Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Energie > Heizung >

Richtig heizen im Winter, Thermostat einstellen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

So heizen Sie clever  

Voll aufgedrehter Heizkörper heizt nicht schneller

09.12.2017, 11:07 Uhr | sj, dpa-tmn, t-online.de, jb

Richtig heizen im Winter, Thermostat einstellen. Thermostat (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/zoomstudio)

Steht Stufe 3 für 30 Grad? (Symbolbild) (Quelle: zoomstudio/Thinkstock by Getty-Images)

Aus Energiespargründen drehen viele Verbraucher in ihrer Abwesenheit die Heizung herunter. Das hat zur Folge, dass die Wohnung auskühlt und dann länger braucht, ehe sie warm wird. Das Aufdrehen der Heizung bei Anwesenheit bringt allerdings nichts, weiß die Verbraucherzentrale Thüringen, nur der Energieverbrauch steigt. Wie man die Heizung am besten einstellt und welche Raumtemperatur sinnvoll ist – so heizt man clever.

Ein kalter Raum wird nicht schneller warm, wenn die Heizung auf Stufe 5 statt auf 3 steht. Darauf weist die Verbraucherzentrale Thüringen hin. Denn die Stufen stehen nur für eine gewünschte Höchsttemperatur, bei der das Thermostat die Wärmezufuhr anhält.

Eine Flüssigkeit im Drehknopf lasse das Thermostatventil auf die Raumtemperatur reagieren, erläutern die Verbraucherschützer. Ist eine bestimmte Gradzahl erreicht, dehne sich die Flüssigkeit aus. Das Ventil schließe daraufhin automatisch.

Heizung nicht zu hoch einstellen

Die Heizung heizt dann nicht weiter auf – bei Stufe 3 sei das in der Regel bei einer Raumtemperatur von 20 bis 21 Grad. Bei Stufe 5 hingegen erwärme die Heizung den Raum weiter. Und das erhöhe den Energieverbrauch – um circa sechs Prozent für jedes weitere Grad. Die Experten raten daher, zu hoch eingestellte Regler herunterzudrehen, wenn das Zimmer warm genug ist. Im Wohn- und Esszimmer reicht nach Ansicht der Experten eine Raumtemperatur von 20 Grad. Im Kinder- und Arbeitszimmer sollten es maximal 22 Grad sein, während im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad genügen.

Thermostate besser aufdrehen

Anders ist es, wenn ein zentrales Thermostat die Heizungsanlage für die gesamte Wohnung regelt. Dann empfiehlt die Stiftung Warentest, die Ventile an den einzelnen Heizkörpern voll aufzudrehen. Das Prinzip dahinter ist einfach: Wird das Raumthermostat so eingestellt, dass die Wohnung auf 20 Grad erwärmt werden soll, und manche Heizkörper sind nur halb aufgedreht, kann die gewünschte Temperatur nicht erreicht werden. Sollen dagegen einzelne Räume kühler bleiben, kann man an deren Heizkörpern die Temperatur individuell herunterregeln.

Wie viel Grad bedeuten die Zahlen?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Die Gradzahl ist von der Raumgröße abhängig. Ein kleiner Raum wird auf Stufe 3 bereits angenehm warm. Ein großer Raum benötigt hingegen eine etwas höhere Stufe. 

Als Faustformel können Sie sich merken, dass jede Stufe ein Temperaturschritt von etwa vier Grad bedeutet. Teilweise können mit Stufe 5 bis zu 30 Grad Celsius Raumtemperatur erreicht werden. Dies ist allerdings nur ein Schätzwert. Der tatsächlich erreichte Wert hängt von unterschiedlichen Faktoren – Raumgröße, Isolierung der Wände und Fenster, Personenanzahl – ab. Es handelt sich daher nicht um einen festgelegten Richtwert.

Nachts Temperatur nur um zwei Grad senken

Allerdings sollte dies auch mit Bedacht umgesetzt werden. Nachts beispielsweise sollten die Bewohner die Temperatur um maximal zwei Grad senken, rät Wilhelmina Katzschmann, Vizepräsidentin der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz in Mainz. Das spare auch Geld: Werde die Heizung weiter heruntergedreht, kühle das Gebäude aus und müsse dann mit erhöhtem Energieverbrauch am Tag wieder erwärmt werden, warnt Katzschmann weiter.

Wohnung sollte nicht kälter als 16 Grad sein

Eine Grundtemperatur von 16 Grad sollte man in der Wohnung ohnehin nicht unterschreiten, rät die Deutsche Energie-Agentur (dena) in Berlin. Sonst schlägt sich die Feuchtigkeit aus der Luft an den kalten Wänden und Gegenständen nieder – dort bildet sich in der Folge bevorzugt Schimmel. Unabhängig davon, welche Temperatur man selbst einstellt, müssen in deutschen Mietwohnungen aber mindestens 20 Grad erreicht werden können. Wird die Heizung nicht warm genug, dürfen Mieter ihre monatlichen Zahlungen kürzen, wie die laufende Rechtsprechung zu kaputten Heizungen in Mietwohnungen zeigt.

Frostschutz für die Heizung genügt nicht

Selbst bei längerer Abwesenheit muss die Wohnung ausreichend geheizt sein. Dabei genügt es nicht, die Heizung mit dem Schneeflockensymbol auf "Frostschutz" zu stellen. Der Frostwächter verhindert lediglich, dass der Heizkörper zufriert, nicht aber das Vereisen der Leitungen. Kommt es zum Rohrbruch, weil nicht genügend geheizt wurde, kann man seinen Versicherungsschutz verlieren und bleibt auf den Kosten sitzen.

Wie Sie Ihren Thermostat auswechseln, erfahren Sie hier.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
NIVEA Duftkerze für perfekte Wohlfühlmomente
ideal auch als Geschenk - jetzt auf NIVEA.de
Shopping
Jetzt portofrei Weihnachts- geschenke bestellen!
schnell zu JAKO-O.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017