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Microsoft Surface im Test: besser als das iPad 4?

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Wie schlägt sich das Microsoft Surface im Vergleich zum iPad?

26.10.2012, 10:59 Uhr | Yaw Awuku

Microsoft Surface im Test: besser als das iPad 4?. Microsoft Surface ist der erste Tablet-PC mit Windows 8. (Quelle: dpa)

Microsoft Surface ist der erste Tablet-PC mit Windows 8. (Quelle: dpa)

Endlich ist es soweit: Microsoft hat seine Mischung aus Tablet-PC und Notebook zum Test freigegeben – das Microsoft Surface. Die Erwartungen waren hoch. Wie wird Microsofts erste selbstentwickelte Hardware im Vergleich mit dem iPad 4 abschneiden? In einem sind sich die Tester des Surface zumindest einig: Die Bedienung des Windows-8-Tablets bereitet viel Vergnügen.

Ab Freitag ist das Microsoft Surface mit Windows RT in Deutschland erhältlich. Preislich gibt es zwischen dem Surface und dem iPad 4 nur minimale Unterschiede. So kostet die kleinste Ausführung des Microsoft Surface 479 Euro während das aktuelle iPad ab 499 Euro aufwärts zu haben ist. Bei der Ausstattung gibt es jedoch gravierende Unterschiede. So bietet Microsoft zu seinem 10,6 Zoll großen Windows-8-Tablet beispielsweise eine Hardware-Tastatur in zwei Varianten an. Diese kosten zwar mindestens 120 Euro extra, ermöglichen es aber, das Tablet auch wie ein Notebook zu nutzen.

Kantiges Gehäuse mit Speziallegierung

Wie viel Mühe Microsoft in sein Tablet gesteckt hat, vermittelt die spezielle Magnesium-Legierung des Gehäuses. Mit 680 Gramm wiegt das Surface ohne die anschließbare Tastatur Touch Cover nur wenig mehr als Apples iPad 4 ohne Mobilfunkantenne (662 Gramm). Das Tablet sei solide verarbeitet und mache einen wertigen Eindruck, schreibt Walt Mossberg vom amerikanischen Technik-Blog AllThingsD. Das kantige Design des Gehäuses könnte jedoch Kratzer auf dem Wohnzimmertisch hinterlassen, fürchtet der US-Blog The Verge. Zudem eigne sich der ausklappbare Ständer an der Rückseite des Gerätes lediglich dazu, das Surface aufrecht auf einem Tisch abzustellen. Als Stütze auf dem Schoß mache er nur wenig Sinn.

Doppelter Speicher, launischer Akku

Die Hardware im Inneren von Microsoft Surface löste bei allen Testern Begeisterung aus. Das Surface mit Windows RT bietet zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, einen Vierkernprozessor, zwei Kameras mit HD-Auflösung (1080 × 720 Pixel) und Stereolautsprecher – einfach "brilliant" meint David Pogue von der New York Times. Auch bietet das Surface doppelt soviel Speicherplatz wie das iPad der vergleichbaren Preisklasse. Allein die Akkuleistung des Surface fiel negativ auf. In Mossbergs Test machte die Batterie bereits nach sieben Stunden schlapp. Im Test von The Verge übertrumpfte der Akku des Microsoft Surface jedoch den des iPads. Abhängig von der Art der Nutzung scheint die Akkuleistung daher stark zu schwanken.

Was hat das Surface, was das iPad nicht hat?

Anders als das iPad 4 kann das Surface jedoch nicht mit dem schnellen Mobilfunkstandard LTE aufwarten. Lediglich mit einer WLAN-Antenne ausgestattet, müssen sich Nutzer des Surface-Tablets nach einem Hotspot umschauen, um auch unterwegs im Internet surfen zu können. Auch mit der Auflösung des Retinadisplays im iPad (2048 × 1536 Pixel) kann das Surface (1366 × 768 Pixel) nicht mithalten. Dies fiele jedoch nicht wirklich ins Gewicht. Dank Clear-Type-Technologie wird der Text dennoch gestochen scharf angezeigt. Für Missbehagen sorgte vielmehr das 16:9-Format des 10,6 Zoll großen Display. Zwar lassen sich Filme so ohne schwarze Balken anschauen, der breitere Bildschirm mache die Bedienung des Touchscreens aber schwieriger, moniert The Verge, besonders wenn das Surface zwischen beiden Händen gehalten wird.

Mit Surface lässt sich gut arbeiten

Positiv angenommen und sehr gelobt wurden von allen Testern die vorinstallierten Office-Apps Word, Excel und PowerPoint. Die Office-Suite gehört zur Grundausstattung von Microsoft Surface mit Windows RT. Auch das Betriebssystem in Kacheloptik sei sehr gut durchdacht und lasse sich flüssig bedienen, schreiben das amerikanische IT-Magazine CNet und AllThingsD. Allerdings sei die E-Mail-App noch nicht ausgereift und die Auswahl an weiteren Apps noch sehr übersichtlich. Zudem lassen sich auf Windows RT, der abgespeckten Version von Windows 8, keine Programme von Drittanbietern installieren, die nicht aus dem Windows Store kommen.

iPad oder Microsoft Surface?

Das Microsoft Surface ist "kein billiger Abklatsch" vom iPad urteilte Mossberg nach seinem Test. David Pogue von der New York Time bezeichnet das Microsoft Surface sogar als "Schönheit" mit einem unglaublichen Potential. Tatsächlich hat das Microsoft-Tablet vieles von dem dran, was Computernutzer bei Apples iPad vermissen: USB-Anschluss, MicroSD-Steckplatz und HD-Video-Ausgang. Dennoch waren sich alle Tester einig, dass es irgendwie noch nicht ausreicht. Sei es das ungewohnte Format des Bildschirms, ein schwächelnder Akku oder die geringe Auswahl der Apps – bei all den Vorzügen und vielversprechenden Ansätzen des Microsoft Surface, noch steht es in der Gunst der Fachpresse schlechter da als das iPad 4.

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