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Amazons Kindle Fire auf Aufholjagd zum Apple iPad

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Amazons Kindle Fire jagt das iPad

31.01.2012, 16:02 Uhr | Andreas Lerg

Amazons Kindle Fire auf Aufholjagd zum Apple iPad. Amazon Kindle Fire (Quelle: Amazon)

Amazon Kindle Fire (Quelle: Amazon)

Amazon hat mit seinem Tablet-PC, dem Kindle Fire, in den USA einen Volltreffer gelandet. Der Marktanteil wuchs in den drei Monaten seit Einführung dermaßen rasant, dass Samsung mit seinem Galaxy Tab bereits knapp überholt wurde. Geht jetzt die Aufholjagd auf das iPad los? Der Tablet-PC von Apple ist bisher unangefochtener Marktführer.

Amazon stellte Mitte November 2011 in den USA seinen neuen Tablet-PC Kindle-Fire zum sehr günstigen Kampfpreis vor. Das erklärte Ziel: Gegen Apple antreten und dessen iPad Paroli bieten. Der Tablet-PC des Online-Handelskonzerns kostet mit 199 US-Dollar (etwa 147 Euro) deutlich weniger als die Hälfte der günstigsten iPad-Variante (499 US-Dollar). Dafür hat das Kindle Fire nur einen sieben Zoll großen Bildschirm und verzichtet auf Mobilfunk. Ob und wann das Kinde Fire auch in Deutschland auf den Markt kommt, konnte Amazon auf Nachfrage von t-online.de nicht sagen.

Amazon Kindle Fire verkauft sich wie geschnitten Brot

Der US-Marktanteil des Kindle Fire wächst beinahe explosionsartig. (Quelle: Flurry Analytics)Der US-Marktanteil des Kindle Fire wächst beinahe explosionsartig. (Quelle: Flurry Analytics) Beinahe explosionsartig wächst der Marktanteil des Kindle Fire seit dem Marktstart im November 2011. Das zeigt eine Statistik der US-Firma Flurry, die "App-Sessions" auswertet. Darunter versteht man die Nutzung einer App vom Start bis zum Schließen der App. Hatte das Amazone Kindle Fire im November bei den App-Sessions noch einen Anteil von drei Prozent, so sind es im Januar 2012 bereits 36 Prozent. Damit liegt das Amazon-Tablett ganz knapp vor Samsung. Alle anderen Android-Tablets folgen mit deutlichem Abstand.

Größter Kritikpunkt scheint Erfolgsgarant zu sein

Ausgerechnet die Eigenschaft, die bei vielen Bewertungen für die meiste Kritik sorgte, scheint für den Erfolg des Amazon Kindle Fire zu sorgen: Die von Amazon sehr stark modifizierte Bedienoberfläche von Android 2.3 "Gingerbread". Amazon hat das Betriebssystem so stark modifiziert und angepasst, dass es kaum noch wiederzuerkennen ist. Sogar ein eigener Webbrowser namens Silk hat Amazon entwickelt. Amazon realisiert damit einige Dienste, die unmittelbar mit der eigenen Plattform verbunden sind. Dazu gehören:

  • Ein eigener AppStore, der Googles Marketplace ersetzt.
  • Ein Kindle Store für E-Books und digitale Magazine.
  • Einen Kindle-Musikstore.
  • Einen Kindle-Film- und Videostore.
  • Eine eigene Cloud im Internetunter anderem fürs Medienstreaming.
  • Den Zugang zum kompletten Amazon-Marktplatz

Amazon kann Apples iPad tatsächlich Konkurrenz machen

Wie der starke Marktzuwachs belegt, hat Amazon mit dem Kindel Fire gute Chancen, Apple und das iPad einzuholen. Dafür gibt es mehreren Gründe: Amazon hat einen gigantischen Kundenstamm, der eine hohe Treue zu dem Online-Händler hat. Und Amazon kann den Tablet-PC mit sehr vielen Diensten und Angeboten vernetzen, die diese Kunden sowieso nutzen. Das beginnt beim Marktplatz mit den unzähligen Waren. Aber gerade auch die digitalen Angebote im Kindle Store wie E-Books, Musik, Videos und anderen Medien machen das Gerät nicht nur für Amazon-Kunden attraktiv. Amazon hat damit etwas vergleichbares wie iTunes zu bieten. Zudem hat sich der E-Book-Reader Kindle und der dazugehörige digitale Buchladen als Erfolgsmodell bewährt.

Kampfpreis des Amazon Kindle Fire ärgert Konkurrenz

Obwohl in den letzten Monaten einige Tablet-PC auf den Markt kamen, hält Apple mit dem iPad immer noch über 75 Prozent des Marktes. Das Billig-Tablet von Amazon hat zur Aufholjagd angesetzt und wird für andere Anbieter von Android-Tablets zur bitteren Pille. Denn der Kampfpreis, den Amazon hier aufruft, könnte die anderen zwingen, ihre Geräte billiger zu machen. Amazon verkauft das Kindle Fire angeblich unter dem Einstandspreis, legt also bei dem gerät drauf. Dennoch rechnet sich dass, denn die Differenz und mehr holt das Unternehmen durch die Verkäufe von Medien über den Kindle-Store mehrfach wieder herein. Allerdings müsste Amazon das Gerät auch in Europa und Deutschland an den Start bringen, um sich auch hier Marktanteile zu sichern.

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