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iPad 3 im Test: Fachpresse deckt Schwächen des neuen iPads auf

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Ist das neue iPad-Display zu scharf? Das sagt die Fachpresse

02.04.2012, 11:38 Uhr | Yaw Awuku

iPad 3 im Test: Fachpresse deckt Schwächen des neuen iPads auf. Das Retina-Display des neuen iPad birgt einige Tücken. (Quelle: AFP)

Das Retina-Display des neuen iPad birgt einige Tücken. (Quelle: AFP)

Seit Mitte März steht Apples neues iPad in den Läden. Doch nachdem zum Verkaufsstart des neuen Tablet-PC La-Ola-Wellen veranstaltet wurden, flaut die anfängliche Begeisterung bereits ab – zumindest in der Fachpresse. Denn der Nachfolger des iPad 2 hat ein paar markante Schönheitsfehler. Nicht nur die nutzlose LTE-Funktion für Europa sorgt für Kritik, sondern auch das hochauflösende Retina-Display und der iPad-Akku bringen Tücken mit sich.

In einem Punkt ist sich die Fachpresse weitgehend einig: "Apples neues iPad ist das beste Tablet, dass man für Geld kaufen kann", urteilte zum Beispiel das britische IT-Magazin CNET. Besonders die 5-Megapixelkamera, mit der sich Videos in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) aufnehmen lassen kommt gut an. Einen Vergleich mit der aktuellen Android-Konkurrenz hält das aktuelle iPad locker stand. Doch lohnt sich auch der Umstieg für Besitzer eines iPad 2?

Ein Display mit Tücken

Größtes Plus des neuen Tablet-PC ist sicher das einzigartige Display. Mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel ist es deutlich schärfer als das eines jeden anderen Tablet-PC auf dem Markt und stellt auch einen Full-HD-Fernseher mit einer üblichen Auflösung von 1920 x 1080 Pixel in den Schatten. Nach Aussage des US-Magazins Techradar lassen sich Internetseiten dank der höheren Auflösung besser lesen. Dabei erlaube das Display einen ausgesprochen weiten Blickwinkel, sagt das britische IT-Magazin CNET. "Texte und hochauflösende Bilder sehen aus wie aus einer anderen Welt", schreibt das Magazin The Verge in heller Begeisterung.

Computer-Video 
Schlangestehen für das neue iPad

München: Hunderte stehen für das neue Apple-Produkt an. Video

Hohe Auflösung frisst Speicher

Dennoch bringt das ultra-scharfe iPad-Display auch einige Nachteile mit sich. In einem ersten Test des deutschen Magazins Mac & i kam das neue iPad beim Laden von Kartenmaterial auf Google Maps öfter ins Ruckeln als das iPad 2. Dies hänge damit zusammen, dass "mehr Kartendaten für die hohe Auflösung nachgeladen werden müssen", schreiben die Tester.

Zudem müssen für das neue iPad über kurz oder lang angepasste Apps mit hochauflösenden Grafiken her, um die Schärfe des Retina-Displays auch in anderen Anwendungen auszunutzen. Dies bereitet den Anbietern von grafikintensiven Magazin-Apps bereits Kopfschmerzen. Denn für das neue Display optimierte Grafiken können bis zu viermal mehr Speicher verbrauchen als auf dem iPad 2. Ein einzelnes Magazin für das neue iPad könne so etwa 500 Megabyte Speicher belegen. Sehr viel drastischer ist der Verbrauch von HD-Filmen und -Spielen, die mehrere Gigabyte beanspruchen. Bei maximal 64 Gigabyte Speicherplatz wird es "ein Leichtes sein, das neue iPad schnell vollzustopfen", bemängelt Techradar.

Performance-Schub nicht immer spürbar

Der 1 Gigahertz starke A5X-Prozessor des neuen iPad verfügt über eine deutlich verbesserte Grafikeinheit. Diese ist für das hochauflösende Display auch dringend notwendig. Darüber hinaus hat das neue iPad einen Gigabyte Arbeitsspeicher – doppelt so viel wie beim iPad 2. Bei der Nutzung von gewöhnlichen Apps oder beim Surfen im Internet bringt dies zwar keinen markanten Geschwindigkeitszuwachs im Vergleich zum iPad 2 mit sich. Das ist allerdings kein Manko, denn bereits das iPad 2 lief flüssig. Anders sieht es bei der Spieltauglichkeit des neuen iPad aus. Hier setzt die verbesserte Grafikeinheit des aktuellen iPad laut CNET und Mac & i "neue Maßstäbe". Im Spielbenchmark erreichte das neue iPad doppelt so hohe Werte wie das iPad 2.

Mehr Strom für kürzere Laufzeiten

Was die Ausdauer des Akkus betrifft, kommen die Fachportale zu unterschiedlichen Ergebnissen. Laut dem US-Magazin Engadget hält die UMTS-Variante des neuen iPad knapp zehn Stunden durch. "Das ist gerade einmal eine halbe Stunde weniger als sein Vorgänger", schreibt Engadget. Ernüchternd fallen hingegen die Test-Ergebnisse von Mac & i aus. Demnach mache das neue iPad bereits nach 8,5 Stunden Videogucken schlapp. "Der Vorgänger schaffte beim gleichen Film 11,7 Stunden", schreiben die Tester. Auch andere Magazine berichten von einer kürzeren Laufzeit.

Zudem muss das neue iPad mit der fast doppelten Akkukapazität (42,5 Wattstunden) sehr viel länger an die Steckdose als das iPad 2 (25 Wattstunden). Beim Aufladen sollte das iPad am besten in Ruhe gelassen werden, stellten die Redakteure von golem fest. Läuft während des Ladevorgangs ein Spiel, "schafft es das Netzteil nur mit Müh und Not, das iPad 3 zu laden."

iPad wird heiß

Sorgen bereitete manchen Testern auch die Temperaturentwicklung des neuen iPads. Ohne ersichtlichen Grund "lief das iPad zu mehr als einer Gelegenheit ziemlich heiß", berichten zum Beispiel die Redakteure von Techradar.

Lohnt sich das neue iPad?

Das neue iPad bietet eine Menge Verbesserungen im Vergleich zu seinem Vorgänger – allen voran das Retina-Display. Der neue Prozessor ist schnell und ermöglicht grafisch sehr viel aufwendigere Apps für das iPad. Dennoch fallen die Verbesserungen zu gering aus, so dass die meisten Experten Besitzern eines iPad 2 kaum zum Umstieg raten. Ein Wechsel vom ersten iPad zum aktuellen Modell verspricht hingegen sehr viel mehr Vorteile. Denn immerhin kostet die günstigste Variante mit 16 GB Speicherplatz und Wi-Fi 479 Euro. Der Preis für das UMTS/HSPA-Modell mit 16GB liegt bereits bei 599 Euro. Das Spitzenmodell mit 64 GB und UMTS/HSPA soll 799 Euro kosten.

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