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Hibiskus schneiden und überwintern: Pflege für den Roseneibisch

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Hibiskus richtig schneiden und pflegen

06.06.2016, 13:44 Uhr | dpa-tmn

Hibiskus schneiden und überwintern: Pflege für den Roseneibisch. Hibiskus bringt tropisches Flair in den Garten. (Quelle: imago)

Hibiskus bringt tropisches Flair in den Garten. (Quelle: imago)

Mit seinen intensiven, meist roten, Blüten ist der Hibiskus eine Zierde für jeden Garten. Und auch als Zimmerpflanze ist die hawaiianische Nationalblume sehr beliebt – leider auch bei Blattläusen. Der bei uns auch als Roseneibisch bekannte Hibiskus braucht besondere Pflege. Was man beim Schneiden, Gießen und Überwintern des Hibiskus beachten muss.

Trichterförmige Blüten in kräftigen Farben sind das Markenzeichen der sehr beliebten tropischen Pflanze. "Der Hibiskus ist ein unverzichtbarer Bestandteil in jedem tropischen Hotelgarten", schwärmt die Fachbuchautorin und Diplom-Gartenbauingenieurin Maria Sansoni-Köchel aus Au in der Hallertau. "Eine Blüte hinters Ohr gesteckt - fertig ist das Urlaubsbild." So erfreut sich der Chinesische Roseneibisch, der in Hawaii Nationalblume ist, auch bei uns großer Beliebtheit als sommerliche Schönheit auf Balkon und Terrasse.

Hibiskus als meterhoher Baum

Bei diesem Hibiskus handelt es sich aber nicht um die reine Art, sondern um einen Hybriden, der vom Hibiscus rosa-sinensis abstammt. Der Chinesische Roseneibisch wächst als sparriger Strauch oder kleiner Baum. "Wenn keine chemischen Stauchmittel eingesetzt werden, wird diese Art ein meist ein bis zwei Meter, selten bis zehn Meter hoher, gewöhnlich locker und offen wachsender Strauch", beschreibt Sansoni-Köchel die Pflanze.

Topfhibiskus braucht lange zum Wachsen

Will man allerdings einen solchen Solitär aus einer Topfpflanze ziehen, muss man oft Jahre warten, bis sich ein deutlicher Zuwachs zeigt. Ursache hierfür seien Wachstumsregulatoren, ohne die eine Kultur des Topfhibiskus heute nicht mehr möglich sei, erläutert die Gartenbauingenieurin. Sonst würden die Pflanzen sparrig wachsen, also viele seitlich abstehende Triebe bilden, und wären unverkäuflich. Es brauche daher einige Jahre, bis der sogenannte Staucheffekt abnimmt und sich schließlich der natürliche Wuchs durchsetzt.

Die Blüten des Hibiskus leuchten in kräftigem Rot, Orange, Pink oder Rosa. Sie sind langgestielt und bilden sich nur an den Triebspitzen. In der Blütengröße und -farbe variieren die Sorten stark. Zum Teil erreichen die Trichter einen Durchmesser von bis zu 25 Zentimetern. "Allein auf Hawaii unterscheidet man über 2000 Sorten", sagt Sansoni-Köchel.

Pflege: Hibiskus braucht es warm zum Blühen

Eine Besonderheit dieser Pflanzen ist, dass sie die Vollblüte nur in einem bestimmten Temperaturbereich erreichen. "Unter 17 und über 28 Grad nimmt die Blütenzahl und ihre Qualität rapide ab", erläutert Sansoni-Köchel. Daher gelte der Hibiskus in vielen subtropischen Ländern auch als typischer Winterblüher: Im Sommer ist es ihm dort zu heiß.

Als Dünger raten die Experten des Blumenbüros in Essen zu einem speziellen Tomatendünger: Mit ihm entwickele die Pflanzen die meisten Blüten. Da der Hibiskus schnell wächst, sollte man ihm eine Dosis im Frühling und eine weitere im Sommer geben.

Hibiskus überwintern

Dementsprechend blüht auch hierzulande der Hibiskus am besten im Winter im Zimmer, besser noch im zimmerwarmen Wintergarten, damit die Pflanze genügend Licht bekommt. An einem hellen Standort kann der Hibiskus bei zwölf bis 15 Grad Celsius überwintern.

Empfindlicher Hibiskus wirft Knospen ab

Die beeindruckenden Blüten zählen zu den Stärken des Roseneibischs. Allerdings sind die Pflanzen recht anfällig: Bei Staunässe kommt es schnell zu Fäulnis. Sind die Blätter auch nur über Nacht nass, entstehen Blattflecken. Und bei Wassermangel oder einer Veränderung der Luftfeuchte und Sonneneinstrahlung werfen die exotischen Kübelpflanzen Blätter und Blütenknospen ab. Das sei vor allem der Fall, wenn die Pflanzen im Frühjahr und Herbst aus beziehungsweise in das Haus gebracht werden, sagt Sansoni-Köchel. Für die Überwinterung empfiehlt sie einen möglichst warmen, hellen Raum.

Straucheibisch ist winterhart

Ein winterharter Vertreter ist der Straucheibisch (Hibiscus syriacus), er zählt zu den robusten Gartengehölzen. "Der Straucheibisch hat den letzten Winter bei uns gut überstanden", freut sich der Gartenbauingenieur Björn Ehsen, Gärtnerischer Leiter im Park der Gärten in Bad Zwischenahn. Grundsätzlich treibe der Straucheibisch aber relativ spät aus. So richten Spätfröste eigentlich selten Schaden an.

Blütezeit von Juli bis Oktober

Die ersten Knospen öffnen sich Ende Juli, die Blütezeit dauert bis Ende September. "Hält die warme Witterung an, zieht sich die Blüte sogar bis in den Oktober", erklärt Ehsen. Die Blüten bilden sich am einjährigen Holz der zwischen 1,50 und 2,50 Meter hohen Sträucher.

Hibiskus-Sträucher im Frühling schneiden

Die Sträucher können im Frühling zurückgeschnitten werden. "Der Schnitt stärkt die Pflanzen und sorgt für einen kräftigen Triebzuwachs." Der Gartenexperte ergänzt, dass die Blütenzahl dadurch zwar zurückgeht, die Größe aber zunimmt. Er empfiehlt grundsätzlich einen stärkeren Rückschnitt im Turnus von zwei bis drei Jahren. Das Schneiden verhindert zum einen das Vergreisen der Sträucher, zum anderen fördert es einen buschigen, mehrtriebigen Wuchs.

Der richtige Standort

Der Straucheibisch bevorzugt warme Standorte in der vollen Sonne. "In dauerhaften, mediterran anmutenden Pflanzungen lässt sich Hibiscus syriacus gut verwenden", rät Sansoni-Köchel. Ideal seien auch geschützte Gartenhöfe und Terrassen. "Im Beet kann man zwischen der Einzel- und der Gruppenstellung wählen", ergänzt Ehsen. Er empfiehlt den Strauch als Ergänzung einer Staudenrabatte und als Blütenhecke. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein. Bei einem verdichteten Boden kommt es zu einem verminderten Triebwachstum. Gleichzeitig sollte man im Sommer mit Wasser nicht geizen, damit die Pflanzen gut versorgt sind.

Gefüllte und halbgefüllte Sorten

"Bei regnerischem Wetter aber sammelt sich das Wasser in der Blüte", erläutert Ehsen den Nachteil der halbgefüllten und gefüllten Sorten. Die welken Blüten fallen dann auch nicht von alleine ab, sondern bleiben unschön am Strauch hängen. Bewährt haben sich daher vor allem die Sorten mit ungefüllten Blüten, die einen Durchmesser zwischen sechs und zwölf Zentimeter haben.

In einer Versuchsreihe des Bundessortenamtes und des Bundes deutscher Baumschulen, bei der verschiedene Sorten über sechs Jahre hinweg beobachtet wurden, sind laut Ehsen die Sorten "Blue Bird", "Red Heart", "Speciosus" und "Totus Albus" als besonders wertvoll bewertet worden.

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