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Hochwasser: Diese Versicherungen zahlen für Gebäude und Hausrat

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Wasserschaden durch Überschwemmung  

Diese Versicherungen zahlen für Gebäude und Hausrat

03.01.2018, 11:58 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Hochwasser: Diese Versicherungen zahlen für Gebäude und Hausrat. Überflutete Häuser und Gebäude der Ortschaft (Quelle: imago/Dieter Mendzigall)

Sind Sie ausreichend gegen Hochwasser versichert? (Symbolbild) (Quelle: imago/Dieter Mendzigall)

Starkregen und Hochwasser sind in einigen deutschen Regionen eine Dauergefahr. Steigen die Pegel, können Anwohner oft nicht schnell genug ihr Hab und Gut vor den Fluten schützen. Wenn dann der Keller vollläuft und wertvoller Hausrat zu Schaden kommt, bleibt eine gute Versicherung die einzige Hoffnung. Doch worauf müssen Sie achten?

Der Fallstrick bei den meisten Versicherungen: Schäden durch Hochwasser sind weder durch die klassische Hausrat- noch die Wohngebäudeversicherung gedeckt. Wir erklären, welche Versicherung den Schaden trotzdem bezahlt, und wie sich Bürger in gefährdeten Gebieten vor bösen Überraschungen schützen können.

Elementarschutz in der Gebäudeversicherung

Wer in Hochwassergebieten wohnt, lebt stets mit der Gefahr von Überschwemmungen, die mitunter innerhalb weniger Stunden Hab und Gut Tausender vernichten können. Hier gilt es, sich richtig abzusichern. Da herkömmliche Hausrat- oder Wohngebäudeversicherungen Schäden durch Unwetter oder Hochwasser nicht ersetzen, rät Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) allen Betroffenen, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen. Allerdings hat in Deutschland nicht einmal ein Drittel der Haus- und Wohnungsbesitzer diesen Schutz. Doch der wird immer wichtiger. Deshalb sollten Bürger ihren Versicherungsschutz überprüfen.

Risiko besteht nicht nur in Flussnähe

Das gelte auch für Gebäude, die nicht in Flussnähe liegen, denn Wasserschäden durch Starkregen nehmen zu. Der könne im Prinzip jeden treffen, sagt Lübkes Kollegin Kathrin Jarosch vom GDV. "Niedersachsen ist zum Beispiel ein klassisches Starkregen-Ereignis", erklärte Jarosch.

Siegfried Karle, Präsident des Vereins Geld und Verbraucher (GVI) in Heilbronn, empfiehlt einen Elementarschutz im Bereich der Gebäudeversicherung. Nur diese Zusatzversicherung sichere Schäden ab, die durch Hochwasser, starken Regen oder Überschwemmung verursacht werden. Dabei ist es egal, ob die Fluten eines Flusses ins Wasser laufen oder eine übervolle Kanalisation ins Haus drückt.

Elementarschutz für Hausrat oft unnötige Versicherung

Die Elementarschadenversicherung im Bereich Hausrat sei dagegen oft nicht notwendig. "In der Regel sind die Keller betroffen, und da werden kaum Wertgegenstände gelagert", sagt Karle. Verbraucher müssten überlegen und durchrechnen, ob eine Zusatzversicherung in ihrem Fall sinnvoll ist.

Starke Regenfälle nehmen zu

Auch bei zunehmenden Starkregenfällen lassen sich nach GDV-Angaben 99 Prozent aller Häuser unproblematisch gegen Überschwemmungen versichern. Bei dem verbleibenden einem Prozent sei es schwieriger, da diese Gebäude in Gefahrengebieten wie dem Oderbruch mit den starken Flussläufen liegen. In solchen Risikogebieten sind die Elementarversicherungen sehr teuer oder werden gar nicht erst angeboten. Oft müssten Versicherte hier individuelle Verträge aushandeln. "Hier gibt es Regelungen über einen Selbstbehalt", sagt Lübke Das sind frei ausgehandelte Beträge – beispielsweise werden im Schadensfall die ersten 150 Euro selbst getragen.

Schaden schnell der Versicherung melden

Haben Starkregen, Hochwasser oder Überschwemmung Schäden an eigenem Hab und Gut angerichtet, sollten Betroffene den Schaden unverzüglich ihrer Versicherung melden. Der Bund der Versicherten rät, die Schadensmeldung per Einschreiben mit Rückschein zu senden. Zur Dokumentierung sollten Fotos gemacht werden. Zudem ist eine Aufstellung aller beschädigten Gegenstände erforderlich.

Nicht zu schnell aufräumen

Mit dem Aufräumen sollten sich Betroffene dagegen Zeit lassen: "Erst wenn der Gutachter den Schaden besichtigt hat, kann das Haus saniert werden", sagte Lübke. Gefahrenstellen dürften aber schon vorher beseitigt werden. Auch sei es erlaubt, die Möbel und den Hausrat so beiseite zu räumen, dass die Zimmer begehbar sind. Lübkes Kollegin Jarosch ergänzt: "Alles, was dazu dient, den Schaden nicht zu vergrößern, ist erlaubt." Absprache mit dem Versicherer beugt späterem Streit vor, außerdem gibt es dort wertvolle Tipps zur Schadensbeseitigung.

Handeln, bevor der Schaden schlimmer wird

Daneben hat der Versicherungsnehmer aber immer eine Schadenminderungspflicht, wie Bianca Boss vom Bund der Versicherten sagt. "Ich darf auch nicht ganz ruhig zusehen, wie weiter Wasser in mein Haus fließt." Betroffene müssen etwa zerbrochene Fenster abdichten oder Hausrat im Keller in Sicherheit bringen, wenn das ohne Gefahr möglich ist.

Der Gutachter der Versicherung erstelle eine Übersicht über den Schaden. Dabei werde nicht nur festgehalten, welche Möbel beschädigt wurden, erklärte Lübke. Auch der Zustand des Gebäudes werde genau untersucht. So werde zum Beispiel festgestellt, ob und in welchem Ausmaß die Substanz des Hauses durch das Hochwasser gelitten hat.

Wer nicht versichert ist, kann den Schaden möglicherweise bei der nächsten Steuererklärung geltend machen und dort Kosten für Reparaturen und Wiederbeschaffung als außerordentliche Belastungen absetzen.

Auto durch die Teil- oder Vollkaskoversicherung geschützt

Im Gegensatz zu Immobilien und Wertsachen sind Hochwasserschäden am Auto durch die Teil- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt. Allerdings gilt das nur dann, wenn für den Auto-Stellplatz keine Hochwasserwarnung vorlag. Die eigene Garage kann unter Umständen also auch ein ungeeigneter Ort sein. Um die Bergungs- und Abschleppkosten erstattet zu bekommen, ist außerdem ein spezieller Schutzbrief nötig.

Gibt es Anspruch auf Regulierung, wird bei einem Totalschaden der Wiederbeschaffungswert ersetzt. Für den sind unter anderem Alter, Laufleistung und Ausstattung eines Autos maßgeblich. Den Schadenfreiheitsrabatt berührt ein Hochwasserfall nicht, erläutert Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Den Schadensfall geltend zu machen, zieht folglich keine Beitragserhöhung nach sich.

Ist eine Elementarschadenversicherung sinnvoll?

Nach Angaben des GDV stieg die Anzahl der Hausbesitzer, die sich gegen Elementargefahren versichert haben, mittlerweile auf 40 Prozent. Das bedeutet allerdings auch, dass knapp elf Millionen der rund 17,5 Millionen Wohngebäude noch nicht ausreichend versichert sind.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig ist eine Elementarschadenversicherung für Eigentümer wichtig. Allerdings kann dieser Schutz im Einzelfall teuer werden. Denn die Versicherer haben bestimmte Risikogebiete definiert. Bei der Suche nach Elementarschadenversicherungen sollten Versicherte nicht nur auf den Preis achten. Auch die Formulierungen der Versicherungsbedingungen können wichtig sein. Muss etwa laut AGB der Grund und Boden überflutet sein, verneinen Gerichte mitunter die Regulierung, wenn Wassermassen auf Flachdächern oder Terrassen angestaut wurden.

Quellen und weiterführende Informationen:
- dpa
- GDV

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