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Rosenpflege  

Die sieben größten Fehler bei der Rosenpflege

01.06.2010, 11:23 Uhr | cme, t-online.de

Rosenpflege: Die sieben größten Fehler bei der Rosenpflege. Wer Freude an seinen Rosen haben will, muss ihre Ansprüche kennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer Freude an seinen Rosen haben will, muss ihre Ansprüche kennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie gilt als die edelste Blume der Welt - stellt aber hohe Ansprüche an ihren Besitzer: die Rose. Gartenbesitzer wissen, dass kaum eine andere Pflanze so schwierig zu pflegen ist wie die Königin der Blumen. Mehltau, Pilzkrankheiten und Blattläuse nerven ebenso wie welke Blätter und sich nicht öffnende Blüten. Viele Gärtner wissen sich nicht anders zu helfen und greifen zur chemischen Keule. Doch das muss nicht sein. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Rosen zur strahlenden Blüte bringen und verraten die sieben häufigsten Fehler bei der Rosenpflege.

Falscher Standort fördert Pilzkrankheiten

Wer Freude an seinen Rosen haben will, muss ihre Ansprüche kennen. Der erste Fehler besteht darin, die Rosen an den falschen Standort zu setzen. Rosen lieben Licht und Luft. Sie brauchen viel Sonne, mögen aber auch Wind - so trocknen die Blätter nach Regen oder Morgentau schnell ab. Bleiben die Blätter häufig feucht, entstehen Pilzkrankheiten wie Mehltau, Rosenrost oder Sternrußtau - ein leidiges Problem, das viele Rosengärtner kennen. Achten Sie auch auf den richtigen Boden. Idealerweise sollte er lehmig und humusreich sein und Sandanteile enthalten. Schwere Böden können mit grobem Sand, leichte Böden mit Kompost und abgelagertem Mist verbessert werden.

Richtig gießen und düngen

Der Wasserbedarf von Rosen wird häufig überschätzt. Selbst bei großer Trockenheit genügt es, die Rosen ein- bis zweimal pro Woche ordentlich zu wässern. Der häufigste Fehler ist dabei, die Blätter nass werden zu lassen. Feuchte Rosenblätter sind krankheitsanfällig. Auch beim Düngen kann man einiges falsch machen. Zwar benötigen Rosen viele Nährstoffe. Allerdings dürfen sie nicht länger als bis Ende Juli/ Anfang August gedüngt werden. Andernfalls verholzen die Zweige nicht ausreichend und können im Winter erfrieren. In der Regel wird eine dreistufige Düngung empfohlen: Im März wird etwas Kompost auf dem Beet verteilt, Ende Mai und Ende Juli folgen je eine Düngung mit einem speziellen Rosendünger.

Fehlender Schnitt macht krankheitsanfällig

Ein weiterer Fehler beim Rosenanbau ist der fehlende Schnitt. Beim Frühjahrsschnitt sollten alle geschädigten Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Je nach Rosensorte werden die verbliebenen Triebe ebenfalls gekürzt. Nach der ersten Blüte im Juni oder Juli erfolgt der Sommerschnitt, bei dem alles Verblühte entfernt wird. Ein guter Schnitt fördert nicht nur die Blüte, er verhindert auch Krankheiten, da ein weniger dichter Strauch nach Regenfällen besser abtrocknet.

Winterschutz nicht vergessen

Rosen sind frostanfällig und brauchen einen Winterschutz. Wer dies vergisst, hat im Folgejahr oft große Schäden zu beklagen - manchmal erfriert die ganze Pflanze. Bewährt hat sich das so genannte Anhäufeln. Dazu gibt man lockere Erde, zum Beispiel Komposterde, rund um den Strauch und bildet bei jeder Rose einen etwa 15 bis 20 Zentimeter hohen Haufen rund um den Stamm. Dieser schützt die unteren Knospen - auch Augen genannt - vor dem Frost. Strauch- und Kletterrosen sowie Rosenstämmchen werden komplett eingepackt, und zwar mit Jute, Sackleinen oder Frostschutzvlies.

ratgeber.t-online.de: Rosen pflanzen: Der Herbst ist die beste Jahreszeit

ADR-Rosen sind besonders widerstandsfähig

Bereits beim Rosenkauf können Sie viel für die Gesundheit Ihrer Rosen tun. So empfiehlt es sich, Rosen mit ADR-Prädikat zu kaufen. Das gilt sowohl für Beet- als auch für Strauch- und Kletterrosen. Die "Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung" (ADR) gilt als der härteste Rosen-TÜV der Welt. In dem Test werden neue Rosensorten auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten überprüft - und zwar ohne den Einsatz von Chemie. Auch die Blühstärke und und Frosthärte werden getestet. Dennoch gilt: Auch eine ADR-Rose braucht sorgfältige Pflege, um perfekt zu gedeihen.

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