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Nexus Q, Google Glass und Nexus 7: Googles mächtige Kampfansagen

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Nexus 7: Google stellt eigenen Billig-Tablet-PC vor

29.06.2012, 09:31 Uhr | t-online.de, dpa, dpa

Nexus Q, Google Glass und Nexus 7: Googles mächtige Kampfansagen. Das Google Nexus 7 soll gegen Apple iPad und Amazon Kindle Fire antreten. (Quelle: dpa)

Das Google Nexus 7 soll gegen Apple iPad und Amazon Kindle Fire antreten. (Quelle: dpa)

Mit einem eigenen Tablet-PC, dem Google Nexus 7, will der Suchmaschinenriese gegen das Apple iPad antreten. Auf der Entwicklerkonferenz I/O stellte Firmen-Mitbegründer Sergej Brin das Gerät am Mittwoch vor. Mit einem Preis von umgerechnet gerade einmal 160 Euro soll es auch dem Kindle Fire von Amazon Konkurrenz machen. Neben dem Nexus 7 präsentierte Google auf der Konferenz auch die Augmented-Reality-Brille Google Glass sowie ein Home-Entertainment-System mit dem Namen Nexus Q. Details zum Nexus 7 in unserer Foto-Show.

Mit seinem sieben Zoll-Display (17,78 cm) ist das Nexus 7 kleiner als das Apple iPad, das eine Bildschirmdiagonale von 9,7 Zoll (24,77 cm) hat. Google machte deutlich, dass das Nexus 7 vor allem der Unterhaltung und dem Ansehen von Multimedia-Inhalten dienen soll und weniger als Arbeitsgerät gedacht ist. Google wird das Nexus 7 im Juli zunächst nur in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien in den Handel bringen. Doch über eine Markteinführung in Deutschland verlor der Google-Boss kein Wort. Das von Asus gebaute Tablet können Interessenten nur direkt bei Google bestellen.

Android 4.1 mit Spracherkennung und NFC

Als Betriebssystem läuft auf dem Google Nexus 7 die neueste Android-Version 4.1 "Jelly Bean", die Google am Mittwoch ebenfalls vorgestellte. Google bietet darin etliche neue Funktionen, unter anderem ein Pendant zu Siri, der Spracherkennung von Apple. Damit lassen sich etwa Informationen zu Straßenverkehr, Flügen aber auch Nachrichten in Echtzeit abrufen. Anders als Siri ist der Sprachassistent vollständig auf dem Gerät installiert und benötigt keine Internetverbindung, um die Anweisungen des Nutzers verstehen und umsetzen zu können. Das Siri-Pendant ist zunächst lediglich in Englisch verfügbar, doch weitere Sprachversionen sollen bald folgen.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Zu den weiteren Neuerungen und Verbesserungen von Android 4.1 gehört die Unterstützung der Funktechnologie NFC. Darüber sollen Nutzer Daten wie Kontakte, Fotos und Videos tauschen können. Die Anbindung von Bluetooth-Geräten wie Kopfhörern oder Headsets soll deutlich einfacher sein. Auch die Benutzeroberfläche hat Google modernisiert. Ab Juli wird Android 4.1 für Smartphones und Tablet-PC ausgeliefert. Bis Nutzer die Software auf ihrem Gerät installieren können, vergeht erfahrungsgemäß aber einige Zeit – falls der jeweilige Gerätehersteller überhaupt ein Update anbietet. Die Updates werden bei Google ausschließlich über den Gerätehersteller ausgeliefert, weil diese das Betriebssystem oft noch anpassen und modifizieren.

Auch im Wohnzimmer will Google die Nutzer künftig erreichen – mit einer kugelförmigen Streaming-Box, die Musik und Videos auf Fernseher oder die Stereoanlage bringt. Das Nexus Q getaufte Gerät greift dabei auch auf Online-Dienste wie Google Play zu. Es koste rund 300 Dollar und werde zunächst nur an US-Kunden verkauft, teilte Google mit. Auch hier tritt der Konzern gegen Apple an, das sein Apple TV für rund 100 Dollar anbietet.

Sergej Brin präsentiert Computerbrille Google Glass

Noch ein Experiment ist dagegen die Datenbrille Google Glass: Sie kann Informationen aller Art vors Auge projizieren, mit einer Kamera die Umgebung aufnehmen und Live-Bilder senden. Sergej Brin stellte unter dem Jubel der rund 6000 Entwickler in einer ausführlichen Demonstration die Augmented-Reality-Brille vor. Von der Bühne des Moscone-Centers aus zeigte Brin die Video-Übertragung eines Team von Extremsportlern, die aus einem Luftschiff über San Francisco absprangen, mit ihren Fallschirmen auf dem Dach des Veranstaltungsortes landeten und sich dann an der Glasfront des Konferenzzentrums abseilten, um schließlich auf die Bühne zu kommen. Dabei trugen die Sportler ebenfalls Google-Glass-Brillen, mit denen sie die ganze Aktion aus ihrer Perspektive filmten und die Bilder live auf die Leinwand übertragen konnten.

Das Aufnehmen und Übertragen von Videos ist jedoch nicht das einzige Anwendungsgebiet der Augmented-Reality-Brille. Das Konzept sieht vor, dass Informationen aus dem Internet und das Livebild der in der Brillen eingebauten Kamera kombiniert werden. Der Nutzer sieht dann die entsprechenden Informationen in seinem Sichtfeld. Augmented Reality kann mit "angereicherte Realität" übersetzt werden. Die Brille ergänzt beispielsweise den echten Anblick eines historischen Gebäudes mit interessanten Daten und Fakten, die eingeblendet werden. Nächstes Jahr soll Google Glass mit einem erstem "Explorer-Paket" für Anwendungs-Entwickler in den USA für umgerechnet etwa 1200 Euro zur Verfügung stehen. Die spätere Verkaufsversion soll dann deutlich günstiger sein.

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Google+ wird weiter ausgebaut

Google investiert außerdem weiter in sein soziales Netzwerk Google+, das vor einem Jahr gestartet wurde. So wurde am Mittwoch die Funktion Events vorgestellt, mit der Veranstaltungen rund um betreut werden können. Das beginnt mit dem Versand von Einladungen und geht bis zur Sammlung der auf der Veranstaltung fotografierten Bilde. Google will für sein soziales Netzwerk auch neue nutzerfreundliche Apps für mobile Geräte anbieten. Damit können Nutzer dann beispielsweise Fotos und Videos deutlich bequemer handhaben und teilen. Google-Manager Vic Gundotra betonte, dass Google+ auf einem guten Weg sei. Derzeit habe das Online-Netzwerk 150 Millionen aktive Nutzer und wachse weiter schnell. Facebook hat über 900 Millionen Nutzer.

Zur Google I/O haben sich mehr als 6000 Programmierer und Internet-Experten in San Francisco versammelt. Ein wesentlicher Bestandteil der Konferenz sind die technischen Sitzungen, in denen das Unternehmen zeigt, welche Themen ihm besonders wichtig sind: Neben Android beispielsweise das mobile Betriebssystem Chrome, das Soziale Netzwerk Google+, der Kartendienst Maps, außerdem der Bezahldienst Wallet und die Daten-Synchronisierung Drive. Auch der Web-Standard HTML5 und YouTube spielen eine wichtige Rolle.

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