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Microsoft Surface 3 im Test

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Stark und teuer  

Microsoft Surface 3 im Test

15.05.2015, 09:15 Uhr |

Microsoft Surface 3 im Test. Das Microsoft Surface 3 hat einen 10,8"-Bildschirm (27,4 cm) im Seitenverhältnis 3:2. (Quelle: t-online.de)

Das Microsoft Surface 3 hat einen 10,8"-Bildschirm (27,4 cm) im Seitenverhältnis 3:2. (Quelle: t-online.de)

Mit dem Surface 3 hat Microsoft jetzt auch sein Standard-Tablet neu aufgelegt, nachdem die Profi-Variante Surface Pro 3 schon seit vergangenen Herbst erhältlich ist. Ob sich das Warten gelohnt hat, verrät unser Test.

Knapp anderthalb Jahre nach dem Surface 2 ist jüngst das Surface 3 erschienen. Gemessen an der Konkurrenz, die spätestens alle zwölf Monate neue Modelle auf den Markt wirft, ist das eine lange Zeit. Da darf man durchaus erwarten, dass Microsoft mehr getan hat als nur die Technik dem aktuellen Stand anzupassen.

Das Surface 3 hat statt 16:9 jetzt ein Seitenverhältnis von 3:2, ist mit deutlich veränderter Hardware bestückt und in vielen Details verbessert. Doch auf den zweiten Blick reicht es nicht aus, um die Konkurrenz aufzumischen: Das Gewicht des neuen Tablets ist mit 622 Gramm immer noch zu schwer, trotz des auf 10,8 Zoll gewachsenen Bildschirms. Deshalb ist es nur schwer mit dem Apple iPad Air 2 zu vergleichen, das mit 437 Gramm zwar viel leichter, aber auch deutlich kleiner ist (9,7 Zoll). Etwas besser passt der Vergleich zum Sony Xperia Z4 Tablet, das mit 10,1 Zoll gerade einmal 389 Gramm auf die Waage bringt.

Foto-Serie mit 3 Bildern

Microsoft Surface 3: Design und Verarbeitung

Materialwahl und Verarbeitung des Surface 3 sind erwartungsgemäß gut, hier gaben sich schon die Vorgänger keine Blöße. Die Magnesiumlegierung macht einen hochwertigen Eindruck, das kantige Design der Vorgänger wurde beibehalten. Auf der Rückseite befindet sich eine Stütze, die sich in drei Positionen einrasten lässt. Das ist hilfreich, denn so lässt sich das Tablet fast überall hinstellen, wenn es auf die Dauer zu schwer wird.

Doch es bleibt Microsofts Geheimnis, warum sie so mit Anstellwinkeln knausern. Zur Erinnerung: Das erste Surface bot einen, das Surface 2 zwei Anstellwinkel. Dass es noch besser geht, beweist der Konzern mit dem Surface Pro 3, das sich stufenlos verstellbar hinstellen lässt.

Die Bildschirmauflösung mit 1920 × 1280 Pixeln ist vollkommen ausreichend, die Anzeige angenehm hell und kontrastreich. Zur Büroarbeit, zum Lesen und im Internet eignet sich ein 3:2-Seitenverhältnis deutlich besser als 16:9, nur eben beim Betrachten von Filmen und Bildern im Breitformat nicht.

Eine höhere Auflösung ist nicht nur unnötig, sondern auch wenig sinnvoll, weil Symbole und Standard-Systemschrift im Desktop-Modus dann unlesbar klein werden. Wie bei der Pro-Variante ist Windows 8.1 installiert, das sich nach Erscheinen kostenfrei auf Windows 10 aktualisieren lässt.

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Darstellung ruckelt manchmal

Der integrierte Hauptprozessor ist kein Nvidia-Tegra mehr wie noch beim Surface 2, sondern ein Intel Atom x7-Z8700 mit vier Kernen, die mit 1,6 GHz getaktet sind und im Turbo-Modus mit bis zu 2,4 GHz laufen können. Das ist auf dem Papier und in den Benchmarks zwar deutlich schneller, doch im Desktop-Modus ist deutlich ein Ruckeln zu bemerken.

Auch vollgepackte Internetseiten, die hier im Desktop-Modus und nicht in der platzsparenden Mobilvariante angezeigt werden, laufen nicht uneingeschränkt flüssig. Das liegt unter anderem auch daran, dass das Surface 3 im Unterschied zu Android- und iOS-Geräten Flash-Inhalte von Haus aus anzeigen kann, die immer noch gerne für verschiedene Zwecke genutzt werden und sowohl CPU als auch Datendurchsatz arg strapazieren.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Die Akkulaufzeit des Surface 3 beträgt adäquate sieben bis acht Stunden, je nach Nutzungsintensität. Wer es nur zum gelegentlichen Surfen nutzt und es nach Gebrauch direkt in den Standby-Modus schickt, kommt mehrere Tage ohne Steckdose aus. Der Micro-USB-Anschluss zum Laden ist zwar kompatibel zu üblichen Ladegeräten, lässt jedoch nur wenig Strom durch, so dass der Ladevorgang schon einmal zur Geduldsprobe werden kann. Vor allem, wenn man das Gerät dabei weiter nutzt.

Teures Tablet

Mit 64 Gigabyte Speicherplatz kostet das neue Surface 599 Euro. Da die 128-GB-Variante mit über 700 Euro zu Buche schlägt, ist es ratsam den Speicher über eine MicroSD-Karte zu erweitern – das wird deutlich billiger. In der Testausstattung mit Type Cover, das über eine Tastenbeleuchtung verfügt, 128 GB und Stylus-Eingabestift werden satte 1000 Euro fällig. Zu diesem Preis ist schon ein sehr gut ausgestattetes Ultrabook zu haben oder ein mittelprächtiges Notebook plus Tablet obendrauf.

Fazit: Noch länger warten

18 Monate nach dem Surface 2 erwartet den Käufer eines Surface 3 ein weitgehend überarbeitetes Tablet, bei dem sich mehr geändert hat, als man das von der Konkurrenz gewohnt ist. Verändertes Seitenverhältnis, größeres Display bei verringertem Gewicht, mehr Schnittstellen, hochwertiges Äußeres, ein vollwertiges Windows 8.1 und ein schnellerer Prozessor wären genug Gründe, sich für ein Surface 3 zu entscheiden.

Doch für ein Tablet sind die 621 Gramm immer noch deutlich zu schwer, für ein leistungsfähiges Notebook ist der Prozessor zu langsam und insgesamt ist das Surface 3 zu teuer. Ärgerlicherweise hat der Marktstart des Surface 3 auch nicht dazu geführt, dass die Preise des Vorgängers fallen und er sich als alternative Empfehlung aufdrängt.

Als leistungsfähigen, vorzeigbaren Notebook-Ersatz mit Tablet-Zusatzfunktion bietet sich eher das Surface Pro 3 an, das kaum teurer ist, aber über die potentere Hardware verfügt. Soll es lediglich ein Windows-Tablet sein, bieten sich mehrere, deutlich günstigere Alternativen von Asus, Acer, Lenovo und HP an.

Technische Daten

Microsoft Surface 3
SystemWindows 8.1
Display10,8" (27,4 cm)
Auflösung1920 × 1280 Pixel
CPUIntel Atom x7-Z8700 1,6 GHz
RAM2/4 GB
Speicher64/128 GB
Kameras5,0 / 3,5 MP
SchnittstellenWLAN a/b/g/n/ac, USB 3.0, Bluetooth 4.0
BesonderheitenEingabestift als Zubehör
Gewicht622 g
Maße264 × 187 × 8,7 mm
Preisab 599 Euro

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