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Chemischer Holzschutz: Anwendung, Vorteile, Nachteile

21.03.2016, 09:43 Uhr | sk (CF)

Chemischer Holzschutz ist eine Maßnahme, die Sie eigentlich bei Ihren Bau- und Renovierungsprojekten vermeiden möchten? Eventuell ist er jedoch unumgänglich. Lesen Sie hier, was es rund um diesen Schutz des Holzes zu beachten gibt.

Chemischer Holzschutz: Verwendung mit Bedacht

Chemischer Holzschutz dient als vorbeugende Maßnahme gegen den Befall des Materials durch Pilze oder Insekten. Der Schutz besteht üblicherweise aus wasserlöslichen Salzen, Öl-Salz-Gemischen und Emulsionen. Mittel auf Salzbasis haben den Vorteil, dass sie sehr gut in das Material eindringen können. Der Nachteil ist, dass sie Glas oder Metalle angreifen können und auswaschbar sind. Produkte auf Ölbasis dagegen sind wasserabweisend und wetterbeständig. Allerdings haben sie eine nur geringe Eindringtiefe und können Kunststoffe angreifen.

Grundsätzlich gelten chemische Produkte in diesem Bereich als zuverlässig, weil sie das Holz sehr gut schützen. Galten sie in der Vergangenheit als krebserregend, werden heutzutage häufig weniger gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe verwendet. Dennoch besteht ein gewisses Restrisiko, wenn die chemischen Stoffe über Hautkontakt aufgenommen werden. Verwenden Sie deshalb grundsätzlich nur geprüfte Mittel mit dem RAL-Gütezeichen "Holzschutzmittel". Die freiwillige Kennzeichnung durch den Blauen Engel ist darüber hinaus ein guter Hinweis, dass das Produkt keine bioziden Wirkstoffe enthält. 

Schutz notwendig: Gefährdungsklassen

Zusätzlich sollten Sie immer genau abwägen, ob die Verwendung chemischer Holschutzmittel tatsächlich notwendig ist. Hierfür lohnt sich ein Blick auf die jeweiligen Gefährdungsklassen, in die nach DIN 68800-3 alle Holzbauteile eingeordnet werden und anhand derer die Prüfprädikate für den Holzschutz, die jeweiligen Verfahren und die notwendige Menge vorgeschrieben werden. Die erste der Gefährdungsklassen bezieht sich auf Insekten. Ist das Holz beispielsweise vollständig umbaut, ist chemischer Holzschutz ebenso wenig notwendig wie auf trockenem Holz. In der Gefährdungsklasse zwei, die Pilze umfasst, ist der Schutz nur auf potenziell feuchtem Material angebracht, das zudem nicht ausreichend belüftet ist. Die letzte der Gefährdungsklassen bezieht sich auf Erdkontakt des Materials. Hier ist ein Schutz dann nicht erforderlich oder empfehlenswert, wenn es sich um Farbkernhölzer oder eine nicht tragende Konstruktion handelt.

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