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Aldi-Tablet-PC: Medion Lifetab P9516 - echte iPad Alternative?

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Aldi überrascht mit neuem Tablet-PC

26.03.2012, 11:07 Uhr | t-online.de, t-online.de

Aldi-Tablet-PC: Medion Lifetab P9516 - echte iPad Alternative?. Medion Lifetab P9516 (MD95100) (Quelle: Hersteller)

Medion Lifetab P9516 (MD95100) (Quelle: Hersteller)

 

Wenige Tage nach Verkaufsstart des dritten iPad-Modells bietet auch Aldi einen neuen Tablet-PC an. Der Medion Lifetab P9516 (MD 99100) steht ab Donnerstag, 29. März, in den Filialen, kostet mit 399 Euro deutlich weniger als das Apple-Produkt und ist innerhalb von nur drei Monaten das zweite Tablet-Modell des Aldi-Hofliferanten Medion. Zusätzlich verkauft Aldi einen klassischen Tower-PC. Was taugen die Angebote?

399 Euro – das sind immerhin 80 Euro weniger als Apple für das neue iPad verlangt. Doch zum selben Preis gibt es mittlerweile seit zwei Wochen das Vorgängermodell iPad 2. Da stellt sich die Frage, ob der Aldi-Tablet mit seinem gleich teuren Konkurrenten mithalten kann und vielleicht sogar ein preiswerte Alternative zum iPad 3 darstellt.

Die technischen Daten des Medion Lifetab P9516 klingen ganz annehmbar: 10 Zoll Bildschirmdurchmesser (25,4 cm) mit 1280 × 800 Pixeln, Betriebssystem Android 3.2 mit Update-Aussicht auf Version 4.0, Doppelkernprozessor mit 1 GHz Taktfrequenz und 1 GB Arbeitsspeicher – das sind Leistungswerte, die auch das iPad 2 nicht übertreffen kann. Allerdings befindet sich das Medion-Tablet damit auch in guter Gesellschaft mit einer ganzen Reihe von anderen Tablets dieser Preisklasse. Immerhin: Nicht alle 400-Euro-Tablets kommen mit HDMI-Anschluss, UMTS-Modul mit Mobilfunkkarte, zwei Kameras und 32 GB internen Speicher, der per MicroSD-Karte erweitert werden kann. Via mitgeliefertem Adapterkabel lässt sich also ein USB-Stick anschließen. Für 399 Euro gibt's von Apple nur das iPad 2 ohne UMTS und 16 GB – ein Plus für Aldi.

Computer-Video 
Ein "iPad" für nur 150 Euro - geht das?

iPad und Co.: Worauf es beim Kauf eines Tablet-PC ankommt. Video

Aldi-Tablet ist ein schwerer Brocken

Das Medion Lifeteab P9516 wiegt allerdings satte 750 Gramm. Das sind etwa 30 Gramm mehr als der Vorgänger Lifetab P9514, der auch nicht gerade zu den Leichtgewichten gehörte, und fast 150 Gramm mehr als das iPad 2. Soviel Gewicht zerrt schnell an den Armen. Dafür soll der Akku des P9516 länger durchhalten als der des Dezember-Angebots P9514. Aldi verspricht bis zu 10 Stunden, was ein exzellenter Wert und ungewöhnlich großer Fortschritt wäre. Im Test des Lifetab P9514 von pcwelt.de kam das erste Aldi-Tablet seinerzeit auf nur 5,5 Stunden, der Discounter hatte aber 8 Stunden versprochen. Das iPad 2 lief der gesamten Konkurrenz mit 9,5 Stunden davon.

Abgesehen vom angeblich stärkeren Akku und einem zusätzlichen LED-Blitz für die Kamera unterscheidet das neue Aldi-Tablet bei den Leistungsdaten nur wenig vom älteren Modell. Das aktuelle Lifetab P9516 sieht allerdings anders aus, so sind zum Beispiel die Ecken deutlicher abgerundet. Es handelt sich folglich nicht um ein leicht modifiziertes Aldi-Tablet vom letzten Jahr. Die Äußerlichkeiten, Abmessungen und auch die technischen Daten legen den Schluss nahe, dass das neue Aldi-Tablet mit dem Lenovo Ideapad Tablet K1 baugleich ist. Das Lenovo-Tablet ist schon seit längerem auf dem Markt und schnitt in verschiedenen Tests eher durchwachsen ab. Das Fachmagazin connect vergab im Februar 2012 ein "Befriedigend", es landete bei drei getesteten Tablets auf dem dritten Platz. Die Tester attestierten dem Ideapad immerhin die beste eine Akkulaufzeit von 6:17 Minuten.

Die Zeitschrift Computer Bild testete Ende des vergangenen Jahres ebenfalls das Lenovo-Tablet neben vier Konkurrenzmodellen. Hier landete es mit einem "Ausreichend" abgeschlagen auf dem letzten Platz. Zur Abwertung führte unter anderem die durchgefallene CE-Prüfung; das Tablet stürzte ab, wenn sich der Nutzer beim Gehen über einen Teppich auflädt anschließend das das Tablet berührte. Auch hier lobten die Tester den Akku, der sogar über 12 Stunden vorhielt.

Fazit zum Aldi-Tablet: iPad 2 bleibt erste Wahl

Das Aldi-Tablet lockt mit einer überdurchschnittlichen Akkuleistung und recht vielen Anschlussmöglichkeiten. Aber: Das hohe Gewicht ist ein kräftiges Minus, und es gibt mehrere gute Alternativen. Für 10 Euro weniger gibt es das minimal kleinere, aber nur knapp 600 Gramm leichte Sony Tablet S (Video). Auch das 580 Gramm leichte Samsung Galaxy Tab 10.1N (Test) ist schon für etwa 400 Euro zu haben. Dafür kommen beide nur auf eine durchschnittliche Akkuleistung. Immerhin 70 Gramm leichter als das P9516 und zudem billiger ist das Asus Eee Pad Transformer TF101.

Allerdings: Das neue Aldi-Tablet kommt drei Wochen zu spät. Wer keine Vorbehalte gegen Apple hat, fährt mit dem iPad 2 am besten. Akku-Laufzeit, Handlichkeit, die unerreicht flüssige Bedienung und das mit Abstand größte Software-Angebot sprechen für das iPad 2. Für die Möglichkeit, auch im UMTS-Mobilfunknetz zu surfen, muss man bei Apple allerdings schon 480 Euro investieren.

Tower-PC mit 3-GHz-CPU für 499 Euro

Zusätzlich zum Tablet-PC hat Aldi auch einen klassischen Computer für 499 Euro im Angebot, den Medion Akoya P5350 D (MD8895). Der Kunststoff-Hochglanz-Tower ist mit dem Intel-Prozessor Core i5-2320 mit 3 GHz Takt, 4 GB Arbeitsspeicher und der Grafikkarte Nvidia GeForce GT530 bestückt. Die Festplatte speichert bis zu 1000 GB, zudem ist ein DVD-Brenner eingebaut. Die Schnittstellenausstattung ist reichlich; wie gewohnt gehört auch der Medion-typische "Datenhafen" dazu, der an der Oberseite des Gehäuses einen USB-3.0-Anschluss für eine Festplatte bereithält.

Wie bei vielen Aldi-Computern ist der für den Kaufpreis gebotene Gegenwert ordentlich. Der eingebaute Vierkern-Prozessor ist selbst für anspruchsvollere Aufgaben vollkommen ausreichend. Auch die Festplatte ist großzügig bemessen. Trotzdem ist das Gesamtpaket nicht ganz stimmig. Die Grafikkarte ist eher in der unteren Mittelklasse angesiedelt, auch ein Blu-ray-Laufwerk hätte besser in den Tower gepasst. Daher ist denjenigen, die einen PC mit schneller Grafik und Blu-ray-Laufwerk suchen, vom Kauf eher abzuraten. Eine nachträgliche Umrüstung ist wenig sinnvoll.

 
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