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Kamin anzünden, befeuern und pflegen – die besten Tipps

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Kaminöfen  

Die besten Tipps für den Kamin

16.02.2017, 08:27 Uhr | sj, dpa-tmn, zuhause.de

Kamin anzünden, befeuern und pflegen – die besten Tipps. Beim Befeuern von Kaminöfen kann man sich die Arbeit erleichtern. (Quelle: imago/INSADCO)

Beim Befeuern von Kaminöfen kann man sich die Arbeit erleichtern. (Quelle: INSADCO/imago)

Wenn es draußen kalt und nass ist, ist ein Kamin weit mehr als nur eine gewöhnliche Wärmequelle. Am knisternden Kaminfeuer lässt sich ungemütliches Wetter doch gleich viel besser ertragen. Mit Holz und Briketts heizt es sich zudem vergleichsweise sparsam. Mit ein paar einfachen Tipps erleichtern Sie sich das Befeuern und Reinigen des Kamins

Brennt der Kamin einmal, legt man besser nur kleinere Mengen Holz oder Briketts nach. Denn ist der Feuerraum des Ofens überfüllt, verbrennt das Material nicht komplett. Die Reststoffe lagern sich im Brennraum ab und ziehen mit dem Rauch in den Schornstein, der dadurch mit der Zeit Schaden nehmen kann. Das erklärt der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik.

Rußrückstände von der Scheibe entfernen

Um die Rußrückstände von der Kaminofenscheibe zu entfernen, feuchtet man das geknüllte Papier leicht an und nimmt damit etwas von der ausgekühlten weißen Asche auf. Damit lässt sich der Belag auf der Kamintür ganz einfach abreiben. Wichtig íst aber, dass sich keine Holzstückchen mehr in der Asche befinden. Sonst könnte man sich damit die Scheibe zerkratzen.

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Damit sich erst gar nicht soviel Ruß auf der Scheibe absetzt, legt man das Holzscheit am besten parallel zur Scheibe, wobei die Rinde unbedingt in den Ofeninnenraum zeigen sollte. Die Rinde ist der feuchteste Teil des Holzscheits und erzeugt beim Verbrennen Wasserdampf, der sich mit dem Ruß verbindet. Ist die Rinde vom Glas abgewandt, lagert sich nicht so viel Ruß an der Tür ab.

Schnelles Feuer im Kaminofen

Für ein schnelles und warmes Feuer legt man am besten zwei Scheite Holz quer in den Ofen. Darauf kommt der Kaminanzünder. Die Späne des Anzündholzes werden wie ein Indianerzelt darüber gebaut. Die kleinen Späne werden zuerst entfacht und sorgen für schnelle Wärme, die großen Holzscheite brennen von oben langsam und gleichmäßig ab.

Als Anzündholz sind Späne von Weichholz wie Nadelhölzer geeignet, da sie schnell für Wärme sorgen. Sie haben eine vergleichsweise geringe Dichte und brennen dadurch schneller aber auch heißer ab. Für das Halten der Wärme sind die dickeren Holzscheite zuständig. Sie sollten daher aus härteren Laubhölzern bestehen, da diese aufgrund ihrer höheren Dichte langsamer abbrennen.

Genügend Luft beim Anzünden

Der Ofen braucht während des Anzündens viel Sauerstoff. Daher sollte die Luftzufuhr in die Position Anzünden oder auf den Maximalwert gestellt sein. Und sind Drosselklappen oder Absperrschieber vorhanden, müssen diese geöffnet sein. Die Luftzufuhr wird wieder vermindert, wenn die Flammen alle Holzscheite erreicht und entzündet haben. Welcher Wert beim jeweiligen Ofen eingestellt werden muss, steht in der Bedienungsanleitung.

Das erste Mal müssen Ofenbesitzer nachlegen, wenn eine Grundglut entstanden ist und nur noch kleinere Flammen übrig sind. Dann kommen die Holzscheite immer mit der Spaltkante nach unten auf die Glut. Das Holz sollte nachgelegt und nicht in den Ofenraum geworfen werden. Das kann sonst die Auskleidung des Feuerraums beschädigen. Um das Entzünden zu beschleunigen, kann nach dem Nachlegen für kurze Zeit die Luftzufuhr erhöht werden.

Das beste Holz für den Kamin

Ohnehin sollte man möglichst trockenes Brennholz verwenden. Je nasser das Holz, desto mehr Qualm entsteht beim Verbrennen. Das Holz sollte eine Restfeuchte von maximal 20 Prozent haben. Dann heizt es am besten und verbrennt schadstoffarm. Um das zu erreichen, muss es zwei bis drei Jahre trocknen. Dazu sollte das Brennholz vor Regen geschützt und dennoch luftig gelagert werden – am besten ist eine überdachte Holzhütte geeignet.

Generell taugen Laubhölzer besser zum Befeuern von Kaminen als Nadelholz. Fichte oder Kiefer brennen zwar schneller an, sind aber auch schneller verbrannt, als etwa Birke oder Eiche. Außerdem verschmutzen die in Nadelhölzern enthaltenen Harze die Tür und das Ofenrohr zusätzlich. Diese Hölzer sind am besten für den Kamin geeignet.

Papier gehört nicht in den Kamin

Immer noch nutzen viele den Kamin, um ihr Altpapier zu verfeuern. Das ist aber weder gesund noch erlaubt. Laut der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV), dürfen lediglich folgende Holzbrennstoffe in Kaminen, Kachelöfen und ähnlichen "kleinen oder mittleren Feuerungsanlagen" verbrannt werden: Naturbelassenes Holz inklusive anhaftender Rinde darf verfeuert werden. Auch Zapfen, Reisig oder Sägespäne sind zulässig, sofern sie unbehandelt sind – ebenso Holzbriketts oder Pellets aus naturbelassenem Holz sowie Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts.

Papier, insbesondere Altpapier sollte demnach nicht verfeuert werden. Druckerschwärze und Bindemittel des Papiers erzeugen beim Verbrennen gefährliche Schadstoffe wie krebserregende Dioxine. Selbst zum Anzünden ist Papier nur sehr schlecht geeignet, da es zu schnell verbrennt.

Asche als Dünger verwenden

Wer nur unbehandeltes Holz verbrennt, kann die Asche im Garten als Dünger verwenden. Besonders bei sauren Böden kann die basische Asche als Ausgleich wirken. Allerdings sollte man sie nur sehr sparsam einsetzen, da sonst die Gefahr einer Überdüngung besteht. Wichtig ist, dass das verbrannte Holz unbehandelt ist. Dann kann man die Asche auch dem Kompost zugeben. Aber auch hier sollte man sie nur dünn über den Kompost verteilen.

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