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Das Haus der Zukunft: Smart Home

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Smart Home – Wenn das Haus mitdenkt

20.11.2017, 11:05 Uhr | sj, t-online.de

Das Haus der Zukunft: Smart Home. Das intelligente Haus bietet seinen Bewohnern mehr Komfort in allen Lebensbereichen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das intelligente Haus bietet seinen Bewohnern mehr Komfort in allen Lebensbereichen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Haus der Zukunft ist intelligent. Da sind sich sowohl Science-Fiction-Autoren als auch Haustechnik-Ingenieure einig. Es weiß genau, was der Bewohner will und nimmt ihm all die kleinen lästigen Aufgaben ab.

Wenn der Hausherr nach Hause kommt, ist sein Kaffee bereits frisch aufgebrüht und das Wohnzimmer angenehm temperiert. Während der Kühlschrank die eben angebrochene Kaffeesahne nachbestellt, lässt die Badewanne das wohlverdiente Schaumbad ein. Der Mensch darf sich entspannt wohlfühlen oder kann sich voll und ganz den wirklich wichtigen Dingen widmen. Was für viele noch nach Zukunftsmusik klingen mag, ist sogar heute schon problemlos möglich, wenn auch nicht für jeden sinnvoll – oder erschwinglich.

Es muss ja nicht gleich der intelligente Kühlschrank sein, der seinen Inhalt genau überwacht und bei Bedarf selbständig Nachschub bestellt. Immerhin werden derlei Kühlgeräte schon seit mehr als zehn Jahren immer wieder auf Messen vorgestellt. Durchsetzen konnte sich das futuristische Küchengerät trotz aller Publicity noch nicht.

Wenn die Heizung mit dem Fenster spricht

Praxistauglicher sind da schon die Entwicklungen im Energiebereich. Wenn etwa Rollläden, Heizung und Lüftung über Sensoren so aufeinander abgestimmt sind, dass in der Wohnung stets ein angenehmes Klima herrscht, ist das weniger technische Spielerei, als cleveres Energiesparen. Es wird nur dann geheizt, wenn jemand tatsächlich einen Raum benutzt. Morgens wird beispielsweise das Bad angewärmt, kurz bevor die Familie zur Morgentoilette erscheint. Sind alle aus dem Haus, begibt sich die Heizung in einen Ruhemodus, bis ihr ein Bewohner per Handy seine Rückkehr ankündigt.

Ist irgendwo ein Fenster geöffnet, wird automatisch die Heizung gedrosselt. Zusätzlich spart man, wenn beim Verlassen des Hauses mit einem einzigen Knopfdruck oder automatisch beim Abziehen des Schlüssels sämtliche unnötigen Stromverbraucher abgeschaltet werden. Allerdings sind für den Einbau der Geräte zunächst einmal Investitionen von mehreren Tausend Euro fällig, wenn man Haus, Licht, Heizung und Jalousien komplett elektronisch steuern möchte.

Wenn der Film dem Nutzer folgt

Einfacher, günstiger und in vielen Wohnungen schon umgesetzt ist die multimediale Vernetzung. Über das herkömmliche Computernetzwerk werden entweder kabelgebunden oder drahtlos digitale Inhalte im ganzen Haus verteilt. So lassen sich etwa Musik, Videos oder Bilder von einem zentralen Server auf jedem Bildschirm im Haus wiedergeben – ob am PC, auf dem Fernseher oder Handy. Ein Film, der im Wohnzimmer unterbrochen wurde, kann im Schlafzimmer an der gleichen Stelle fortgesetzt werden.

Bei der Studie "Smart Home Monitor 2016" gaben 30 Prozent der Befragten an, bereits Smart Home zu nutzen. Zwar werde die Technologie vor allem für das Energiemanagement genutzt, ein zunehmender Trend ist jedoch auch das Thema Sicherheit. Große Bedenken sehen viele Befragte allerdings noch immer im Punkt Datenschutz, weshalb sie diesen Service noch nicht nutzen würden.

Das Haus bewacht sich selbst

Dabei ist gerade die Sicherheit ein weiterer großer Anwendungsbereich im vernetzten Haus. Eine Urlaubssteuerung sorgt beispielsweise dafür, dass mit variierender Beleuchtung und dem Öffnen und Schließen der Jalousien Anwesenheit vorgetäuscht wird. Wer es den Einbrechern nicht zu leicht machen will, lässt sich eine Tür- und Fenster-Überwachung einbauen, die warnt, wenn beim Verlassen des Hauses noch Fenster oder Türen offen stehen. Von der Videoüberwachung mit Fernsehanbindung bis zur automatischen Alarmierung externer Sicherheitsdienste, die durch Wassersensor, Glasbruch- oder Rauchmelder ausgelöst wird, lässt sich das Haus je nach Sicherheitsbedarf gegen viele Gefahren absichern.

Im Notfall wird Alarm geschlagen

Die Meldefunktionen kommen auch zum Einsatz, wenn es darum geht, alte oder kranke Menschen zu unterstützen. So könnten etwa Bewegungsmelder bei Hilfsdiensten oder Angehörigen Alarm schlagen, wenn sie über einen längeren Zeitraum keine Aktivität in der Wohnung wahrnehmen. Ein intelligenter Medizinschrank sorgt außerdem dafür, dass die passenden Tabletten zur richtigen Zeit eingenommen werden. Mit derlei Gesundheitsmaßnahmen können alte und kranke Menschen länger selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben.

Kein Sprachgewirr mehr 

Der Trend geht zunehmend dahin, alle Geräte über ein einziges System zu steuern. Hierzu ist vor allem die Anbindung der Geräte an ein lokales Netzwerk notwendig. 

Gemeinsame technologische Plattform gesucht

Damit Radio, TV, Internet, Heizung und Waschmaschine miteinander kommunizieren können, haben sich namhafte Hersteller und Verbände zum Partnernetzwerk Connected Living zusammengeschlossen. Ziel ist es, die unterschiedlichen Geräte über die Anwendungsgrenzen hinweg miteinander zu verbinden, einheitliche Bedienstrukturen anzubieten und die zahlreichen Einzelfunktionen zu einer Gesamtlösung zu vereinen. Daran arbeiten Hersteller und wissenschaftliche Institutionen gemeinsam im Innovationszentrum Connected Living.

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