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Dank Gesetzesänderung Grundsteuer einsparen

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Dank Gesetzesänderung Grundsteuer einsparen

22.12.2011, 17:24 Uhr | dpa-tmn

Dank Gesetzesänderung Grundsteuer einsparen. Die Grundsteuer wird möglicherweise bald anders berechnet. (Quelle: imago)

Die Grundsteuer wird möglicherweise bald anders berechnet. (Quelle: imago)

Grundbesitzer, die jetzt schnell agieren, können womöglich die Grundsteuer für das Jahr 2011 sparen. Schon lange wurde diese Steuer als ungerecht kritisiert. Nun prüft sie das Bundesverfassungsgericht auf Verfassungswidrigkeit. Das haben Grundstückbesitzer zu erwarten.

Bis zum 31. Dezember sollten Sie bei der Bewertungsstelle für Grundbesitz und Verkehrssteuern Ihres Finanzamts beantragen, dass der steuerliche Einheitswert von Immobilien aufgehoben wird. Das rät der Verbraucherschutzverein "Wohnen im Eigentum".

Bisherige Steuer nach Standards von 1964 berechnet

Der Grund dafür sei, dass das Bundesverfassungsgericht derzeit prüfe, ob die Bemessung der Grundsteuer nach Einheitswerten gegen das Grundgesetz verstoße. Denn die Steuer wird nicht nach dem tatsächlichen Marktwert der Immobilie berechnet, sondern nach dem Einheitswert. Dieser Wert berücksichtigt zwar die Fläche und Ausstattung des Hauses, aber nach Standards, die 1964 festgelegt worden sind – in den neuen Bundesländern sogar 1935. Wie modern die Bauweise und die Ausstattung sind, hat also keine Auswirkung auf die Höhe der Steuer. Nach Einschätzung von Experten ist es gut möglich, dass die geltende Regelung und die rechtliche Basis für die Grundsteuer nach der Prüfung durch das Verfassungsgericht entfalle. Wer rechtzeitig Einspruch erhoben hat, könnte also die Steuer erstattet bekommen, sofern sie als verfassungswidrig eingestuft wird.

Was tun, wenn der Antrag zurückgewiesen wird

Der Verein weist allerdings darauf hin, dass Grundbesitzer damit rechnen müssen, ihren Antrag zunächst zurückgewiesen zu bekommen. Dann sollten sie gegen den Bescheid Einspruch einlegen. Daraufhin müsse das Finanzamt mit einer weiteren Entscheidung abwarten, bis das Bundesverfassungsgericht über die Sache geurteilt hat.

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