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Restauration: Wagenräder, Gussöfen, Bügeleisen und Zinkgießkannen

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Wohnaccessoires  

Antike Wohnaccessoires schaffen rustikale Atmosphäre

30.03.2011, 11:28 Uhr | Karin Henjes, zuhause.de

Restauration: Wagenräder, Gussöfen, Bügeleisen und Zinkgießkannen. Rustikales Landhaus (Foto: Zoonar)

Rustikales Landhaus (Foto: Zoonar)

Was für ein Fund! In einem Onlineforum berichtet eine Nutzerin, sie habe beim Abbruch eines Bauernhauses ein paar alte, riesige Wagenräder entdeckt. Noch ist sie unschlüssig, wie und wo sie die Räder verwenden will, aber sie ist begeistert von der urigen Wirkung ihrer neuen Schätze. Und damit ist sie nicht allein. Viele verspüren heute das Bedürfnis, alte Dinge zu bewahren und einem neuen Zweck zuzuführen. "Redesign" nennt das zum Beispiel das ökologisch orientierte Designer-Netzwerk Zweitsinn, das alte Möbel im großen Maßstab neu aufbereitet. Man könnte es aber auch respektvolle Neugestaltung nennen.

Restauration statt Transformation

Was Respekt vor alten Dingen ist, weiß Jürgen Schied aus Kornwestheim sehr genau. Vor zwanzig Jahren begann er damit, Wohngegenstände mit Patina zu erneuern und weiterzuverkaufen. Der gelernte Restaurator kann sich noch gut an eine Modewelle vor zehn Jahren erinnern, als wohlhabende Landhausliebhaber sich aus Wagenrädern Couchtische und andere gewagte Konstruktionen bauen ließen.

"Das passiert heute eigentlich nicht mehr. Heute ist man eher daran interessiert, alte Dinge wieder instandzusetzen und sie ihrer Form entsprechend zu nutzen", weiß Schied. So behalten historische Gegenstände ihre Ursprünglichkeit und bleiben authentisch. Historische gusseiserne Pfannen an der Wand, ein nostalgisches Bügeleisen mit Holzkohleeinschub auf der Kommode oder ein alter Sandsteintrog als wild bepflanzter Blickfang im Garten - viele Gegenstände aus vergangenen Zeiten sind schon aus sich selbst heraus Zierde genug.

Die alte Zinkgießkanne als Blumenvase

Ein weiteres Beispiel hierfür ist auch die alte Schneiderkanne. Das graue verzinkte Standardmodell, das man zu diesem Begriff automatisch im Kopf hat, kann eine lange handwerkliche Herkunftsgeschichte vorweisen. Seit 1876 in Stuttgart von dem Unternehmen Schneider in unterschiedlichen Formen produziert und im Einfüllbereich graviert, wird die Kanne heute von Kennern gesucht und geliebt. "Wenn Sie solch ein Modell finden, dann versuchen Sie ja nicht, seine Oberfläche aufzupolieren", warnt Jürgen Schied. "Bewahren Sie die Patina!"

Reinigen Sie das gute Stück vorsichtig mit einem feuchten Lappen. Wollen Sie das Gefäß bepflanzen, so reicht diese Behandlung bereits - im Handumdrehen haben Sie ein originelles, rustikales Element in Ihr Heim gebracht. Wenn Sie die Gießkanne allerdings als Vase benutzen möchten, sollten Sie nach kleinen Lecks und Löchern suchen. "Solche Stellen sind zunächst behutsam mit entsprechenden Mitteln von Kalk zu befreien", empfiehlt Schied. Danach werden die undichten Stellen mit Lötkolben und Lötzinn repariert. Ein üppiger Blumenstrauß in die Kanne, fertig ist der ländlich rustikale Look!

Ein historischer Gussofen schafft rustikale Landhaus-Atmosphäre

Es kann aber auch gern etwas Größeres sein. Als eindrucksvoller Mittelpunkt einer Stadt- und Landwohnung gelten alte Eisenherde und -öfen. Wer einen solchen beim Trödel gefunden oder ihn geerbt hat, lässt ihn am besten von einem Kenner begutachten. Hat man es mit wertvollen Prunk- oder Jugendstil-Gussöfen zu tun, so sollten diese vom Fachmann restauriert werden. Schöne, aber wertmäßig unspektakuläre Öfen lassen sich hingegen auch problemlos vom geschickten Laien aufarbeiten.

"Zunächst muss der Rost weg", erklärt Jürgen Schied. Je nach Dicke des Belags arbeitet man im ersten Schritt mit Drahtbürste oder Bohrmaschinenaufsatz, um die Oberfläche im zweiten Schritt mit Schmirgelpapier zu glätten. Im dritten Schritt wird eine rosthemmende Grundierung aufgebracht. "Zuletzt kommt die traditionelle Ofenschwärze", ergänzt Schied. Ein solchermaßen wiederhergestellter Ofen sollte als Blickfang eines Raums inszeniert werden. Besonders gut machen sich darauf wuchernde Grünpflanzen wie Farne oder ein herabhängender Efeu.

Der antike Waschtisch

Ein wunderbar rustikales Ambiente lässt sich auch mit einem alten Waschtisch schaffen. Es gibt ihn mit abnehmbarem Spiegelaufsatz und Unterschrank, als schlichtes Tischgestell oder in der Optik einer umrandeten Kommode. Meist bestehen die alten Stücke aus Holz oder furniertem Holz. Sieht die Patina nicht würdevoll, sondern vergammelt aus, müssen auch diese Funde neu bearbeitet werden.

Der Waschtisch aus Massivholz sollte gereinigt, mit Schmirgelpapier oder Schwingschleifer abgeschliffen und dann je nach Geschmack geölt, lackiert oder auch farbig angemalt werden. Fehlen im furnierten Exemplar kleine Stücke der Oberfläche, so lassen diese sich mit neuen Furnierstücken ergänzen. Wer keine Investition scheut, kann auf den Tisch eine neue Marmorplatte setzen lassen und diesen, mit einer neuen Schüssel bestückt, sogar wieder als Waschtisch nutzen. Schön machen sich darauf - zum Beispiel im Schlafzimmer - auch alte, emaillierte Waschschüsseln und -kannen.

Ein altes Wagenrad - draußen und drinnen dekorativ

Bleiben noch die Wagenräder der Nutzerin aus dem Onlineforum. Dort ist man sich einig: Ein hölzernes Wagenrad kommt im Außenbereich am besten zur Geltung, wenn man es einfach irgendwo anlehnt und der Natur überlässt. Besonders reizvoll ist die Platzierung vor Anpflanzungen, die das Rad üppig durchwuchern. Auch im großzügigen Hausflur oder einem weitläufigen, leger eingerichteten Zimmer wirkt so ein Arrangement. Man kann das Rad aber auch anstreichen und an der Wand aufhängen.

Schleifen Sie das Rad dazu erst mit grobem und dann mit feinem Schleifpapier ab und lasieren Sie es dann zum Beispiel naturweiß. An einer gleichfarbigen Wand aufgehängt, entfaltet dieses Zeugnis der Handwerkskunst eine ganz eigene Wirkung: Auf subtile Art holen Sie sich die uralte, harmonische Form des Kreises und der Sonne ins Haus!

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