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Der Naturgarten: Viele Vorteile für Mensch und Tier

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Viele Vorteile  

Wie Sie aus Ihrem Garten einen Naturgarten machen

13.02.2018, 12:39 Uhr | md, sah, t-online.de

Der Naturgarten: Viele Vorteile für Mensch und Tier. Blühender Garten: Bei einem Naturgarten steht die Pflanzenvielfalt im Vordergrund. (Quelle: imago/xblickwinkel/H.xDutyx)

Blühender Garten: Bei einem Naturgarten steht die Pflanzenvielfalt im Vordergrund. (Quelle: xblickwinkel/H.xDutyx/imago)

Ein Naturgarten ist kein ungepflegter Garten – im Gegenteil. Er bietet eine besondere Pflanzenvielfalt und ist, wenn er richtig angelegt wird, pflegeleicht. Tipps, wie Sie Ihren Garten selbst in eine natürliche Oase verwandeln.

Was ist ein Naturgarten?

Ein Naturgarten ist ein naturnaher Lebensraum für Tiere und Pflanzen – und für viele Menschen die schönste Form der Außengestaltung. Geprägt wird ein Naturgarten vor allem dadurch, dass seine Formen individuell sind. Klare Abgrenzungen sind eher weniger vorhanden.

Während der klassische englische Garten von Unkraut völlig befreit ist, bietet ein natürlicher Garten eine besondere Pflanzenvielfalt. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Artenvielfalt der Tiere aus, die dann deutlich zahlreicher im Garten vorhanden sind. Im Naturgarten werden vorwiegend heimische Pflanzen gesetzt, die sich selbst vermehren. Der Aufwand für die Pflege des Gartens sinkt nach einer gewissen Zeit also deutlich.

Merkmale eines Naturgartens sind:

  • Große Vielfalt von heimischen Pflanzenarten
  • Große Vielfalt von Tierarten
  • Verwendung von Naturdünger
  • Verwendung von umweltfreundlichen Baumaterialien
  • Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel

So legen Sie einen Naturgarten an

Auch ein Naturgarten braucht Pflege und ist nicht gleichzusetzen mit einem ungepflegten Garten. Verwenden Sie beim Anlegen eines Naturgartens vorwiegend heimische Pflanzen. Denn diese haben sich bereits perfekt an die Gegebenheiten vor Ort angepasst. Wenn Sie zudem auf jahreszeitlich versetzte Blühzeiten achten, haben nicht nur Sie das ganze Jahr Freude an ihrem Garten, sondern bieten Tieren auch ganzjährig natürliche Nahrungsquellen.

Um möglichst wenig in die Natur eingreifen zu müssen, sollten Sie außerdem eine standortgerechte Bepflanzung vornehmen. Das heißt, dass Pflanzen, die viel Wasser benötigen, auch da eingepflanzt werden sollten, wo sie viel Niederschlag bekommen. Dadurch sparen Sie sich später Pflegeeingriffe wie Gießen oder Düngen. Achten Sie vor dem Pflanzen deswegen auf:

  • Bodenart
  • Wasserversorgung
  • Temperatur
  • Licht

Sie können zum Beispiel eine Wiese mit bunten Wildblumen anlegen, um einen Lebensraum für viele Insekten zu schaffen. Dafür eignet sich besonders ein nährstoffarmer Boden. Häufiges Düngen und Rasenmähen sollten Sie in diesem Fall vermeiden. Auch das Pflanzen von Hecken unterstützt einen Naturgarten und bietet vielen Tieren Nistplätze und Unterschlupfmöglichkeiten. Das gleiche gilt für Trockenmauern, deren Fugen offen bleiben. 

Tipp: Wenn Sie sich mit der Umstellung auf einen Naturgarten schwer tun, kann das Konzept in einer kleinen Ecke getestet werden. Dabei kann ein Bereich gewählt werden, der ein wenig versteckt liegt. Sollte Ihnen der Anblick nicht gefallen, stehen weiterhin die anderen Teile des Gartens im Vordergrund.

Welche Pflanzen gehören in einen Naturgarten?

Für einen Naturgarten eignen sich unter anderem folgende Sträucher und Gehölze:

  • Brombeere
  • Eibe
  • Hagebutte
  • Haselstrauch
  • Holunder
  • Liguster
  • Saalweide
  • Vogelkirsche
  • Weißdorn
  • Wildrose

Heimische Blumen und Kräuter bieten Insekten wertvolle Nahrung. Dazu gehören beispielsweise:

  • Blaustern
  • Brennnessel
  • Dahlie
  • Fetthenne
  • Herbstaster
  • Krokus
  • Lavendel
  • Leberblümchen
  • Maiglöckchen
  • Thymian
  • Schneeglöckchen
  • Schnittlauch
  • Zitronenmelisse

Tiere in den Naturgarten locken

Wenn Sie Ihren Pflanzen ausreichend Platz lassen, um sich zu entwickeln, locken sie neben Schmetterlingen auch Bienen und Hummeln in Ihren Garten. Diese Tiere sorgen dafür, dass sich ein natürliches Gleichgewicht im Garten ergibt. Eine große Schar Insekten zieht wiederum viele Singvögel an.

Aber auch Igel und Eidechsen fühlen sich in Naturgärten wohl, in denen es viele Unterschlupfmöglichkeiten gibt. Außerdem können Sie einen Gartenteich anlegen. Wasser lockt eine weitere große Schar von Lebewesen in Ihren Garten, wie Frösche oder Libellen.

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