatten das Gerät vor Monaten vorbestellt, das jetzt ausgelieferte WeTab unterscheidet sich jedoch zum Teil maßgeblich von der zuerst vorgestellten Version.

Monatelang hatten sie warten müssen, und jetzt das: Die ersten Käufer des einst als deutschen iPad-Konkurrenten gelobten WeTab müssen einige Kröten schlucken, wenn sie in diesen Tagen ihren heiß ersehnten Tablet PC auspacken. Schwerer ist es als ursprünglich geplant, fast ein Kilo wiegen nun beide Ausführungen des Tablet PC – fast 200 Gramm mehr als in den Datenblättern des Prototypen angekündigt. Außerdem enthält das WeTab nun einen Lüfter zum Kühlen des Prozessors. Das ist für Mobilgeräte unüblich, obendrein soll der kleine Ventilator bei hoher Prozessorlast deutlich hörbar lossausen.

Fehlendes Multitouch erzürnt WeTab-Käufer

Besonders übel nehmen die Käufer dem Hersteller jedoch, dass es bei den zuerst ausgelieferten Geräten noch keine Unterstützung für die Bedienung mit mehreren Fingern gibt. Die als Multitouch bekannte Funktion, die beim Apple iPad und anderen Tablet PC zum Standard gehört, soll erst in den kommenden Tagen und Wochen per Softwareupdate nachgeliefert werden, so der Hersteller. Der hatte schon vor dem offiziellen Verkaufsstart verkündet, dass das WeTab nun eigentlich kein Konkurrent für das iPad mehr sein solle. "Es ist ein vollwertiger Computer, der mit Netbooks konkurriert", zitierte da die Welt Helmut Hoffer von Ankershoffen, Erfinder des Tablet PC und Geschäftsführer der WeTab GmbH. Das iPad sei bloß ein Zusatzgerät, während das WeTab ein kompletter Mobilcomputer sein soll.

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Dass das WeTab mit dem iPad nicht mithalten kann sagt auch Käufer Mathias L. auf Facebook. Das System des WeTab laufe zwar flüssiger als auf alten Ankündigungsvideos, es hake aber dennoch an einigen Punkten. "Flash-Videos laufen ruckelig [...], Open-Office kann man mit den Fingern kaum bedienen und der Touchscreen ist teilweise schwergängig." Er wolle sein WeTab zurückgeben und sich nach Alternativen umsehen. Auch Mohammad B. ist enttäuscht: "Ich habe gestern mein WeTab bekommen und werde es morgen wieder zurück geben. Ich habe mich so riesig darauf gefreut, aber das ist eine einzige Enttäuschung."

Hoffen auf versprochene Software-Updates

So äußern sich viele Käufer der ersten Stunde, während andere zum Abwarten aufrufen. Facebook-Nutzer Andre B. schreibt: "Es gibt noch Bugs! Diese werden jedoch in den nächsten Tagen durch Updates behoben. [...] Wenn es all die Funktionen hat, die durch die Updates hinzukommen, da kann erst objektiv über das WeTab geurteilt werden!" Lobend erwähnen andere außerdem das ordentliche Display und die angenehme Bedienung. Tatsächlich könnte sich Geduld für die Käufer der ersten Stunde lohnen. Der Hersteller des WeTab hatte das Betriebssystem in den vergangenen Monaten noch einmal kräftig umkrempeln müssen, um es für den verwendeten Intel-Prozessor zu optimieren. So wird das System nicht wie ursprünglich geplant auf der Linux-Variante Ubuntu basieren, sondern auf dem von Intel und Nokia gemeinsam entwickelten MeeGo, das ebenfalls auf Linux basiert.

Schon bei einer Vorstellung des fertigen Gerätes vor Journalisten hatte es deshalb Kritik an der unfertigen Software-Plattform gehagelt. So protokollierte die Bild-Zeitung die fehlenden Features: "Videotelefonie per Skype, Kopieren und Einfügen von Text, Öffnen von Bildern oder PDFs und der AppStore, in dem viele Android-Apps zu finden sein sollen. Auch das Umstellen der Bediensprache (Englisch auf Deutsch) klappte nicht." Unter dem Strich zogen die Tester jedoch ein wohlwollendes Fazit. "Zusammenfassend war der erste Eindrucke vom WeTab - zumindest was die Hardware betrifft - durchaus positiv", schreibt etwa die PC Welt. Weil jedoch praktisch keine der installierten Applikationen bisher für die Touch-Bedienung optimiert sei, lasse sich die komplette Bedienerfahrung nicht letztlich beurteilen.

So sollten Interessenten tatsächlich erst einmal abwarten, bevor sie sich für den Kauf des WeTab entscheiden. Wenn die fehlenden Funktionen nachgerüstet sind, wird sich das volle Potential des WeTab zeigen. Es ist durchaus möglich, dass das Gerät dann trotz Lüfter und hohem Gewicht überzeugen kann. Auch die ersten Kunden müssen sich nicht grämen – kommen die versprochenen Software-Updates, könnte sich das WeTab noch als Gerät beweisen, das wirklich Spaß macht.

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