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Staatliche Förderung für die energetische Modernisierung

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Staatliche Förderung für die energetische Modernisierung

10.11.2017, 08:00 Uhr | rw; BSB

Staatliche Förderung für die energetische Modernisierung. Heizung und Geld (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Rallef)

Die Heizungsoptimierung wird staatlich gefördert. (Symbolbild) (Quelle: Rallef/Thinkstock by Getty-Images)

Die Kosten einer energetischen Modernisierung Ihres Hauses müssen Sie als Eigentümer nicht alleine tragen. Der Staat hält in vielen Fällen attraktive Fördermittel bereit. Allerdings muss man einige Bedingungen erfüllen, damit man staatliche Förderung in Anspruch nehmen kann. Wie Sie die Modernisierung Ihres Hauses am besten angehen und welche staatlichen Fördermittel Sie dafür ergattern können.

Die gesetzlichen Anforderungen an die energetischen Eigenschaften des Gebäudebestands wurden in den letzten Jahren immer wieder verschärft – zuletzt durch die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2014). Eigentümer sind verpflichtet, ihr Haus entsprechend zu modernisieren und beispielsweise alte Heizungsanlagen oder die Wärmedämmung des Gebäudes an die neuen Anforderungen anzupassen. Wenn ohnehin Modernisierungsmaßnahmen anstehen, ist es häufig sinnvoll, sogar noch über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus zu gehen.

Welche Stellen staatliche Fördermittel anbieten

Viele Maßnahmen zur energetischen Gebäudemodernisierung werden gefördert. Sowohl die staatliche Investitionsbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) als auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) halten diverse Fördertöpfe für Modernisierer bereit. Die Bewilligung der Förderung ist allerdings je nach Förderprogramm an unterschiedliche Bedingungen geknüpft. Da als Laie den vollen Durchblick zu behalten, ist kaum möglich.

Für die Optimierung ihrer Heizung können Eigentümer einen staatlichen Zuschuss bekommen. Gefördert vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird die Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich bei bestehenden Heizsystemen. Auch für den Ersatz von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen kann ein Zuschuss beantragt werden. Übernommen werden jeweils bis zu 30 Prozent der Kosten.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss, der nach Umsetzung der Maßnahmen und Einreichung der vollständigen Antragsunterlagen an den Antragsteller überwiesen wird. Wer die Förderung in Anspruch nehmen will, muss sich vor Maßnahmenbeginn auf der Homepage des BAFA registrieren.

Unabhängige Energieberater helfen bei der Planung und den Anträgen auf Fördermittel

Deshalb ist die Einbeziehung eines Energieberaters unverzichtbar, der sämtliche staatlichen Förderprogramme kennt. "Wichtig ist, sich nicht vorschnell auf bestimmte Maßnahmen festzulegen, sondern ergebnisoffen alle Vorschläge zu diskutieren", rät Ulrich Rühlmann, Diplom-Ingenieur und Bauherrenberater beim BSB. Der Energieberater erstellt dann auch die für eine KfW-Förderung erforderlichen Anträge und Erklärungen vor Maßnahmenbeginn.

Mehr Förderung für die Energieberatung

Die Energieberatung selbst wird vom BAFA bezuschusst. Die Förderung steigt nun von 50 auf 60 Prozent der gesamten Beratungskosten, maximal jedoch 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und 1100 Euro für Häuser mit mindestens drei Wohneinheiten.

Darüber hinaus können maximal 500 Euro Zuschuss vom BAFA beantragt werden, wenn der Energieberatungsbericht in einer Wohneigentümerversammlung oder Beiratssitzung erläutert wird. Nicht mehr bezuschusst werden Thermografie-Aufnahmen mit Wärmebildkameras sowie Stromsparberatungen.

Grundsätzlich kann zwischen zwei Beratungsvarianten ausgewählt werden: Entweder kann sich der Immobilienbesitzer ein Konzept für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus erstellen lassen oder einen "Sanierungsfahrplan" für die schrittweise energetische Sanierung. So ein "Sanierungsfahrplan" enthält aufeinander abgestimmte Einzelmaßnahmen.

Den richtigen Energieberater finden

Bei der Auswahl des Energieberaters sollte man sicher stellen, dass dieser bei der Beratung keine wirtschaftlichen Eigeninteressen verfolgt. Zwar beschäftigen auch viele Handwerksbetriebe Mitarbeiter mit der Qualifikation zum geprüften Gebäudeenergieberater. Verbraucherschützer sehen hier aber die Gefahr von Interessenkonflikten. Die Gefahr ist groß, dass beispielsweise ein Dachdecker-Meister in der Erwartung eines lukrativen Auftrags in erster Linie beim Dach Handlungsbedarf attestiert, obwohl andere Maßnahmen sich womöglich viel schneller amortisieren würden. Unabhängige Energieberater vermitteln beispielsweise der BSB oder der Verband privater Bauherren (VPB).

Professionelle Baubegleitung Voraussetzung für KfW-Förderung

Für die Inanspruchnahme von KfW-Fördermitteln ist die Baubegleitung durch einen unabhängigen Sachverständigen ohnehin unabdingbar. "Er bestätigt die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen", heißt es bei der KfW. "Diese Bestätigung brauchen Sie für Ihren Kreditantrag." 50 Prozent der für die professionelle Baubegleitung anfallenden Kosten (maximal 4000 Euro) übernimmt die KfW.

Gefördert werden im Rahmen der KfW-Programme "Energieeffizient Sanieren" alle energetischen Modernisierungsmaßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen, aber auch Einzelmaßnahme wie die Optimierung der Heizungsanlage, der Einbau neuer Fenster und Türen, die Installation einer Lüftungsanlage oder die Dämmung von Fassade, Innenwänden, Dach sowie Keller- und Geschossdecken. Förderfähig sind nur Wohngebäude, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 1. Januar 1995 gestellt wurde.

Höhe der KfW-Förderung

Die Förderung kann entweder in Form eines besonders zinsgünstigen Kredits (ab 1,0 Prozent effektiver Jahreszins) von bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit beziehungsweise 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen in Anspruch genommen, oder als Investitionszuschuss von bis zu 18.750 Euro pro Wohneinheit gezahlt werden.

Wer eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert oder eine bestehende so modernisiert, dass eine deutliche Leistungssteigerung erreicht wird, kann dafür über das KfW-Programm 274 ("Erneuerbare Energien – Standard – Photovoltaik") einen zinsvergünstigten Kredit (ab 1,46 effektiver Jahreszins) in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass ein Teil des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Wie Sie genau bei der Sanierung vorgehen sollten, erfahren Sie hier.

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