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LG G Pad 8.3 im Praxistest: Tablet mit kleinen Schwächen

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LG G Pad 8.3 im Test  

Schnelles Tablet im Sonderformat

20.01.2014, 17:28 Uhr |

LG G Pad 8.3 im Praxistest: Tablet mit kleinen Schwächen. Virtuelle Tastatur des LG G Pad 8.3 (Quelle: t-online.de)

Die Tastatur des LG G Pad 8.3 blendet eine zusätzlich Zahlenreihe ein. (Quelle: t-online.de)

Im Vergleich zu anderen Tablets im handlichen 8-Zoll-Format fällt das LG G Pad 8.3 etwas aus der Reihe: Das Display ist etwas größer, die Auflösung höher und auch bei der Bedienung des LG G Pad 8.3 gingen die Hersteller ganz eigene Wege. Wir haben das Android-Tablet mit den gewissen Extras auf seine Praxistauglichkeit getestet.

Tablets vom Hersteller LG sind keine Selbstverständlichkeit wie etwa von Samsung: Mit dem Optimus Pad hatte LG zwar schon einen Flachrechner im Sortiment, doch das war 2011. Ein großer Erfolg war das Optimus Pad nicht, jetzt erst starten die Koreaner einen neuen Versuch.

Ein Tablet mit 8,3 Zoll gab es bislang noch nicht

Mit einer Bildschirmdiagonale von 8,3 Zoll ist das LG-Tablet ein wenig größer als beispielsweise die 8-Zöller von Samsung. Da es an den Längsseiten nur einen schmalen Rand hat, ist es genauso handlich und mit 338 Gramm Gewicht auch nicht merklich schwerer.

Durch die Metall-Rückseite fühlt es sich gut an, wenngleich es nicht vollständig aus Metall gefertigt ist. Obere und untere Kante sind aus Kunststoff. Unansehnliche Fingerabdrücke kann das Metall allerdings auch nicht verhindern. Das steht stellvertretend für Vieles beim LG-Tablet, das oft mehr zu bieten hat als vergleichbare Tablets, doch nicht immer die bestmögliche Lösung findet.

Nur WLAN-Variante lieferbar

Einen SIM-Karten-Einschub hat das LG G Pad 8.3 nicht, Internet funktioniert daher nur mit WLAN-Verbindung. An Speicherplatz sollte es nicht mangeln, denn zusätzlich zu den den internen 16 Gigabyte gibt es einen Speicherkartenschacht.

Warme Displayfarben

Der Touchscreen hat mit 1920 × 1200 Pixeln eine sehr feine Auflösung und lässt bei der Schärfe keine Wünsche offen. Im direkten Vergleich zu anderen Tablets und auch zum LG-Smartphones G2 ist er in den Farben etwas flauer, strahlt nicht so hell und hat einen wärmeren Farbton, weiße Flächen haben einen minimalen Rotstich. Die Spiegelungen auf dem Displayglas stören je nach Lichteinfall, doch hier hat die Konkurrenz auch keine brauchbare Lösung.

Der Bildschirm reagiert nicht nur auf Finger-, sondern auch auf Kabel-Berührungen. Diesen Effekt konnten wir an anderen Touchscreens nicht nachvollziehen, auch nicht beim Smartphone LG G2.

Hellere Oberfläche als beim Standard-Android

Vorinstalliert ist Android in der Version 4.2.2 – wann ein Update für einem aktuelleren System eingespielt wird, ist nicht bekannt. Beim LG G Pad kommt nicht das nackte Android zum Einsatz, sondern die schon zum Beispiel vom Smartphone LG G2 bekannte Oberfläche, die zusätzliche Apps mitbringt, die Einstell- und Konfigurationsmöglichkeiten erweitert und freundlicher gestaltet ist als das sehr dunkel gehaltene nackte Android der Nexus-Geräte.

Praktisch sind die QSlide-Anwendungen, mit der bestimmte Apps im Fenster geöffnet werden können. Auch das Schieben geöffneter Apps zur Seite funktioniert und ist auf einem Tablet sogar sinnvoller als auf Smartphones. Mit einem Drei-Finger-Strich zur Seite lassen sich bis zu drei Anwendungen in den Hintergrund verschieben und Wiederherstellen. Auch die KnockOn-Funktion, die das Tablet per Doppeltipp aus dem Stand-by holt, ist praktisch.

Ein merkwürdiges Verhalten konnten wir manchmal feststellen, ohne klären zu können, ob es sich um einen Einzelfall handelt: Nach dem Aufwecken aus dem Stand-by blieb manchmal das Display dunkel, erst ein erneutes Aufwecken schaltete die LED-Beleuchtung an. Der Fehler trat aber nur sporadisch auf, zuverlässig rekonstruieren ließ sich das Verhalten nicht.

LG G Pad 8.3: Arbeitstempo ist mehr als ausreichend

Im Unterschied zum Smartphone G2 hat LG beim 8-Zoll-Tablet keine Spitzentechnik verbaut: Im G Pad rechnet ein Vierkern-Snapdragon 600 mit 1,7 Gigahertz. Das G2 ist dagegen mit einem Snapdragon 800 mit 2,3 GHz ausgestattet. Trotzdem ist das Arbeitstempo des LG G Pad 8.3 schnell genug für Alltagsaufgaben, Ruckler traten nicht auf. Selbst grafisch anspruchsvolle Spiele stellten das G Pad nicht vor Probleme. In den meisten Konkurrenz-Tablets werkeln langsamere Prozessoren.

Infrarot-Sensor macht G Pad zur Fernbedienung

Eine Besonderheit ist der Infrarot-Sensor, der das Tablet zur Universal-Fernbedienung macht. Die mitgelieferte App ist jedoch nur auf Fernseher, Blu-ray- und DVD-Player bestimmter Marken ausgelegt und beschränkt sich auch nur auf die Grundfunktionen.

Andere Geräte wie Stereoanlagen-Komponenten lassen sich damit nicht fernsteuern, daher ist die vorinstallierte App Quick Remote nur eine Light-Version der Remote-App, die beim Smartphone LG G2 mitgeliefert wird. Wir haben keine Funktion gefunden, die uneingeschränkt funktionsfähige LG-App nachzuinstallieren.

Kamera reicht nur für Schnappschüsse

Die Kamera macht Fotos mit fünf Megapixeln im Seitenverhältnis 4:3, im Breitformat sind es vier Megapixel. Deren Qualität reicht für Schnappschüsse aus, was auch für die Videoaufnahmen gilt. Ein Blitzlicht gibt es nicht. Wer hohe Ansprüche stellt, sollte zum Fotografieren aber generell kein Tablet nehmen. Immerhin lassen sich Einstellungen wie Lichtempfindlichkeit oder Weißabgleich vornehmen, manuelles Scharfstellen ist auch möglich.

LG G Pad 8.3: Akkulaufzeit

Der Akku hat eine Kapazität von 4600 mAh und liegt damit etwa auf Augenhöhe der Konkurrenz. Er muss jedoch ein hoch auflösendes Display versorgen, während die Panels vieler anderer 8-Zoll-Tablets nur 1280 × 800 Pixel auflösen und möglicherweise deshalb auch meistens etwas länger ohne Steckdose auskommen. Etwa sieben Stunden hält der Stromspeicher des LG G Pad 8.3 im Video-Dauerbetrieb, bei grafisch anspruchsvollen Spielen ist der Akku entsprechend schneller leer.

Bass-Liebhaber müssen nachregeln

Der Ton über die eingebauten Lautsprecher ist passabel, aber wie bei fast allen Tablets nahezu frei von Bässen. Zum richtigen Musikhören muss man einen eigenen Kopfhörer anschließen, es wird keiner mitgeliefert. Der Klang ist auch über Kopfhörer etwas schwach auf der Brust, Bass-Liebhaber müssen nachregeln.

Fazit: Brauchbares Tablet mit kleinen Schwächen

Besonderes Lob verdient die Wahl der Displaygröße: 8,3 Zoll sind ein guter Kompromiss zwischen Handlichkeit und notwendiger Größe, mit 338 Gramm lässt es sich auch längere Zeit freihändig halten. Durch die metallene Rückseite fühlt sich das G Pad 8.3 gut an, ist aber mit einem Straßenpreis von 280 Euro nicht gerade billig.

Der Bildschirm verdient noch knapp gute Noten, der Prozessor ist schnell genug. Die Kamera ist noch ausreichend, hat aber keinen Blitz. Der Klang über die eingebauten Lautsprecher ist dürftig, über Kopfhörer noch knapp gut. Nur eingeschränktes Lob verdient die eingebaute Infrarot-Schnittstelle wegen der abgespeckten Fernbedienungs-App.

Die modifizierte Benutzeroberfläche ist komfortabler und bietet mehr Möglichkeiten als das nackte Google-Android, ohne die Bedienung komplizierter zu machen – auch wenn das die Fans eines nackten Android-Systems anders sehen dürften. Wer ein handliches und zugleich leistungsfähiges Tablet sucht, sollte sich das LG G Pad 8.3 näher anschauen.

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