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Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung: Top 5

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Energetischen Sanierung  

Lukrative Maßnahme wird von Hausbesitzern kaum beachtet

12.06.2016, 15:54 Uhr | rw, t-online.de

Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung: Top 5. Die Dämmung der Fassade wurde 2014 als Einzelmaßnahme 13.300 mal von der KfW gefördert. (Quelle: imago/westend61)

Die Dämmung der Fassade wurde 2014 als Einzelmaßnahme 13.300 mal von der KfW gefördert. (Quelle: westend61/imago)

Der Austausch alter Heizkessel war die am häufigsten durchgeführte Einzelmaßnahme zur energetischen Sanierung. Das teilt die Deutschen Energie-Agentur (dena) unter Berufung auf die Förderstatistik der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit. Der Heizkesseltausch lag damit noch vor dem Einbau neuer Fenster oder einer nachträglichen Wärmedämmung. Eine besonders schnell rentable Modernisierungsmaßnahme wird von den Deutschen offenbar kaum beachtet.

Nur rund 3200 Mal wurden KfW-Fördermittel für die Überprüfung und Optimierung der bestehenden Heizung in Anspruch genommen. Das ist deshalb verwunderlich, weil gerade hier der Investitionsaufwand und die erzielbaren Einsparungen in einem besonders guten Verhältnis stehen.

Optimierung der bestehenden Heizungsanlage findet kaum Beachtung

Zur Optimierung der bestehenden Anlage zählt zum Beispiel die Dämmung der Heizungsrohre. Ein weiteres wichtiges Instrument ist der so genannte hydraulische Abgleich. Darunter versteht man eine Art Feinjustierung des Heizkreislaufs, der dazu führt, dass sich das Heizwasser optimal auf sämtliche Heizkörper eines Gebäudes verteilt. Sofern diese noch nicht vorhanden sind, werden im Zuge des hydraulischen Abgleichs voreinstallbare Thermostatventile an der Heizkörpern installiert. Bei vielen Anlagen ist zudem der Austausch der alten Umwälzpumpe sinnvoll.

Die Investitionskosten sind vergleichsweise überschaubar. "In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus muss man mit 650 bis 1250 Euro für einen hydraulischen Abgleich rechnen – je nachdem, wie viele Thermostatventile ausgetauscht werden müssen und ob eine neue Heizungspumpe nötig ist", informiert die gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online auf ihren Webseiten. Demgegenüber stünden jährliche Heizkosteneinsparungen von etwa 110 Euro. Oft rentiert sich die Investition also schon im sechsten Jahr. Sollten die Energiepreise in Zukunft wieder anziehen, profitiert man entsprechend stärker von dem geringeren Heizstoffverbrauch.

Heizkesseltausch die häufigste Modernisierungsmaßnahme 

Deutlich höher fallen die Investitionskosten schon bei einem Heizkesseltausch aus – mit rund 56.500 Fällen die 2014 am häufigsten geförderte Einzelmaßnahme zur energetischen Gebäudesanierung. ""Einen Gas-Brennwertkessel für ein Zweifamilienhaus gibt es inklusive der nötigen Umrüstung des Kamins ab etwa 5000 Euro", so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Öl-Brennwertkessel seien ein wenig teurer. Dem gegenüber stünden allerdings auch erhebliche Einsparungen im Heizstoffverbrauch von 10 bis 25 Prozent. Außerdem verbrauchten die integrierten modernen Heizungspumpen rund 90 Prozent weniger Strom als es Pumpen noch vor 30 Jahren taten. Wegen der hohen Verbrauchseinsparungen rechnet sich auch der Heizkesseltausch oft relativ schnell.

Das ist aber nicht der einzige Grund, der so viele Deutsche 2014 zum Handeln bewog. Mit der zum 1. Mai in Kraft getretenen Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) wurde erstmals eine Austauschpflicht für alte Heizungen eingeführt. Heizkessel mit mehr als 30 Jahren auf dem Buckel mussten bis zum Jahreswechsel ersetzt werden, sofern nicht bestimmte Ausnahmen griffen. Die Austauschpflicht hat weiter Bestand. Kessel, die vor 1986 eingebaut wurden, müssen in diesem Jahr ersetzt werden, sofern es sich nicht um Brennwert- oder Niedertemperaturheizkessel mit einem besonders hohen Wirkungsgrad handelt. Ausgenommen von der Austauschpflicht sind auch Hausbesitzer, die schon mindestens seit Februar 2002 in ihrer selbstgenutzten Immobilie mit alter Heizung wohnen.

Energetische Sanierung der Gebäudehülle

Am zweithäufigsten erneuerten Immobilienbesitzer laut der KfW-Statistik alte Fenster. Der Einbau moderner Wärmeschutzverglasung wurde rund 54.500 Mal gefördert. Auf Platz drei und vier der populärsten Einzelmaßnahmen folgen die Wärmedämmung des Daches (ca. 26.800) sowie die Fassadendämmung (ca. 13.300). Vor allem letztere rechnet sich als Einzelmaßnahme oft nur dann, wenn man sie mit anderen Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen koppelt, das Haus also sowieso eingerüstet werden muss. Lässt man allein für die Dämmung ein Baugerüst aufstellen, übersteigen die Kosten der Maßnahme oft die möglichen Einsparungen.

Tipps für das energetische Sanieren mit geförderten Einzelmaßnahmen

"Für Hausbesitzer mit begrenzten finanziellen Mitteln können Einzelmaßnahmen ein guter Einstieg in die schrittweise energetische Modernisierung des Eigenheims sein", sagt Christian Stolte, Experte für energieeffiziente Gebäude bei der dena. Der Austausch eines alten Heizkessels, die Erneuerung der Fenster, eine Wärmedämmung und weitere Maßnahmen können über die KfW mit einem Investitionszuschuss von bis zu 5000 Euro pro Wohneinheit gefördert werden. Die Einbindung erneuerbarer Energien zur Warmwasserbereitung oder zum Heizen – also die Installation einer Solarthermie-Anlage – kann alternativ auch über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst werden.

Welche Einzelmaßnahmen in welcher Reihenfolge am sinnvollsten sind, kann jedoch von Haus zu Haus unterschiedlich sein. "Hausbesitzer sollten vor jeder Sanierungsmaßnahme einen Termin mit einem qualifizierten Energieberater machen", empfiehlt Stolte. "Der Berater untersucht die Bausubstanz und die Heizung und gibt Empfehlungen für sinnvolle Verbesserungen. Dabei prüft er auch, ob eine infrage kommende Maßnahme wirtschaftlich ist." Die Vor-Ort-Energieberatung in Ein- und Zweifamilienhäusern wird über das BAFA mit bis zu 800 Euro bezuschusst.

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