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Microsoft Surface Pro 3: Als Tablet getarntes Ultrabook

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Als Tablet getarntes Notebook  

Microsoft Surface Pro 3 im Praxistest

14.10.2014, 12:28 Uhr | jhof

Microsoft Surface Pro 3: Als Tablet getarntes Ultrabook. Microsoft Surface Pro 3 im Test (Quelle: t-online.de)

Microsoft Surface Pro 3. (Quelle: t-online.de)

Das Microsoft Surface Pro 3 ist als Multitalent ein begehrter Büro-Computer: die Ausstattung ist top, das Design edel. Doch ist das Windows-Tablet wirklich praktisch? Wir haben uns das neue Flaggschiff von Microsoft näher angeschaut.

Das Erfolgsgeheimnis des Microsoft-Tablets liegt in seiner Hardware-Ausstattung. In der silbernen Hülle des Surface Pro 3 arbeitet ein Intel-Prozessor der neusten Core-i-Generation. Damit ist das Surface Pro praktisch ein Ultrabook im Tablet-Format.

Dank Intel-Chip läuft auf dem Surface Pro 3 ein vollwertiges Windows 8.1. Neben den Programmen aus dem Windows Store, bei denen es sich hauptsächlich um Apps für die Kacheloberfläche handelt, können somit auch ganz gewöhnliche Windows-Programme auf dem Surface Pro installiert und genutzt werden.

Schnell durch SSD

Bei dem Testgerät, das T-Online.de von Microsoft zur Verfügung gestellt wurde, handelt es sich um die mittlere Ausführung. Das Modell besitzt einen Intel Core i5-Prozessor mit zwei Kernen und einer Taktfrequenz von 2,9 GHz. Außerdem sind 4 GB Arbeitsspeicher und eine SSD mit 128 GB verbaut. Insgesamt bietet Microsoft fünf verschiedene Ausführungen an, sie reichen von i3- bis i7-Prozessor, wahlweise mit 4 bis 8 GB RAM Arbeitsspeicher und 64 bis 512 GB großem SSD-Festplattenspeicher.

Läuft das Microsoft-Tablet längere Zeit unter Volllast, springt der Gehäuselüfter an. Dieser dreht jedoch relativ leise. Trotz hoher Leistung muss man nur geringe Abstriche bei der Akkulaufzeit machen. Office und Internet laufen prima, selbst leistungshungrige Programme wie Bildbearbeitung und PC-Spiele sind für unser Testgerät lösbar.

Als Tablet getarntes Ultrabook

Zwei Ausstattungsmerkmale machen das Surface Pro einzigartig: Zum einen lässt sich das Microsoft-Tablet über einen integrierten Klappständer auf dem Tisch aufstellen. Zum anderen legt Microsoft seinem 12 Zoll großen Tablet einen digitalen Stift bei, mit dem sich Windows auf dem 2160×1440 Pixel auflösenden Display ebenso fein bedienen ließ wie per Fingereingabe, virtueller Tastatur oder Maus.

Das Display hat eine Pixeldichte von 216 ppi. Für ein Notebook ist das ein durchaus guter Wert, der sich auf dem Niveau des Retina-Displays des MacBook Pro von Apple bewegt. Nur kleinere Tablets bieten derzeit besser aufgelöste Bildschirme.

Surface Pro 3 im Praxistest

Bislang sind Tablet mit sieben bis zehn Zoll die Regel. Das Surface Pro 3 mit 12 Zoll fällt da aus dem Rahmen. Selbst einfache Aufgaben wie das Tippen auf der virtuellen Tastatur erfordern aufgrund der Größe des Displays etwas Übung, ein wirklich angenehmes Bediengefühl wollte sich im Testzeitraum nicht einstellen. Auch für die Verwendung unterwegs erscheint das Tablet aufgrund seiner Dimensionen und des Gewichts von 800 Gramm eher unpassend.

Der eingebaute Klappständer wurde mit der dritten Generation abermals verbessert und erlaubt nun, den Betrachtungswinkel individuell einzustellen. Die Konstruktion machte einen stabilen Eindruck. Mit der als Zubehör von Microsoft angebotenen "Type Cover"-Tastatur verwandelt sich das Tablet dann endgültig in ein Ultrabook.

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Fazit: Mehr Notebook als Tablet

Insgesamt liefert Microsoft mit dem Surface Pro 3 das bisher beste Modell der Serie ab. Tolle Verarbeitung und leistungsstarke Hardware sind in einem fast schon unglaublich dünnen und sehr schicken Gehäuse verpackt. Nutzer des Hybrid-Geräts aus Notebook und Tablet müssen jedoch Kompromisse eingehen, die hauptsächlich die Bedienung des Tablets betreffen. Dies sind der störende Lüfter, die geringfügig kürzeren Akkulaufzeiten, die fehlenden mobilen Datenverbindungen über UMTS oder LTE, das relativ hohe Gewicht und die Abmessungen.

Auch in der Notebook-Bedienung müssen Abstriche gemacht werden, diese fallen jedoch weitaus kleiner aus. Das neue Type-Cover hat eine größere Stabilität, die Maussteuerung über das eingebaute Trackpad ist jedoch immer noch recht frickelig. Zusätzlich stellt das Surface Pro 3 im Vergleich zu einem Notebook nur beschränkte Anschlussmöglichkeiten bereit.

Man merkt Microsoft an, mit dem Surface Pro 3 die Idee eines Hybrid-Computers aus Notebook und Tablet weiterentwickelt zu haben. Doch die Verschmelzung der beiden Formfaktoren gelingt auch im dritten Anlauf nicht. Vor allem durch das Lüfterdesign wirkt der Hybrid-PC immer noch nicht ausgereift genug. Das ist schade, zumal es schon lüfterlose Hybride wie das Asus VivoTab mit Nvidia-Prozessor gibt. Auch Intel hat einen Chip angekündigt, der lüfterlose Geräte mit Taktraten von bis zu 2,6 GHz ermöglichen soll. Diese wären der perfekte Partner für ein künftiges Surface Pro 4.

Preise und Verfügbarkeit

Das Surface Pro 3 ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Das günstigste Modell schlägt mit 799 Euro zu Buche und enthält einen Intel Core i3 Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz, 4 GB Arbeitsspeicher und einen 64 GB großen SSD-Festplattenspeicher. Im teuersten Modell, das mit 1949 Euro gelistet ist, arbeitet ein flotter i7-Dual-Core-Prozessor mit 3,3 GHz, dem ein 8 GB großer Arbeitsspeicher und 512 GB SSD-Speicher zur Seite gestellt sind. Das Type-Cover ist nicht im Lieferumfang enthalten und kostet zusätzlich circa 130 Euro.

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