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Mulch selbst herstellen: Tipps zum Mulchen gegen Unkraut

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Mulchen  

So macht man Mulch selbst

17.12.2015, 19:30 Uhr | sikoe, zuhause.de, dpa

Mulch selbst herstellen: Tipps zum Mulchen gegen Unkraut. Mulch nährt und schützt den Gartenboden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mulch nährt und schützt den Gartenboden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Herbst gibt es Holzabfälle von Bäumen und Sträuchern, Rasenschnitt und Laub und diese Gartenabfälle eignen sich bestens zur Herstellung von Mulch. Eine Mulchauflage schützt den Gartenboden vor Kälte, hält die Feuchtigkeit am Boden, gibt ihm neue Nährstoffe und hält Unkraut ab. Mulchen ist also eine einfache und kostengünstige Lösung, wie Sie Ihrem Garten etwas richtig Gutes tun können. Wir haben sieben Tipps zum Mulchen und zeigen, welche Materialien sich zur Herstellung von Mulch eignen und worauf Sie achten sollten.

Mulchen nennt man das Abdecken der Beete mit geeigneten Materialien. Als Vorbild dient die Natur selbst, denn auch im Wald wird der Boden im Herbst von Laub bedeckt und erhält so eine natürliche und nährstoffreiche Schutzdecke. Viele Gärtner schwören auf die abgedeckten Beete, die als Geheimnis für einen gesunden Gartenboden und damit auch für eine reiche Ernte gelten. Dadurch, dass sich der Mulch auch zersetzt, ist er nämlich gleichzeitig ein natürlicher Dünger für die Pflanzen.

Wieso sollte man mulchen?

In mulchbedecktem Boden herrschen ausgeglichene Temperaturen, weil die Erde gegen starke Erwärmung gut isoliert ist. Da die Mulchschicht langsam verrottet, reichert sie den Boden außerdem mit wertvollem Humus an und das fördert auch die Vitalität der Bodenlebewesen, wie zum Beispiel Regenwürmern. Außerdem schützt die Mulchschicht den Boden vor dem Ausrocknen.

Rindenmulch aus dem Gartencenter

Rindenmulch ist in nahezu jedem Baumarkt oder Gartencenter erhältlich. Vorzugsweise verwendet man reine, frische Kiefernrinde, da sie das Unkraut am besten unterdrückt. Ein Nachteil dabei ist aber, dass die Bodenabdeckung dem Untergrund Stickstoff entzieht und man daher für einen entsprechenden Ausgleich sorgen sollte.

Woraus kann man Mulch selbst herstellen?

Man kann Mulch aber auch selbst herstellen: Angetrockneten Rasenschnitt können Sie leicht entsorgen, indem Sie ihn als Mulchmaterial für Sträucher verwenden. Das Gleiche gilt für gehäckselten Strauchschnitt. 

Auch Herbstlaub kann auf den Beeten landen. "Es gibt ein Sprichwort, das besagt: Laub macht taub", sagt Fachbuchautor Dettmer Grünefeld. Damit ist gemeint, dass die Pflanzen mit einer Mulchdecke aus Laub nicht so gut wachsen. "Das liegt an dem weiten Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis", erklärt Grünefeld. "Laub enthält viel Kohlenstoff (C) und wenig Stickstoff (N)."

Allerdings benötigen Mikroorganismen für die Umsetzungsprozesse Stickstoff und ziehen diesen daher hier aus dem Boden. "Die Stickstoff-Reserve im Boden nimmt ab, und die Pflanzen hungern." Daher sollten Hobbygärtner neben einer Laubdecke den Pflanzen auch organischen Stickstoffdünger, etwa Hornspäne oder -mehl, gönnen, damit für Mikroorganismen und Pflanzen ausreichend von dem Hauptnährstoff zur Verfügung steht.

Praktisch: der Mulchrasenmäher

Ein Rasen ist fast in jedem Garten vorhanden. Beim Rasenmähen fällt Rasenschnitt an, den Sie sehr gut zum Mulchen verwenden können. Die zerkleinerten Grashalme zersetzen sich sehr viel schneller als lange Halme und geben dabei wertvolle Nährstoffe an den Boden ab. Auch der Rasen selbst profitiert vom Mulchen: dafür gibt es spezielle Mulchrasenmäher, die bei Bedarf auf Mulchbetrieb umgestellt werden können. Ansonsten verteilen Sie einfach welken Rasenschnitt auf Ihren Gartenbeeten. Zur besseren Durchlüftung kann man das Gras auch noch mit Holzhäckseln vermischen.


Mulch aus Holzabfällen herstellen

Jeder Gartenbesitzer hat in seinem Garten Sträucher oder Bäume, die er jährlich zurückschneidet. Die hierbei anfallenden Holzabschnitte können zur Mulchherstellung in einem Häcksler zerschreddert und aufgefangen werden. Sollten Sie selbst keinen Häcksler besitzen, dürfen Sie vielleicht das Gerät eines freundlichen Nachbarn verwenden oder Sie leihen sich ein Gerät im Baumarkt aus – häufig kann man Häcksler schon ab 50 Euro/Tag ausleihen. Die Anschaffung eines eigenen Häckslers lohnt sich allerdings, wenn Jahr für Jahr viel Abfall im Garten anfällt.

Wenn nur eine kleine Menge Verschnitt anfällt, kann man die Zweige auch mit der Gartenschere in kleine Schnipsel zerschneiden und diese dann vielleicht auf einem kleinen Beet oder in Pflanzkübel ausbringen. Diese Arbeit ist zwar etwas mühselig, lohnt sich aber auf jeden Fall.

Richtig mulchen

Beim Mulchen sollte unbedingt auf die richtige Verteilung geachtet werden: Damit sich keine Fäulnis an den Pflanzen bildet, sollte man das Material um die Pflanzen herum so verteilen, dass ausreichend Luft an Stiel oder Stamm gelangen kann. In der Regel sollte der aufgebrachte Mulch eine Stärke von fünf bis zehn Zentimetern haben. Bei einer zu dicken Schicht erstickt der Boden förmlich und kann die Nährstoffe nicht in Energie umwandeln.

Bei frischem Grasschnitt sollten Sie darauf achten, dass er ausreichend angetrocknet ist, bevor er auf den Boden ausgestreut wird, sonst lockt er schnell Schnecken an und verdichtet sich. Außerdem sollte die aufgetragene Schicht nicht zu dick sein, da der Rasenschnitt dann verklumpt und die Bodenatmung vermindert.

Vor dem Mulchen Unkraut entfernen

Wichtig ist, dass man den Boden vor dem Mulchen gründlich von Wurzelunkräutern wie Giersch und Quecke befreit, da sie sonst früher oder später durch die Schicht hindurchwachsen würden und dann umso schwieriger zu entfernen wären.

Wann sollte man mulchen?

Einen festen Zeitpunkt zum Mulchen gibt es nicht. Im Sommer kann der Mulch wertvolle Nährstoffe an den Boden abgeben und ihn dadurch deutlich aufbessern. Außerdem sorgt die Schicht dafür, dass die Feuchtigkeit im Boden gehalten und die Verdunstung herabgesetzt wird. Im Herbst und Winter ist er zudem ideal als Frostschutz für die empfindlichen Pflanzenwurzeln.

Sobald Pflanzen größer als zehn Zentimeter sind, können Sie mulchen. Beete, die neu eingesät wurden, sollten Sie am besten in der Anfangszeit nicht mulchen, weil die Saat ansonsten nicht aufgehen würde.

Mehr Ertrag im Obst- und Gemüsegarten durch Mulch

Neben der Unkrautunterdrückung spielt auch die höhere Bodentemperatur eine Rolle: Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten oder Gurken bringen in warmer Erde deutlich bessere Erträge. 

Aber nicht jedes Material eignet sich für alle Beete. "Rinde verwendet man beispielsweise nicht für das Gemüsebeet", erläutert Thomas Wagner, Fachberater beim Bundesverband Deutscher Gartenfreunde in Berlin. Besser ist hier Rasenschnitt. Stroh tut laut Grünefeld Erdbeeren gut. Die Früchte, die leicht von Schimmelpilzen befallen werden, bleiben damit eher trocken. Und Erdpartikel, die beim Gießen oder durch Regen hochspringen, verschmutzen die Erdbeeren nicht. Auf der Baumscheibe von Gehölzen und unter Hecken kann man gut gehäckselten Staudenschnitt und Laub verteilen.

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