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Gartenkalender: Das ist im Januar im Garten zu tun

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Sogar im Januar wird gepflanzt

25.02.2013, 13:59 Uhr | zuhause.de, dpa-tmn

Gartenkalender: Das ist im Januar im Garten zu tun. Selbst im Januar braucht der Garten Pflege. (Quelle: imago/Harald Lange)

Selbst im Januar braucht der Garten Pflege. (Quelle: Harald Lange/imago)

Zugegeben, viel kann man im Januar nicht im Garten tun. Dafür hat man viel Zeit die kommende Gartensaison vorzubereiten – die ideale Gelegenheit für die Gartenplanung. Je nach Wetter darf man auch das Gießen nicht vergessen. Immergrüne Gewächse brauchen auch bei Frost ausreichend Wasser. Was Hobbygärtner sonst noch im Januar erledigen sollten.

Der Januar ist einer der schönsten Monate für den Gärtner, findet zumindest Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. Die Pfanzenexpertin setzt sich dann an ihren Schreibtisch, wälzt stundenlang dicke Kataloge und bestellt Saatgut und Pflanzen. Sie plant das folgende Gartenjahr. So geht man dabei am besten vor.

Bei frostfreiem Boden kann auch im Winter gepflanzt werden

Aber auch draußen gibt es etwas zu tun. Wann immer der Boden im Winter frei ist, kann gepflanzt werden. Van Groeningen empfiehlt, winterblühende Gehölze wie den Winterjasmin zu setzen. "Sie treiben und blühen, solange es keinen Frost gibt." Sinken die Temperaturen unter Null, könne es sein, dass die Blüten abfallen. "Aber es gibt immer Ersatzknospen."

Bäume mit Wurzeln bald auspflanzen

Wer einen Weihnachtsbaum im Topf hat, kann diesen in vielen Gegenden bereits Anfang Januar auspflanzen. Ist der Boden frostfrei und offen, kann das Bäumchen an seinen Platz im Garten. Allerdings sollte man den Baum vorher langsam an die Temperaturen draußen gewöhnen. Weihnachtsbäume mit Wurzeln dürfen möglichst nicht länger als zehn Tage im beheizten Wohnraum bleiben, erläutert Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der GartenBaumschulen in Haan. Danach werde der Baum zunächst in einen kühlen Raum wie ein Gartenhaus oder die Garage gestellt, um sich an die Kälte zu gewöhnen.

Beete vorbereiten

An frostfreien Tagen können außerdem bereits die Beete vorbereitet werden. Sie bekommen eine dünne Schicht Kompost und die Rosen am Fuß ein Häufchen abgelagerten Mist. Scheint die Sonne an frostigen Tagen, brauchen Immergrüne Schutz. "Am besten ein Bettlaken über die Krone legen. Wenn keines da ist, geht auch Zeitungspapier", rät Van Groeningen.

Vor allem Gehölze an der Ost- und Südseite brauchen einen Schattenspender. Bekommen sie den nicht, tauen die Blätter auf und benötigen dann Wasser. Dieses können die Pflanzen aber nicht aus dem gefrorenen Boden ziehen. Die Stämme von Obstbäumen werden mit Kalk vor Temperaturschwankungen geschützt. Das verhindert, dass sich Risse in der Rinde bilden.

Rasen gegen Schneeschimmel schützen

Immergrüne wie Koniferen sollte man von Schneedecken befreien, die dicker als zehn Zentimeter sind. Die Äste können sonst aufklaffen. Liegt kein Schnee, sollten die letzten Blätter, die die Bäume und Sträucher nun noch abwerfen, vom Rasen geholt werden. Das Laub könne faulen und mit ihm der Rasen. Bildet sich über den Winter Schneepilz und geht der Rasen durch Licht- und Sauerstoffmangel unter dem Schnee kaputt, kann man vorerst nichts tun. Im Frühjahr wird nachgesät.

Streusalz schadet Hecken und Beeten

Streusalz von der Straße kann am Grundstücksrand in den Boden eindringen. Damit dieses sich nicht in den Wurzeln einlagert, sollte viel gegossen werden, wenn der Boden aufgetaut ist, rät Van Groeningen. Das Gießwasser schwemme die Salze weg.

Sträucher schneiden

Auch der Haselnussstrauch (Corylus avellanus) benötigt etwas Pflege. Er kann zurückgeschnitten werden. Da die Haselzweige nur blühen, wenn sie viel Licht bekommen, sei es wichtig, dass die Sträucher nicht zu dicht wachsen, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin. Mehr als sechs bis acht Haupttriebe sollte ein Strauch nicht haben. Man sollte regelmäßig alte Zweige sowie lästige Bodentriebe entfernen – und zwar am besten vor der Blüte im Februar.

Für eine gute Ernte pflanzt man mehrere Sträucher, die sich gegenseitig befruchten können. Auf das Geschlecht der Sträucher muss nicht geachtet werden, da jede Pflanze männliche und weibliche Blüten ausbildet. Der Wind sorgt für die Befruchtung. Der BDG empfiehlt etwa die Sorten "Hallesche Riesennuss", "Rote Lambertsnuss', "Dariane" oder "Cosford". Sie bestäuben sich gegenseitig.

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