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Ambrosia löst Allergie aus: Woran man die Pflanze erkennt

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Aggressive Pollen  

Ambrosia-Pflanze muss gestoppt werden

07.06.2017, 08:39 Uhr | sikoe, dpa-tmn

Ambrosia löst Allergie aus: Woran man die Pflanze erkennt. Die Ambrosia verursacht durch ihre aggressiven Pollen starke Allergien. (Quelle: dpa)

Die Ambrosia verursacht durch ihre aggressiven Pollen starke Allergien. (Quelle: dpa)

Die Beifuß-Ambrosia breitet sich in Deutschland aus und mit ihr die Belastung für Allergiker. Die Pollen der Ambrosia zählen zu den stärksten Allergie-Auslösern und können zu schweren heuschnupfenartigen Symptomen oder sogar zu Asthma führen. Schon kleinste Pollenmengen der Pflanze reichen für eine Reaktion aus, und das auch bei Menschen, die vorher nicht durch eine Allergie belastet waren.

Eine Studie schätzt jetzt erstmals die drohenden Gesundheitskosten ab – mit alarmierenden Ergebnissen. Wir haben Tipps, wie Sie die Ambrosia erkennen und stoppen können.

Eine Ausbreitung der hochallergenen Ambrosia könnte in Deutschland Kosten in Milliardenhöhe verursachen. Die Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Allergiezentrums der Ludwig-Maximilians-Universität München befragten für ihre Studie Pollenallergiker in Süddeutschland und rechneten die Ergebnisse auf ganz Deutschland hoch. Die Ausbreitung der Pflanze müsse unbedingt eingedämmt werden, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Umweltmedizin in Forschung und Praxis".

Ambrosia-Pflanze wurde eingeschleppt

Die aus Nordamerika eingeschleppte Pflanze verlängert mit ihrem späten Pollenflug die Beschwerdezeit der Allergiker. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten, etwa für Behandlungen oder durch krankheitsbedingte Fehlzeiten, beziffert eine Pilotstudie erstmalig auf 200 Millionen bis – im schlimmsten Fall – mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr.

Ausbreitung von Ambrosia stoppen

Das Team des UFZ entwarf zwei Szenarien: ein konservatives mit einer geringen Belastungssituation, wonach ein Zehntel der bundesweit 17 Millionen Pollenallergiker auf Ambrosia reagiert. Außerdem entwickelten sie ein Worst-Case-Szenario mit einer großflächigen Verbreitung der Pflanze etwa wie in Ungarn. In diesem Fall könnten mehr als acht Millionen Menschen potenziell betroffen sein, also ein Zehntel der Bevölkerung.

Die Wissenschaftler betonen, bei der Studie handele es sich um eine erste Annäherung an die Thematik. "Belastbarere Kostenschätzungen würden einerseits umfangreichere Untersuchungen in unterschiedlich belasteten Regionen Deutschlands erfordern und andererseits mehr Wissen über die Ausbreitung der Ambrosia in den nächsten Jahrzehnten voraussetzen", hieß es.

Ambrosia online melden

Inzwischen hat das zum Landwirtschaftsministerium gehörende Julius Kühn-Institut (JKI) ein Webportal eingerichtet, auf dem man Ambrosia-Funde online melden kann. So kann jeder dazu beitragen, die Ausbreitung der Ambrosia besser zu dokumentieren und somit die Verbreitung des Unkrauts einzudämmen. Dazu werden unter anderem Angaben zum Fundort und zur Größe des Bestandes benötigt. Die Online-Meldestelle ist unter watson.jki.bund.de erreichbar.

Ambrosia: Höheres Problembewusstsein schaffen

Sicher sei jedoch, dass der effektivste Weg zur Begrenzung der Gesundheitskosten sei, die Ausbreitung der Pflanze zu verhindern oder zu verringern. Dazu sei jedoch ein "höheres Problembewusstsein" nötig. "Gelingt dies nicht, dann könnten Deutschland Verhältnisse wie in Ungarn drohen, wo bereits seit einigen Jahren ein Zehntel der Gesamtbevölkerung sensibilisiert ist."

Das Unkraut richtig bekämpfen

"Um die Ambrosia im Garten zu vernichten, reißt man sie mit der Wurzel vor der Blüte aus", rät Beate Alberternst von der Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie in Friedberg. "Hat sich bereits der kandelaberartig verzweigte Blütenstand gebildet, muss man zunächst den Blütenstiel abschneiden. Nach dem Rückschnitt wird auch die Wurzel ausgerissen, denn die Pflanzen regenerieren sich sonst schnell." Entsorgen sollte man den pflanzlichen Abfall über den Restmüll. Weil Biomüll der Kompostierung zugeführt wird, könnten sich die Ambrosia-Samen im Zuge der Verwertung sonst wieder verbreiten.

Pflanze wird leicht verwechselt

In Ungarn, Italien und im östlichen Frankreich ist Ambrosia bereits zu einer echten Plage geworden. Die Länder melden Ernteeinbußen bei Soja, Mais und Sonnenblumen. Leider hat die Ambrosia keine auffälligen Merkmale, an denen sie leicht auszumachen und somit zu vernichten wäre. Im Gegenteil: Sie hat sogar Doppelgänger und wird mit dem gewöhnlichen Beifuß, Wermut und der wilden Möhre verwechselt. "Sind die Blätter unterseits grün und der Stängel deutlich abstehend behaart, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um eine Ambrosia handelt", so die Pflanzen-Expertin Alberternst.

Wer sich nicht sicher ist, ob es sich bei einer Pflanze tatsächlich um Ambrosia handelt, kann sich mit einem Digitalfoto an eine der zentralen Meldestellen wenden, die viele Bundesländer inzwischen eingerichtet haben. Dort werden Datenbanken über die Ausbreitung des Unkrauts geführt und Hobbygärtner individuell beraten, wie sie am besten gegen die hartnäckigen Pflanzen vorgehen können.

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