Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Garten > Gartenarbeit >

Gartenarbeit im Frühling: Diese Arbeiten stehen jetzt an

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tipps für die Gartenarbeit  

Startschuss für die Gartensaison

18.04.2017, 14:41 Uhr | zuhause.de, dpa-tmn

Gartenarbeit im Frühling: Diese Arbeiten stehen jetzt an. Mit Rasenmähen nicht zu lange warten. (Quelle: imago/Westend61)

Mit Rasenmähen nicht zu lange warten. (Quelle: Westend61/imago)

Nun, da die Tage wieder länger werden und die Temperaturen auch nachts meist über dem Gefrierpunkt bleiben, kribbelt es so manchem Hobby-Gärtner schon wieder in den Fingern. Der Rasen will wieder das gepflegte Grün werden, das er einst war und auch Beete, Bäume und Sträucher müssen wieder in eine ansehnliche Form gebracht werden. Diese Gartenarbeiten stehen im Frühling an.

Nach dem Winter braucht der Garten eine Kur: Bevor Sonne und warme Temperaturen die Pflanzen zum Treiben anregen, sollten Rasen, Beete, Sträucher und Gehölze vorbereitet und umsorgt werden. Gute Vorbereitung zahlt sich dabei aus.

Gartengeräte und Werkzeug warten

Alle Werkzeuge und Maschinen müssen einsatzfähig und griffbereit sein. Wer sich im Herbst nicht um ihre Wartung gekümmert hat, muss das jetzt nachholen. "Der Spaten und alle Scheren müssen gesäubert, geölt und geschärft werden", zählt Hartmut Clemen vom Landesverband der Gartenfreunde Bremen auf. Darüber hinaus müssen alle übrigen Garten-Utensilien wie Rankgitter, Pflanzgefäße oder das Frühbeet gründlich gereinigt und so für ihren Einsatz im Frühling vorbereitet werden.

Motor betriebene Maschinen wie Rasenmäher oder die elektrische Heckenschere sollten vor ihrem ersten Einsatz gründlich kontrolliert werden. Richtig verstaut überstehen die meisten Gartengeräte den Winter problemlos. Trotzdem sollten Sie nach der Winterpause kontrollieren, ob die Geräte noch einwandfrei funktionieren. Lässt sich der Mäher in der Höhe verstellen? Laufen die Motoren rund? Alle Funktionen der Geräte sollten einmal durchprobiert werden.

Anschlüsse und Leitungen im Garten vor der Nutzung durchspülen

Wasseranschlüsse und -leitungen im Garten sind den Winter über oft abgestellt. Vor der ersten Nutzung im Frühling sollten sie gut durchgespült werden, rät der Immobilienverband IVD in Berlin. Das frische Wasser beseitigt einen möglichen Befall mit Keimen. Und der Test zeigt an, ob sich durch Frost und Rostbefall Schäden an den Leitungen ergeben haben. Das können Gartenbesitzer gut erkennen, wenn sie die Wasseruhr im Blick behalten. Dreht sich diese trotz geschlossenen Hahns weiter, gibt es eine undichte Stelle.

Dem Rasen eine Frühjahrskur gönnen

Danach kann es an die Arbeit gehen: Der ganze Stolz fast jeden Gartenbesitzers ist ein schöner, voller und satt-grüner Rasen. Doch der erfordert Arbeit. Nach den Monaten der Winterruhe müssen Sie Ihrem Rasen nun ein wenig auf die Sprünge helfen.

Wurden im Winter Laubreste auf dem Rasen liegen gelassen, müssen diese spätestens jetzt weggerecht werden. Sonst wird der Rasen zu schlecht belüftet, was zur Ausbreitung von Krankheiten und Pilzen wie dem Schneeschimmel führt. Man sollte auch sichtbare Macken im Rasen ausbessern – kahle oder vermooste Stellen beispielsweise.

Im März bekommt der Rasen dann noch eine letzte Kalkgabe. "Wenn der Frost vorbei und der Rasen höher als fünf Zentimeter gewachsen ist, wird zum ersten Mal geschnitten", empfiehlt Experte Clemen. Die häufigsten Fehler beim Rasenmähen sollten Sie dabei aber vermeiden. Danach folgt dann die erste klassische Rasen-Düngung.

So werden die Beete fit für den Frühling

Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, kann es auch in den Beeten losgehen. "Jetzt werden die letzten alten Stängel vom vergangenen Jahr entfernt. Außerdem sollte kein Laub mehr auf den Stauden liegen. Unter der feuchten Schicht gammeln und faulen sonst die neuen Triebe", warnt Karen Falch von der Saarländischen Gartenakademie in Lebach. Brennnessel, Löwenzahn, Schachtelhalm und anderes sichtbares Unkraut wird ebenfalls entfernt.

Wenn das erste Grün in den Beeten sichtbar wird, fällt auch die eine oder andere Lücke ins Auge. Sie kann jetzt durch neue Pflanzen gefüllt werden. "Gerade für Gräser gibt es keine bessere Pflanzzeit als das Frühjahr", empfiehlt Klaus Krohme, Leiter des Kreislehrgartens in Steinfurt.

Kompost bringt Nährstoffe in den Boden

Doch auch abseits der Beete – zwischen den mehrjährigen Pflanzen und auf unbepflanzten Flächen – muss nun der Boden vorbereitet werden. "Dazu wird das Erdreich gelockert, so dass es gut belüftet wird und Niederschläge aufnehmen kann", sagt Gartenfreund Clemen.

Schließlich kommt eine zwei bis drei Zentimeter dicke Schicht aus gesiebtem Kompost auf die Beete. Mit einigen Tipps zum Kompostieren können Gartenbesitzer diesen leicht selbst gewinnen. Insgesamt sollten Blumen- und Gemüsebeete pro Jahr mit drei bis fünf Litern Kompost pro Quadratmeter gedüngt werden.

"Durch diese Humusgabe wird der Boden gepflegt, gleichzeitig werden Nährstoffe zugeführt", erklärt Krohme. Auch Sträucher und Gehölze seien dafür dankbar. Eine Nachdüngung aus dem Sack sei dann im April bis Juni nur noch bei Starkzehrern wie Rittersporn oder Bambus, sowie Rosen und Obstbäumen mit hohem Ertrag notwendig.

Viele Pflanzen kann man jetzt schon aussähen

Im Frühjahr ist Pflanzzeit. Der Winterfrost hat das eine oder andere Opfer gefordert, und auch die Lücken aus dem vergangenen Jahr müssen aufgefüllt werden. "Generell kann man sagen: 'Je früher im Jahr ein Gewächs in die Erde kommt, umso besser'", so die Faustregel von Gärtnermeister Krohme. So haben die Gewächse Zeit, bis zur Blüte noch zu kräftigen Pflanzen heran zu wachsen.

Im Frühbeet oder Gewächshaus werden schon jetzt einjährige Sommerblumen wie Löwenmäulchen, Gauklerblumen oder Sonnenhut, sowie Kohl, Salat und Radieschen ausgesät. Hinterher können geschützte Lagen im Freiland bestückt werden. "Bohnen und Möhren, aber auch Zwiebeln finden hier ihren Platz", schlägt Karen Falch vor. In kalten Nächten sollte allerdings noch ein schützendes Vlies über die Setzlinge ausgebreitet werden, um Frostschäden sicher auszuschließen.

Bäume und Sträucher zurückschneiden

Damit sie auch im kommenden Gartenjahr wieder schön dicht und ertragreich wachsen, sollten in die Frühlingsmonaten auch Obstbäume, immergrüne Gehölze und Sträucher gestutzt werden. "Wichtig ist, dass nicht einfach außenherum abgeschnitten wird: Bei Sträuchern wie Haselnuss oder Weigelie müssen immer mal wieder dicke, alte Triebe bis zum Boden rausgenommen werden", empfiehlt Falch.

Mit dem Rückschnitt seiner Obstbäume sollte man nicht mehr allzu lange warten. Wer hier die Gartenschere oder Säge zu spät ansetzt, riskiert, dass der Baum nicht mehr richtig austreibt, was die Ernte schmälern würde.

Beim Rückschnitt sollten Hobby-Gärtner nicht zu vorsichtig sein. Meist ist es für die Pflanzen besser, etwas zu viel abzuschneiden, als zu wenig. Trotzdem hinterlässt jeder Schnitt natürlich eine Verletzung am Baum oder am Strauch. Fehler beim Baumschnitt sollte man also möglichst vermeiden, um die sensiblen Gewächse zu schonen.

Auch Gartenweg und Zaun gehören zum Gesamtbild

Doch auch wenn alle Pflanzen, der Rasen, die Beete und die Bäume wieder in Topform sind, fehlt noch ein kleines Stück zum vollendeten Gärtner-Glück: Niederschläge, Wind und Kälte haben in den vergangenen Monaten ihre Spuren auf vielen Gartenzäunen hinterlassen. Solche Winter-Macken im Zaun gilt es, durch einen neuen Anstrich oder das Ausbessern schadhafter Stellen zu beseitigen

Damit der Garten wieder zum echten Schmuckstück wird, müssen außerdem Unkraut und Moos aus den Fugen des Gartenwegs herausgekratzt oder mit einem Hochdruckreiniger entfernt werden. Wegen der enormen Kraft, mit der das Wasser aus den Geräten schießt, ist der Umgang mit einem Hochdruckreiniger allerdings nicht ganz ungefährlich, so dass man bei der Anwendung vorsichtig sein sollte.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Schock 
Ungeahnte Gefahr aus dem Meer zieht Kind ins Wasser

Das vermeintlich zutrauliche Tier schnappt nach einem kleinen Mädchen - und zieht das Kind ins Wasser. Video

Anzeige
Ähnliche Themen im Web

Shopping
Shopping
MADELEINE - jetzt die neue Kollektion entdecken!

Souveräne Businesslooks, elegante Eventmode und Lieblingsbasics bei MADELEINE

Shopping
Ihr neues Kraftpaket mit dem roten Ring

Innovative, sparsame und besonders verlässliche Haushaltsgeräte von Bosch. OTTO.de

Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal