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Japanischer Fächerahorn: Überwintern und Pflege

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Japanischer Fächerahorn  

Wie sich der Fächerahorn besonders schön färbt

27.10.2015, 14:43 Uhr | dpa-tmn

Japanischer Fächerahorn: Überwintern und Pflege. Der Fächerahorn färbt sich im Herbst besonders schön. (Quelle: imago/blickwinkel )

Der Fächerahorn färbt sich im Herbst besonders schön. (Quelle: blickwinkel /imago)

Der Japanische Fächerahorn zählt zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Kein Wunder, denn im Herbst verleiht er dem Garten mit seinem Laub eine wundervolle Färbung. Die Pflege gestaltet sich recht einfach. Schneiden muss man den Fächerahorn selten. Wichtig für eine besonders schöne Blattfärbung ist eine nur mäßige Düngung. Der Herbst ist dafür aber der falsche Zeitpunkt.

Der Fächerahorn passt gut in den kleinen Hausgarten. Einen Hinweis für den perfekten Standort liefert seine Heimat. "Es handelt sich um Gehölze, die in den Bergen vorkommen", sagt Heribert Reif, Leiter des Botanischen Gartens Rombergpark in Dortmund. Durch den steinigen Untergrund kann das Regenwasser dort gut ablaufen. Im Garten bedeute das, dass der Japanische Fächerahorn eine gute Drainage braucht. Das gilt auch, wenn die Pflanze im Kübel kultiviert wird. Björn Ehsen, Gärtnerischer Leiter im Park der Gärten in Bad Zwischenahn, rät, hier auf einen guten Wasserabzug zu achten.

Der Boden sollte keine tiefgründigen Verdichtungen haben. Ein leichter Sandboden mit Lößlehm oder Lehmanteil ist ideal. Die Toleranz des pH-Wertes liegt laut Ehsen zwischen 4,5 und 7. Ist der Boden besonders feucht, sollte man das Gehölz auf einen kleinen Erdhügel setzen. So kann das Wasser besser ablaufen.

Pflege: Fächerahorn im Sommer gut gießen

Warmes, trockenes Sommerwetter lässt auch Bäume und Sträucher leiden. Daher sollten vor allem Gewächse mit flach wachsenden Wurzeln wie der Fächerahorn morgens oder abends kräftig gewässert werden. Sie gelangen nämlich nicht an Feuchtigkeit aus tieferen Bodenschichten. Wenn im Sommer die zum Teil sehr filigranen Blattspitzen verbrennen, ist die Ursache meist ein zugiger Standort.

Fächerhorn kaum schneiden

Eine einmalige Düngung im Frühjahr mit einem Depotdünger reicht dem Japanischen Ahorn aus. Die seltenen Schnittmaßnahmen sollten sich auf das Entfernen abgestorbener Äste während der Wachstumsperiode beschränken. Ehsen empfiehlt, wenn überhaupt, nur bei starkwüchsigen Sorten im Juni oder Juli die Triebspitzen über einer Knospe etwas einzukürzen oder nach den Winterfrösten abgestorbene Triebspitzen herauszuschneiden.

Japanischer Fächerahorn ist winterhart

Im Winter hat die Schere Pause. Gegen Spätfrost nach dem Laubaustrieb schützt eine Abdeckung aus Vlies. Winterfrost schadet dem Japanischen Ahorn nicht.

Worauf es für eine schöne Herbstfärbung ankommt

Die Färbung hängt von der Sorte ab. Der Gärtner kann sie aber auch beeinflussen. "Wichtig für die optimale Herbstfärbung sind ein sonniger Standort und eine nur mäßige Düngung", sagt der Gartenleiter Ehsen. "Nur bei wenigen Ausnahmen von sonnenempfindlichen Sorten wie Acer shirasawanum 'Aureum' sollte der Standort schattig sein."

Krankheiten vorbeugen

"Das größte Risiko für Japanische Fächerahorne stellt die Verticillium-Welke dar", sagt Ehsen. Die Erkrankung werde von Pilzen im Boden verursacht, die über die Wurzeln in die Leitungsgefäße des Baumes gelangen und sich ausbreiten. Die Blätter erschlaffen und die Zweige sterben ab.

"Die Krankheit kann nicht mit pilztötenden Mitteln bekämpft werden", erläutert der Pflanzenexperte. Auch ein großzügiger Schnitt rette den Baum nicht. Stattdessen müssen Gartenbesitzer vorbeugen: Ehsen empfiehlt, beim Setzen einen optimalen Standort auszuwählen und den Boden gut vorzubereiten. Aber: "An Verticillium-verseuchten Standorten sollten sicherheitshalber keine Fächerahorne nachgepflanzt werden." Selbst dann nicht, wenn der Boden großzügig ausgetauscht wird.

Fächerahorn stammt aus den japanischen Bergwäldern

"Japanischer Fächerahorn ist eine Sammelbezeichnung für die Ahorn-Arten Acer japonicum, Acer palmatum und Acer shirasawanum und ihre Sorten", erläutert Björn Ehsen. Zwischen 400 und 500 Sorten gibt es.

Ursprünglich stammen die Gehölze aus Asien. "Fächerahorne sind in den japanischen Bergwäldern auf einer Höhe zwischen 200 und 1300 Metern über dem Meeresspiegel sowie in Korea und China beheimatet", erläutert Heribert Reif. Im Norden Japans fehlen sie in der natürlichen Vegetation.

Fächerahorn kaufen: Welche Sorten sich eignen

Reif empfiehlt die Sorte Acer palmatum 'Osakazuki'. Ehsen schätzt im Herbst innerhalb dieser Art besonders die Sorte 'Trompenburg' sowie die rötliche Färbung von 'Sangokaku'. Aus der sogenannten Dissectum-Gruppe der Art Acer palmatum empfiehlt der Gartenexperte die Sorten 'Dissectum', 'Ornatum' und 'Garnet' – alle mit tief eingeschnittenem Laub und einem überhängenden Wuchs. In der Art Acer japonicum stechen die Sorten 'Aconitifolium' und 'Vitifolium' hervor.

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