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Igel-Schutz im Garten: So können Igel gesund überwintern

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Winterhilfe für Tiere  

So schützen Sie Igel, Eichhörnchen und Co. im Winter

21.11.2017, 10:01 Uhr | sk, dpa-tmn, t-online.de

Igel-Schutz im Garten: So können Igel gesund überwintern. Igel in Großaufnahme (Quelle: imago/blickwinkel)

Helfen Sie Tieren durch den Winter. (Quelle: imago/blickwinkel)

Im Herbst wird das Nahrungsangebot für Igel deutlich knapper, die älteren Tiere beginnen ihr Winternest zu bauen und junge Igel sind oft noch bis in den November hinein unterwegs, um sich Fettreserven anzufuttern. Wer den Stacheltieren durch den Winter helfen möchte, sollte seinen Garten fit für Igel machen. Diese Tipps, wie Sie Igel schützen können, empfiehlt der Nabu.

Igel sind Nützlinge, die jeder Hobbygärtner gerne in seinem Garten willkommen heißt. Sie ernähren sich zwar auch von Obst und Rührei, wenn kein anderes Futter verfügbar ist, bevorzugen sie aber vor allem lästige Schnecken und Insekten aus dem Garten. So können Sie sich durch den kleinen Gartenbewohner einiges an Zeit, Geld und Geduld wegen Schädlingsbefall an Ihren Pflanzen sparen. Wenn Sie es dem Igel in Ihrem Garten bequem machen, wird er sicher gute Arbeit als Schädlingsbekämpfer leisten.

So wollen Igel überwintern

Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub. Ihre Winterquartiere suchen die Igel bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad auf. Schutz gegen Kälte finden sie in Erdmulden, unter Hecken oder eben in Reisighaufen. Neben natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten kann man zusätzlich ein Igelhäuschen aufstellen. Wer Tieren einen dauerhaften Platz bieten möchte, kann den Reisighaufen mit einer Basis aus Feldsteinen versehen.

Regentonnen und Kellerschächte für Igel abdecken

Im Frühherbst sind Igel tagsüber und nachts oft im Garten unterwegs, um sich genug Winterspeck anzufressen. Regentonnen und Kellerschächte können den Tieren dabei zur Falle werden. Um das zu vermeiden, sollten Regenbehälter am besten vollständig mit einem Deckel oder einer Plane abgedeckt werden. In Schächte kann ein angerautes Brett hineingestellt werden, empfiehlt Umweltpädagogin Claudia Rösen. Das helfe dem Igel dabei, wieder nach oben zu klettern. Dieselbe Funktion erfüllen angenagelte Querleisten.

Eine andere Möglichkeit für Gartenbesitzer ist, die Öffnungen mit einem engmaschigen Gitter abzudecken. "Das kann man auch leicht selbst machen, indem man ein Drahtgitter auf einen Holzrahmen nagelt", sagt Rösen. Spielen auch kleine Kinder im Garten, sollte das Gitter aber nicht zu dünn und biegsam sein, sondern einiges an Gewicht aushalten können.

Junge Igel haben ihre Mütter meist in der Nähe

Auch wenn sie allein im Garten unterwegs zu sein scheinen, sind junge Igel nicht immer gleich verwaist. Meist befindet sich die Mutter in der Nähe. "Ab einem Gewicht von 300 Gramm sind die Jungtiere selbstständig", erklärt Julian Heiermann, Zoologe beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Am besten sei, den kleinen Igel ein paar Stunden lang zu beobachten. Erst wenn in diesem Zeitraum kein zweiter Igel auftaucht, könne man davon ausgehen, dass er keine Mutter hat.

Aufgehoben werden sollte der Igel am besten mit Gartenhandschuhen: "Das ist nicht nur wegen der Stacheln wichtig. Igel haben viele Parasiten wie Zecken und Flöhe", sagt Heiermann. Um festzustellen, ob der junge Igel Hilfe brauche, sollte er am besten in eine Igelstation oder zum Tierarzt gebracht werden. Wird dort festgestellt, dass der Igel keiner menschlichen Hilfe bedarf, so muss er unverzüglich wieder am Fundort freigelassen werden.

Weitere Winterhilfe für andere Tiere

Auch anderen Tieren können Sie im Winter etwas Gutes tun. Gartenbesitzer sollten beispielsweise tote Äste und verblühte Stauden über den Winter liegen lassen. Denn hohle Pflanzenstängel und altes Gehölz sind ein beliebtes Winterquartier für die gefährdeten Wildbienen, erklärt der Deutsche Tierschutzbund. Zusätzlich profitieren Vögel von diesen verblühten Pflanzen: In den Blütenresten finden sie Insekten, die als Nahrungsquelle dienen.

Wer mag, kann Vögeln und anderen Tieren auch aktiv durch Füttern beim Überwintern helfen. Eichhörnchen zum Beispiel freuen sich über Sonnenblumenkerne, Nüsse oder Äpfel und Birnen, wenn sie wegen Bodenfrost nicht mehr an vergrabene Vorräte herankommen. Und Igel auf Kaloriensuche vor dem langen Winterschlaf essen zum Beispiel Katzendosenfutter mit Haferflocken oder Weizenklee. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie nur hochwertiges Futter anbieten, dass den Tieren den entsprechenden Nährstoffe liefert. Das rät auch der Nabu.

Was Sie noch mit Ihrem Laub machen können, erfahren Sie hier.

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