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So schummeln Hersteller beim Stromverbrauch

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Studie belegt  

Hersteller schönen Energieverbrauch

22.06.2017, 08:21 Uhr | jpf, Jennifer Buchholz, AFP, t-online.de

So schummeln Hersteller beim Stromverbrauch. Digitaler Stromzähler (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/schulzie)

Der Stromverbrauch vieler Geräte ist häufig höher als angegeben. (Symbolbild) (Quelle: schulzie/Thinkstock by Getty-Images)

"Geringer Stromverbrauch", "beste Energieeffizienzklasse" oder "stromsparend": Mit diesen Angaben deklarieren viele Hersteller ihre Produkte bei Geräte-Test. Umweltschutzorganisationen deckten nun auf, dass es sich hierbei häufig um Falschangaben handelt.

Veraltete und nicht eindeutige Tests

Viele Haushaltsgeräte verbrauchen einem Zeitungsbericht zufolge im Alltag deutlich mehr Energie, als beim Kauf im Geschäft versprochen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Studie mehrerer europäischer Umweltschutzorganisationen. Schuld an den teils drastischen Differenzen zwischen Labor und Wohnzimmer sind demnach vor allem nicht eindeutige und technisch veraltete Tests, nach denen der Verbrauch der Geräte gemessen wird. Beispielsweise wird der Energieverbrauch eines Fernsehers seit zehn Jahren mit dem gleichen Video gemessen.

Hinzu kämen fehlende oder verwirrende Informationen für die Verbraucher, wenn sich durch veränderte Geräteeinstellungen oder eine neue Software der Stromverbrauch erhöhe, kritisieren die Umweltschutzorganisationen Clasp, Ecos, EEB und Topten dem Bericht zufolge.

Vorerst kein konkreter Verbrauchstest

Durch strengere Design- und Effizienz-Vorgaben will die EU den Energieverbrauch in Europa bis 2020 um fast ein Zehntel senken. Jeder Haushalt könnte dadurch jährlich fast 500 Euro sparen, zugleich würden Klima und Umwelt geschont.

Die konkreten Verbrauchstests für die Geräte auszuarbeiten sei aber Sache der verschiedenen Standardisierungs-Organisationen, heißt es laut "SZ" von der EU-Kommission. Dort handelten Vertreter aus Industrie, Forschung und Verbraucherschutz im Konsens entsprechende Normen aus. Diese anzupassen sei oft ein langwieriger Prozess.

Alltagsnaher Test liefert genauere Werte 

Für ihre Studie ließen die Organisationen dem Bericht zufolge neue Tests entwickeln, die näher am Alltag und der aktuellen Technik sein sollen. So wurden beispielsweise Ultra-HD-Fernseher auch mit entsprechendem Videomaterial und der aktuellsten Software geprüft, bei der Verbrauchsmessung von Kühlschränken wurden auch die Türen geöffnet und geschlossen. So etwas ist in den Norm-Messungen nicht vorgesehen, auf deren Basis das EU-weite Energielabel zwischen "A+++" und "G" vergeben wird.

Je nach Gerät stieg der Verbrauch demnach häufig um 20 bis 30 Prozent, in einem Extremfall war er sogar mehr als doppelt so hoch, wie die "SZ" berichtet. Allerdings nennt die Studie weder Herstellernamen noch Modelle, weil jeweils nur ein Gerät getestet wurde. Offizieller Standard wären mindestens vier Geräte desselben Modells. Die Untersuchung könnte also angreifbar sein.

Foto-Serie mit 4 Bildern

Das können Verbraucher tun 

Für viele Verbraucher spielen bei der Kaufentscheidung nicht mehr nur noch die Marke, sondern auch andere Eigenschaften wie die Energieeffizienz und das Preis-Leistungs-Verhältnis mit ein," erklärt Eva Klaar, Verbraucherzentrale Berlin. "Weicht der tatsächliche Stromverbrauch deutlich – also 30 Prozent – von den Angaben des Herstellers ab, so besteht ein Nacherfüllungsanspruch." Die Hersteller müssen demnach dem Verbraucher eine Reparatur oder eine mangelfreie Ersatzlieferung anbieten. Um diese Leistung in Anspruch nehmen zu können, müssen die Verbraucher allerdings den Mangel reklamieren und gegenüber dem Hersteller nachweisen. 

So gehen Sie vor

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Gerät mehr Strom verbraucht, als vom Hersteller angegeben, sollten Sie sich an die Energieberatung der Verbraucherzentrale wenden. Diese erreichen Sie kostenlos unter 0800 - 809 802 400. Die Mitarbeiter der Energieberatung bieten Ihnen unter anderem zwei Möglichkeiten: 

  1. Ein Strommessgerät gegen eine Kaution auszuleihen und hiermit den tatsächlichen Stromverbrauch des Gerätes zu überprüfen und dokumentieren. (Hierzu sollte eine Messung von mindestens 12, jedoch besser 24 Stunden durchgeführt werden).
  2. Termin mit einem Energieberater vereinbaren. Dieser Experte kommt zu Ihnen nach Hause und überprüft die gewünschten Produkte. Zusätzlich wird der Stromverbrauch professionell dokumentiert.

Mit diesen Daten können sich Verbraucher an die Hersteller wenden. Wofür es noch Energieberater gibt, erfahren Sie hier. 

Die EU hatte vor wenigen Tagen die Kennzeichnung der Energieeffizienz-Labels neu klassifiziert. 

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