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Gartenkalender: Im Mai wird im Garten gepflanzt

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Pflanzen und ernten im Wonnemonat  

Gartenarbeit im Mai: Was ist diesen Monat alles zu tun?

26.04.2017, 10:34 Uhr | hadiet, dpa-tmn, t-online.de

Gartenkalender: Im Mai wird im Garten gepflanzt. Ein Mann pflanzt junge Triebe ein (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/monkeybusinessimages)

Im Mai heißt es ab ins Beet (Quelle: monkeybusinessimages/Thinkstock by Getty-Images)

Das spannende Datum für alle Hobbygärtner sind im Mai die Eisheiligen. In diesem Jahr verspäten sich die kalten Tage in der Monatsmitte allerdings ein wenig. Trotzdem sollte man das Thermometer und die Wettervorhersage noch ein paar Tage genau beobachten und empfindliche Pflanzen bei Bedarf schützen. Mit welchen Pflanzen man noch vorsichtig sein sollte und was im Mai sonst noch im Garten zu tun ist.

Wer seine Kübel mit Oleander und Bougainvillea auf die Terrasse stellen oder Tomaten in den Garten setzen möchte, geht auf Nummer sicher, wenn er bis Mitte Mai wartet. Oft gibt es Mitte Mai nochmals einen Kälteeinbruch. Dann drohen sogar Nachtfröste, die empfindlichen Pflanzen schaden können. Erst nach der "Kalten Sophie", die letzte der Eisheiligen, droht nach altem Volksglauben den Gewächsen keine Gefahr mehr. Da die Zeit der Eisheiligen nach dem alten Kalender am Ende des Monats lagen, warten manche Gärtner auch noch einige Tage länger mit dem Rausstellen und Setzen der Pflanzen. Was es mit den Eisheiligen auf sich hat.

Diese Pflanzen vertragen keinen Frost

Zu den empfindlichen Pflanzen gehören beispielsweise auch Geranien, Gemüse wie Zucchini, Salat und viele Kräuter. Damit die liebevoll gezogenen und eingetopften Pflänzchen nicht doch noch erfrieren sollte man sie bei Bedarf nachts mit Gärtnervlies oder auch Zeitungen schützen.

Düngen im Mai

Abseits des Kälteschutzes gibt es im Mai im Garten jede Menge zu tun. Zum Beispiel ist regelmäßiges Düngen angesagt. Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem rät sogar, verblühten Zwiebeln Dünger zu geben. Sie haben ihre ganze Energie in die Entwicklung der Blüte gesteckt. Um Nährstoffe für den Winter einlagern zu können, sollten Zwiebelblumen wie die Tulpen mit einem kalireichen Dünger gedüngt werden.

Sind Gruppen von Narzissen, die schon länger an einem Standort stehen, nicht mehr so gut gewachsen, teilen Gärtner sie am besten. "Man sollte nicht damit warten, bis das Laub verschwunden ist", rät die Expertin. Die Pflanzen kommen direkt wieder in die Erde, damit sie Nährstoffe einlagern können vor dem Winter. Auch frühblühende Zwiebelblüher müssen nun spätestens noch etwas gedüngt werden.

Auch Gießen steht jetzt an

Eine weitere Hauptaufgabe ist das Gießen. Besonders die Kinderstube im Beet braucht regelmäßig Wasser. Denn junge Gehölze haben noch keine tiefen Wurzeln wie eingewachsene Bäume, die sich aus tiefen Schichten versorgen. Außerdem kann es im Mai bereits die ersten heißen Tage geben.

Kräftigung für den Rasen

Im Mai helfen Sie Ihrem Rasen, besonders kräftig, dicht und grün zu werden: Entfernen Sie dafür zuerst das Unkraut. Anschließend kürzen Sie den Rasen kräftig auf vier bis fünf Zentimeter und verpassen ihm danach eine Düngerkur. Den entstandenen Rasenschnitt können Sie zum Mulchen verwenden oder gemischt mit anderen Gartenabfällen auf den Kompost geben. Wird der Rasenschnitt nicht vermischt, entsteht ein typischer Silage-Geruch bei der Zersetzung. Deshalb ist es besonders wichtig, den Kompost gut zu belüften.

Frischer Schnitt für Sträucher und Hecken

Wer formschöne Hecken wie Buchsbaum in seinem Garten hat, sollte sie jetzt nach Belieben kürzen und in Form schneiden. Große Sträucher wie Forsythie, Hibiskus, Goldregen und Flieder werden ebenfalls jetzt geschnitten und bei Bedarf geteilt. Dazu müssen alte Zweige direkt am Ansatz der Pflanzen entfernt werden, um jüngeren Trieben Platz zu machen. Die verbleibenden Zweige können Sie einfach nach Bedarf in Form schneiden. Bei der Teilung werden die Pflanzen samt Wurzelballen im Erdreich getrennt, so dass aus einem Exemplar ein zweites gewonnen wird, dass Sie wiederum an anderer Stelle pflanzen können.

Für einen optimalen Sichtschutz im Garten können Sie im Mai auch noch sommergrüne Blütensträucher wie Sommerflieder und Weigelien oder immergrünes Buschwerk wie Kirschlorbeer und Eibe in den Garten pflanzen. Verwenden Sie dazu aber nur Containerpflanzen. Diese haben bereits einen Wurzelballen, ohne den die Pflanze nicht schnell anwachsen kann und vorzeitig einzugehen droht. Wichtiger Hinweis: Zwischen März und Oktober sind auf Grund brütender Vögel nur Formschnitte erlaubt.

Was Ihr Gemüse jetzt braucht

Bereits ausgesätes Gemüse und Kräuter sollten Sie jetzt pikieren – das heißt ausdünnen. So wird verhindert, dass sich die Pflanzen gegenseitig Licht und Nährstoffe rauben. Achten Sie auch auf den Wasserhaushalt der Beete. Wer den Boden ein wenig mit der Hacke oder Gartenkralle lockert, hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten. Durch den Eingriff werden die feinen Kapillargänge zerstört, durch die das gespeicherte Wasser sonst schnell an die Oberfläche tritt und verdunstet. Alternativ können Sie aber auch den umliegenden Boden mulchen, zum Beispiel mit Rasenschnitt. Um den jungen Gemüsen ein bestmögliches Wachstum zu ermöglichen, sollte jetzt außerdem ein Volldünger – zum Beispiel Kompost – ins Beet eingebracht werden.

Diese Gemüse können Sie jetzt pflanzen und aussäen

Frostempfindliche Gemüsesorten wie Zucchini, Tomaten, Salate oder Mangold können Sie nach den Eisheiligen Mitte Mai aussäen oder als Jungpflanzen in die Beete setzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet bis Ende Mai oder schützt die Pflanzen bis dahin mit Zeitung oder Vlies vor spontanem Nachtfrost. Kürbisse und Zuckermais können schon zu Anfang Mai in die Beete, Rosenkohl erst ab Ende des Monats.

Mischkulturen sehen nicht nur besser aus, sondern verhindern auch Schädlingsbefall und Pilzerkrankungen an den Pflanzen. Zu Tomate, Gurke und Zucchini passen auch Sommerblumen wie Tagetes, Ringelblumen und Kapuzinerkresse. Karotten setzen Sie jetzt am besten zwischen Lauch oder Zwiebeln, Kohl wird mit Sellerie und Lauch gepflanzt.

Obstgehölze und Beeren stutzen und stärken

Bei Obstbäumen wie auch Ziergehölzen werden jetzt nach innen wachsende Triebe und Wasserruten zurückgeschnitten. Bei trockenem Wetter geht das am besten, da die Infektionsgefahr durch umherfliegende Pilzsporen sehr gering ist. Bei jungen Obstgehölzen binden Sie die senkrechten Triebe nun nach unten oder beschweren sie mit kleinen Gewichten. So tragen die Äste eher Früchte. Damit sich das Wurzelwerk gut ausbilden kann, sollten Früchte im ersten Jahr am Ausreifen gehindert werden. Neue Obstbäume lassen sich auch jetzt noch in den Garten pflanzen, wenn sie bereits über einen großen Wurzelballen verfügen. Das ist beispielsweise bei Containerpflanzen der Fall. Bei trockener Witterung müssen Obstbäume gut gegossen werden. "Sonst fühlen sie sich gestresst und denken nur noch ans Überleben", erläutert Van Groeningen. "Sie werfen dann ihre Früchte ab."

Die Sträucher der Johannis- und Stachelbeere haben flache Wurzeln und reagieren empfindlich auf das Jäten. Damit sich hier gar nicht erst Unkraut ausbreitet, bringt man besser ein lichtdurchlässiges Unkrautvlies unter ihnen aus. Das verhindert ungebetene Gewächse, ohne dass gejätet werden muss. Legen Sie dafür das Vlies großflächig auf den Pflanzplatz und graben Sie es einfach an den Rändern ein. Schneiden Sie dann die Stellen kreuzweise ein, in die die Sträucher gesetzt werden. Das Vlies kann auch nachträglich eingebracht werden, erfordert dann aber mehr Geschick beim Einpassen.

Unkraut jetzt schon im Zaum halten

Löwenzahn, Giersch und Co. treiben bereits wieder munter ihr Unwesen im heimischen Garten. Wenn Sie jetzt schon regelmäßig jäten und Unkraut zupfen, halten Sie die Wildkräuter über den Sommer in Schach. Erfahren Sie hier, wie Sie Unkraut am besten entfernen können und welche zehn Tipps gegen den hartnäckigen Löwenzahn helfen.

Blattläuse frühzeitig bekämpfen

Die Blattläuse machen sich nun breit, etwa auf den Rosen. Hobbygärtner sollten diese einfach von den Knospen wischen, den Rest fressen Vögel und andere Insekten. Wird der Befall doch stärker, kann mit umweltfreundlichen Produkten gespritzt werden. "Ich fürchte, dass wir in diesem Jahr ein großes Problem mit Ungeziefer haben werden, denn der Winter war mild", sagt Van Groeningen. Nicht so schlimm dürfte die Schneckenplage werden – das Frühjahr sei für deren Vermehrung zu trocken gewesen.

Rückschnitt für Stauden, Blumen und Ziergewächse

Stauden wie Bergenien, Lungenkraut oder Lenzrose, die bereits abgeblüht sind, müssen jetzt bei Bedarf zurück geschnitten und geteilt werden. Aus Ziergehölzen wie Sommerflieder oder Edelrosen schneiden Sie alte Äste heraus und lichten die Zweige aus. Sie treiben rechtzeitig zur Blüte im Sommer neue Zweige aus. Hängekätzchen oder Mandelbäumchen werden nach der Blüte einfach kräftig gestutzt. Auch sie treiben schnell neue Zweige aus, an denen im nächsten Jahr neue Blüten wachsen. Das echte Mandelbäumchen darf nicht beschnitten werden, sonst gehen die befruchteten Blüten verloren. Polsterstauden wie Gänsekresse oder Seifen- oder Steinkraut werden ebenfalls nach der Blüte geteilt und auf eine Hand breit gekürzt. Knollen für die Sommerblüher wie die Dahlie und Samen für Blumen können Sie jetzt noch in die Erde stecken beziehungsweise säen. Das Umtopfen in größere und kleinere Gefäße sollten Sie bis Mitte Mai erledigt haben, damit die Pflanzen dann ihre Kräfte für das Wachstum bündeln können.

Blüten der Pfingstrosen stützen

Großblühende Pflanzen wie die Pfingstrosen brauchen Stützen. Das gilt besonders an windreichen Standorten. Denn brechen sie unter der Last ihrer Blüten zusammen oder kippen die Zweigen um, können sie meist nicht mehr in ihre Form gebracht werden.

Topfpflanzen langsam an das Licht gewöhnen

Geranien und Fuchsien, die Sie überwintert haben, werden jetzt zurückgeschnitten und umgetopft. Auch die Bougainvillea verträgt einen Rückschnitt auf zwei Augenpaare je Seitentrieb. Topfpflanzen wie Oleander, Kamelien und Rosmarin können jetzt wieder ins Freie geholt werden. Stellen Sie die Schönheiten aber nicht gleich in die pralle Sonne, sonst verbrennen die Blätter nach der langen Zeit im Dämmerlicht.

Kletterpflanzen für Terrasse und Balkon

Für einen begrünten Balkon, die Terrasse oder Pergola werden jetzt Kletterpflanzen wie Knöterich, Geißblatt oder Glyzinen gepflanzt. Die fleißigen Kletterer schießen schnell in die Höhe und tragen bald schöne Blütenstände. Knöterich und Glyzine brauchen eine starke Rankhilfe, da sie schnell an Gewicht zulegen und zum Teil armdicke Stämme bilden können. Ein solches Klettergerüst sollte immer vorgebaut werden – auf keinen Fall Gebäudeteile wie Regenrinnen dafür verwenden.

Bereits gepflanzte Kletterpflanzen wie Klematis, Rosen und Flieder bilden nun neue Triebe. Diese müssen vorsichtig an den gewünschten Ort gebunden oder gelegt werden. "Sonst wachsen sie erst einmal nach oben, und erst, wenn es nicht mehr weitergeht, in die Breite", erläutert Isabelle Van Groeningen. "Vor allem an Zäunen sollen sie aber in die Breite wachsen. Das muss man lenken."

Frische Kräuter – den ganzen Sommer lang

Kräuter wie Dill, Petersilie oder Basilikum werden bis zu den Eisheiligen in Töpfen vorgezogen, danach kann man sie direkt ins Freie säen oder nach Draußen setzen. Zwischen Gemüsepflanzen machen die Kräuter eine besonders schöne Figur und peppen die Beete auf. Mehrjährige Kräuter wie Salbei, Lavendel und Thymian sollten ausgelichtet und um gut ein Drittel zurückgeschnitten werden. Erfrorene Triebe können bis in das gesunde Holz hinein gekürzt werden.

Kerbel, Dill, Koriander und Basilikum sollte man regelmäßig nachsäen. "Es lohnt sich, zwei, drei Generationen im Beet zu haben", sagt Gartenexpertin Van Groeningen. So sei immer genügend Blattmasse vorhanden – selbst, wenn eine Pflanze zum Blühen kommt. Die Blüte vermeidet man, indem man die Pflanze gut feucht hält und ihr genügend Platz im Topf gibt.

Was Sie jetzt ernten können
Kohl & RübenRettich, Brokkoli, Kohlrabi
Kräuter & Zwiebeln

Bärlauch, Radieschen, Frühlingszwiebeln

Blattgewächse & StaudenSalat, Spinat, Mangold

Was jetzt blüht
BäumeRosskastanie, Blütenhartriegel, Weißdorn, Apfelbaum
Sträucher

Ranunkel, Flieder, Sommerflieder, Rhododendron, Prachtspiere, Weigelie

KlettergewächseGlyzine, Goldregen
Blumen & Stauden

Tränendes Herz, Klatschmohn, Margerite, Vergissmeinnicht, Maiglöckchen, Löwenzahn, Dichternarzisse

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