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Moderne Kaminöfen: Hoher Wirkungsgrad und kaum noch Feinstaub

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Kaminofen-Trends  

Moderne Kaminöfen: Hoher Wirkungsgrad und kaum noch Feinstaub

15.11.2013, 09:32 Uhr | rw, zuhause.de

Moderne Kaminöfen: Hoher Wirkungsgrad und kaum noch Feinstaub. Moderne Kaminöfen: Riesige Fortschritte beim Wirkungsgrad und kaum noch Feinstaubemissionen. (Quelle: Hark)

Moderne Kaminöfen: Riesige Fortschritte beim Wirkungsgrad und kaum noch Feinstaubemissionen. (Quelle: Hark)

Ein Kaminofen verspricht Gemütlichkeit. Während von draußen Regentropfen gegen die Fensterscheiben trommeln, macht man es sich im Hausinnern vor einem schönen, angenehm prasselnden Feuer bequem und genießt die wohlige Wärme, die der Kaminofen abstrahlt. Doch in Zeiten stetig steigender Preise für Öl und Gas spielen für Verbraucher längst auch andere Eigenschaften eine entscheidende Rolle. Natürlich wird die behagliche Lagerfeuer-Atmosphäre noch immer sehr geschätzt, doch darüber hinaus, sollen die Öfen effektiv, sauber und sicher heizen – die wichtigsten Trends bei modernen Kaminöfen.

Lange Zeit waren Kaminöfen in deutschen Wohnzimmern eher ein Auslaufmodell. Doch dank stetig steigender Energiepreise für Gas und Öl ist das Heizen mit Holz wieder richtig attraktiv geworden. Mit einem Kaminofen kann man den günstigen und ökologisch nachhaltigen Heizstoff nutzen, ohne gleich horrende Investitionssummen in eine Pellet-Heizung oder einen Holzvergaser stecken zu müssen.

Der Wirkungsgrad bei Kaminöfen wird größer

Wichtig ist dabei eine möglichst hohe Energieausbeute – Fachleute sprechen auch gern vom Wirkungsgrad. Damit ein Kaminofen nicht nur dekoratives Einrichtungs-Highlight ist, sondern auch spürbar die Heizkosten senken kann, sollte der Wirkungsgrad so hoch wie möglich sein. Aktuelle Modelle von Branchengröße Hark beispielsweise erreichen nach Hersteller-Angaben einen Wirkungsgrad von bis zu 89 Prozent. Zum Vergleich: Der Wirkungsgrad gewöhnlicher Heizkörper ist nur etwa halb so gut.

Zumindest die gefühlte Wärmeausbeute steigt bei aktuellen Modellen des Herstellers auch noch durch eine Neuerung bei der Form des Brennraums: Anders als bei den meisten Öfen ist der der Feuerraum nicht einfach würfel- oder quaderförmig. Die Rückwand steht nicht senkrecht zum Boden, sondern bildet eine Schräge, von der die Wärme dann besonders gut nach vorne abstrahlt.

Kein feuchtes Brennholz im Kamin verfeuern

Doch trotz aller technischer Weiterentwicklungen gilt: Einen hohen Wirkungsgrad erreicht man nur, wenn das Brennholz richtig und lange genug gelagert wurde. Andernfalls sinkt nicht nur sein Heizwert, bei der Verbrennung von feuchtem Kaminholz steigt außerdem der Feinstaubanteil in den Abgasen dramatisch an, wie die Stiftung Warentest Ende 2011 in einer Untersuchung für ihr Online-Portal test.de herausfand.

Ideal für die Verbrennung ist eine Restfeuchte im Holz von 14 Prozent. Dafür sollte das Brennholz nach dem Spalten rund zwei Jahre lang witterungsgeschützt lagern und trocknen. Die Feuchtigkeit im Holz kann man mit Einstech-Messgeräten ermitteln, die Ofen-Hersteller, Fachhändler und viele Baumärkte für kleines Geld anbieten.

Kaminöfen produzieren Feinstaub-Emissionen

Allerdings kommt man auch bei der Verbrennung von trockenem Holz nicht ganz ohne Feinstaub-Emissionen aus. Für die Kaminofen-Hersteller wird das leicht zum Kommunikationsproblem: Fast alle Ofenbauer betonen in ihrer Außendarstellung den Umweltaspekt und weisen zurecht auf die sehr gute CO2-Bilanz beim Heizstoff Holz hin.

Video
Große Unterschiede beim Heizen mit Öfen

Stiftung Warentest: Nur sechs der 19 Heizgeräte bekamen die Note "Gut". zum Video

"Wird er verbrannt, entsteht lediglich so viel des klimaschädlichen Treibhausgases, wie der Baum zuvor während seines Wachstums aus der Atmosphäre herausgefiltert hat", bemerkt auch Striegler, lässt dann aber auch die Kehrseite der Medaille nicht unerwähnt: "Da Holz ein fester Brennstoff ist, entsteht bei der Verbrennung Feinstaub."

Damit ein Kaminofen aber tatsächlich mit gutem ökologischen Gewissen betrieben werden kann, sollten diese so gering wie möglich ausfallen, was gerade bei billigen Öfen nicht unbedingt die Regel ist: Im letzten Winter wurden 19 Kaminöfen von Stiftung Warentest geprüft. Dabei fielen den Testern gleich mehrere Modelle wegen sehr hoher Feinstaub-Emissionen unangenehm auf.

Feinstaubfilter im Kaminofen

Gerade die Markenhersteller bemühen sich deshalb intensiv um Lösungen zur Feinstaub-Reduktion. Eine wirksame Methode besteht darin, die Luftführung im Ofeninneren so zu gestalten, dass eine möglichst gute Nachverbrennung der Heizgase erreicht wird. Der Feinstaub im Abgas wird also ein weiteres Mal verbrannt, statt einfach durch den Schornstein nach draußen gepustet zu werden.

Zusätzlich werden verschiedene Filtersysteme in die Öfen eingebaut, die den Löwenanteil der klimaschädlichen Kleinstteilchen auffangen sollen. Hersteller Hark setzt dazu beispielsweise auf einen leicht austauschbaren und wartungsarmen Schaumkeramikfilter. "Durch den integrierten Feinstaubfilter liegt der Staubanteil im Abgas nur noch bei 8 bis 21 Milligramm pro Normkubikmeter", erklärt Striegel.

Geringe Feinstaub-Emissionen entlasten aber nicht nur die Umwelt, sie machen einen Kaminofen auch zukunftstauglich. Aktuell schreibt die Bundesimmisionsschutzverordnung (BImSchV) maximale Feinstaub-Werte von 75 Milligramm pro Kubikmeter Luft vor. Schon mit der nächsten Novelle der BImSchV und wohl auch danach werden die Grenzwerte weiter sinken.

Kaminöfen sollen die Wohn- und Lebensqualität erhöhen

Völlig unabhängig von potenziellen Heizkostenersparnissen und ökologischen Motiven ist aber ein anderes, vielleicht sogar das entscheidende Motiv, sich einen Kaminofen zuzulegen: Fast alle Käufer versprechen sich vom Einbau ein Plus an Wohn- und Lebensqualität. Die Wärme des prasselnden Feuers und ein möglichst freier Blick auf die lodernden Flammen sollen eine behagliche Atmosphäre in der Wohnung schaffen.

Kaminofen-Design orientiert sich an aktuellen Einrichtungstrends

Damit die Öfen im Wohnraum aber nicht deplatziert und wie ein Fremdkörper wirken, orientieren sich die Hersteller zunehmend an den aktuellen Möbel- und Einrichtungstrends. Wie im gesamten Wohnbereich sind hier vor allem zwei Strömungen zu beobachten: Kaminöfen mit reduziertem Design passen sich harmonisch in modern eingerichtete Wohnumgebungen ein.

Auf der anderen Seite seien gekachelte Öfen, teils mit aufwändig von Hand bemalten Ofenkacheln wieder schwer im Kommen, weiß Stefan Stolz, Gesamtvertriebsleiter bei Hark, zu berichten. Je nach Art und Auffälligkeit der Kachelbemalung lassen sich solche gekachelten Öfen praktisch in jeden Wohnraum stimmig integrieren. Ein Ofen mit glatten Fronten und eine Außenverkleidung aus gebürstetem Stahl wäre im gemütlichen Landhaus-Wohnzimmer wohl eher ein Stilbruch.

Ein freier Blick aufs Feuer ist den Kunden wichtig

Doch egal was für ein Ofen nun im Zimmer steht: Man will das Feuer in seinem Inneren auch sehen. Die Scheiben werden deshalb tendenziell größer und gestatten so einen guten Blick aufs Feuer. Häufig werden die Brennräume darüber hinaus halbrund gestaltet, damit man das Feuer aus möglichst vielen Winkeln sehen kann. "Soll der Kaminofen von mehreren Wohnbereichen – zum Beispiel Wohn- und Esszimmer – eingesehen werden können, ist auf Wunsch auch eine Drehvorrichtung möglich", heißt es bei Hark.

Preise für Kaminöfen

Wie in anderen Bereichen auch, werden die wesentlichen Trends bei Kaminöfen durch die Branchenschwergewichte, die großen Markenhersteller, bestimmt. Vor allem technische Innovationen wie bei der Feinstaubreduktion sind das Ergebnis aufwändiger und teurer Entwicklungsarbeit und daher überwiegend im Hochpreissegment anzutreffen.

Irgendeinen Grund müssen die erheblichen Preisunterschiede ja auch haben. Billige Kaminöfen bekommt man schon ab etwa 200 Euro. Hochwertige Modelle können schon einmal mit 3000 Euro zu Buche schlagen. Wenn dafür dann Wirkungsgrad, Design und Emissionen stimmen, ist das Geld aber gut angelegt. Ein Zimmer mit Kaminofen muss nicht mehr zusätzlich beheizt werden. Häufig reicht die Wärme sogar, um angerenzende Räume mit zu versorgen.

Einen schönen Überblick über die wichtigsten Kaminofentrends 2012/13 in Technik und Design zeigt unsere Foto-Show.

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