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Fetthenne braucht im Garten kaum Pflege

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Winterharte Pflanze  

Die Fetthenne eignet sich für jeden Garten

20.06.2013, 11:45 Uhr | dpa-tmn

Fetthenne braucht im Garten kaum Pflege. Weisse Fetthenne Sedum album wächst auf einem Felsen  (Quelle: imago/blickwinkel)

Weisse Fetthenne Sedum album wächst auf einem Felsen (Quelle: imago/blickwinkel)

Die Fetthenne (botanisch: Sedum) zählt zu einer äußerst variantenreichen Pflanzengattung, von der es auch ganz filigrane Vertreter gibt. Sie kommt vorwiegend in nördlichen Breitengraden vor und braucht kaum Pflege.

"In der Robustheit sind die Fetthennen kaum zu übertreffen", sagt Bernd Hertle, Professor für Freilandzierpflanzen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. "Arten wie die Weiße Fetthenne (Sedum album), Milder Mauerpfeffer (Sedum sexangulare) und Kaukasus-Fetthenne (Sedum spurium) kommen mit Hitze und Trockenheit gut zurecht, aber auch bei Feuchtigkeit wachsen sie zuverlässig", erläutert der Pflanzenkenner. Die Kaukasus-Fetthenne reagiert sogar auf Salz unempfindlich, was für die Verwendung im Straßengrün ein entscheidender Faktor ist – dort kommt sie im Winter mit Straßensalz in Kontakt. Auch für die Grenzbepflanzung privater Grundstücke empfiehlt sich die Pflanze.

Staude des Jahres

Aufgrund all dieser Eigenschaften wurde die Fetthenne auch vom Bund deutscher Staudengärtner zur "Staude des Jahres 2011" gekürt. Doch dafür muss sie noch mehr können: "In Gestaltungen sind die Fetthennen wertvoll, weil sie ruhige Formen ins Spiel bringen", sagt Margrit Duwe-Schwab, Studiendirektorin an der Staatsschule für Gartenbau und Landwirtschaft in Stuttgart-Hohenheim.

Verschiedene Sorten der Fetthenne

"Während die eher kriechend wachsenden Arten zum Grundinventar der extensiven Dachbegrünung gehören, schmücken die hohen Sedum-Arten sonnige Beete und trockene Freiflächen", sagt Hertle. Zu letzteren gehören vor allem die Purpur-Fetthenne (Sedum telephium) sowie die Schöne Fetthenne (Sedum spectabile). Diese Arten bilden dichte Horste, die etwa 40 Zentimeter hoch werden. Sie sind ein Kontrast zu schmalen und zierlichen Stauden und Gräsern, können aber auch im Topf gut wachsen.

Fetthenne im Herbst nicht schneiden

"Fetthennen bereichern unsere Gärten ganzjährig mit schönen Formen", erläutert Hertle. "Im Frühling fallen höhere Fetthennen mit ihrem markanten Austrieb auf. An den Enden der Triebe bilden sich die knospigen Blütenschirme, die ab August in Rostrot, Rosa oder Weiß aufblühen." Die Horste sollte man im Herbst nicht schneiden: Die schwarzbraunen Fruchtstände verzieren auch im Winter den Garten und vertragen sogar Schneedecken.

Die meisten Sorten der Fetthenne sind winterhart

Die winterharten Pflanzen ertragen bis zu 20 Grad minus und brauchen keinen Winterschutz im Garten. Allerdings findet man im Handel auch Formen, die nicht aus dem mitteleuropäischen Klima stammen. Das Sedum "Lemon Ball', Sedum lydium und Sedum lineare "Variegata" überstehen Duwe-Schwab zufolge den Winter nur in Ausnahmefällen.

Zierpflanzen-Fetthenne ist meist verweichlicht und nicht winterhart

Vorsichtig muss man auch beim Kauf von hohen Fetthennen sein, die nicht als Pflanzware für den Garten, sondern im Zierpflanzenbau als Solitärpflanze unter Glas angezogen wurden. "Diese großen Pflanzen sind verweichlicht und im Freiland als mehrjährige Blume ohne Chance", erläutert Duwe-Schwab.

Der Topf macht den Unterschied

Als Laie kann man bei kleineren Pflanzen den Unterschied am Topf erkennen: Bis zu einer Größe von einem Liter Inhalt ist ein viereckiger Topf typisch für die Produktion in der Staudengärtnerei, die Freilandware produzieren. Größere, runde Töpfe werden sowohl in Stauden- wie auch in Zierpflanzengärtnereien verwendet. Hier muss man sich beim Kauf also informieren lassen.

Fetthenne nicht verwöhnen

Die Fetthenne kommt mit wenig aus. Vor allem Stickstoff brauchen sie kaum. "Man kann Sedum als Stickstoffzeiger bezeichnen", sagt Hertle. Wachsen die Pflanzen klein und kompakt, so ist der Boden als mager einzustufen. Bei einem reichen Stickstoffangebot wachsen sie üppig, aber recht weich. Die hoch wachsenden Arten lassen bei einem reichen Nährstoffangebot sogar ihre Triebe umfallen. Es ist daher wichtig, dass man die Pflanzen nicht zu sehr verwöhnt.

Auf zu fetten Böden verlieren die Pflanzen ihre Standfestigkeit und kippen um. Auch Staunässe verträgt die Fetthenne schlecht.

Erde sollte durchlässig sein

"Für ein optimales Wachstum sollte der Boden gut durchlässig sein", erläutert Margrit Duwe-Schwab. Bei schweren Böden verbessert man die Struktur mit Sand, Kies und Splitt. Fetthennen im Topf sollte man in ein Gemisch aus etwa 50 Prozent Kübelpflanzen-Substrat und circa 50 Prozent Lavagrus oder Bimskies pflanzen. So ist eine gute Durchlässigkeit gegeben, und gleichzeitig wachsen die Pflanzen kompakt.

Fetthenne vermehren

Eine exakte Kopie der Fetthenne erhält man durch eine Stecklingsvermehrung. Schon ein bis zwei kurze, daumendicke Teilstücke reichen für eine neue Pflanze aus. Die Stücke lassen sich einfach abbrechen und werden ein bis zwei Tage getrocknet. Dann werden sie in einen Topf mit einem Torf-Sandgemisch gesteckt und dieser mit einer Plastikfolie bedeckt. Alternativ bietet ein kleines Treibhaus das benötigte Kleinklima für eine erfolgreiche Anzucht.

Mit den Händen auseinanderreißen

Wenn die Fetthenne im Garten sehr groß geworden ist, kann man die Pflanze auch teilen. Der ideale Zeitpunkt dafür ist im Frühjahr. Die alte Erde wird vorsichtig von den Wurzeln entfernt. Dann teilt man die Pflanze, indem sie mit den Händen auseinandergerissen und dann getrennt in verschiedene Töpfe gesetzt wird. Auch eine Aussaat mit Samen ist möglich. Dann muss man auf ein spezielles Aussaatsubstrat, ausreichende Bodenwärme und Luftfeuchtigkeit achten.

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