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Amaryllis überwintern/übersommern: Pflege nach der Blüte

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Pflege nach der Blüte  

Amaryllis überwintern: So klappt's

20.10.2017, 09:44 Uhr | li (IP)

Amaryllis überwintern/übersommern: Pflege nach der Blüte. Die Amaryllis blüht ab Dezember – mit der richtigen Pflege lässt sie sich überwintern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Amaryllis blüht ab Dezember – mit der richtigen Pflege lässt sie sich überwintern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Amaryllis zeigt sich im Dezember und Januar in ihrer schönsten Pracht. Nach der Blüte muss sie jedoch nicht weggeworfen werden. Mit der richtigen Pflege ist es kein Problem, eine Amaryllis zu übersommern. Unter Beachtung einiger Pflegetipps erfreut die subtropische Pflanze Sie dann auch im nächsten Winter wieder mit einer schönen, kräftigen Blüte.

Die Amaryllis und ihr Lebenszyklus

Spricht man hierzulande von der Amaryllis, ist meist der Ritterstern (Hippeastrum) gemeint. Die Gattung Hippeastrum zählt zur Familie der Amaryllisgewächse und umfasst etwa 80 verschiedene Arten. Ursprünglich stammt der Ritterstern aus den peruanischen Anden in Südamerika. Der Lebenszyklus der Amaryllis richtet sich nach ihrer tropischen Heimat. Daher ist die Pflanze einen Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeiten gewohnt. Grundsätzlich sollten Sie die Pflege der tropischen Blühpflanze diesem natürlichen Wachstumszyklus aus Blütezeit (Dezember bis Februar), Wachstumsphase (März bis Juli) und Ruhephase (August bis Dezember) anpassen. 

Amaryllis: von der Zwiebel bis zur Blüte

Die Amaryllis wird im November gepflanzt – in einen Topf, denn in Deutschland wird sie als Zimmerpflanze kultiviert. Sie können die Pflanze auch in den Garten setzen, sollten sie allerdings im Herbst wieder aus der Erde nehmen und im Haus überwintern. Zum Einpflanzen der Zwiebel nehmen Sie am besten einen kleinen Topf mit einem Durchmesser von etwa zwölf Zentimetern. Diesen füllen Sie mit lockerer, wasserdurchlässiger Erde auf. Beim Einpflanzen der Blume können Sie aber speziellen Dünger für Blumenzwiebeln zur herkömmlichen Blumenerde geben, um die Zwiebelblume zu unterstützen.

Nach dem Einpflanzen sollten Sie die Pflanze bis zu zwölf Tage nicht oder nur wenig gießen. Stellen Sie Ihre Amaryllis in einen Raum mit Zimmertemperatur, bilden sich nach etwa sechs bis acht Wochen bereits die ersten Knospen. Im Anschluss daran folgen die Blätter. 

Blühphase: Pflege während der Blüte

Wenn die Amaryllis zwischen Ende Dezember und Ende Februar blüht, ist eine Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad Celsius optimal. Höhere Temperaturen lassen die Pflanze schneller verblühen. Wählen Sie für eine blühende Amaryllis einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Der Winterblüher sollte weder austrocknen, noch zu oft gegossen werden. Wenn Sie die Amaryllis pflegen, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass keine Staunässe entsteht. Gießen Sie deshalb nur mäßig in den Übertopf oder Unterteller. Sobald die Erde so viel Wasser aufgenommen hat, dass sie feucht ist, nehmen Sie die Blume aus dem Übertopf und gießen das überschüssige Wasser aus. Während der Blütezeit muss der Ritterstern nicht gedüngt werden. 

Amaryllis übersommern: Tipps zur Pflege im Sommer

Sobald die Blütezeit beendet ist, geht die Pflanze in eine Wachstumsphase über. Entfernen Sie sämtliche Blüten zusammen mit dem Stiel, aber schneiden Sie nicht die Blätter der Blume ab, da die Amaryllis ohne sie keine Fotosynthese betreiben kann. Die Pflanze benötigt jetzt sowohl ausreichend Wasser als auch Wärme. Ein Standort am Fenster eignet sich daher am besten. Ab Mai können Sie die Amaryllis auch in den Garten oder auf den Balkon stellen. 

Der Winterblüher sollte weder austrocknen, noch zu oft gegossen werden. Wenn Sie die Amaryllis pflegen, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass keine Staunässe entsteht. Setzen Sie die Blume während des Wachstums zweimal wöchentlich solange in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer, bis die Erde feucht ist. Zusätzlich sollten Sie Ihre Amaryllis düngen, damit sie ausreichend Nährstoffe für ihre nächste Blütezeit sammeln kann. Allerdings sollten Sie das Düngen zur gleichen Zeit wie das Gießen einstellen, damit die Amaryllis überwintern kann. 

Amaryllis überwintern: nicht mehr gießen

Ab Anfang August, spätestens aber im September, sollten Sie das Gießen einstellen und die Pflanze an einen dunklen und kühlen Ort, zum Beispiel in den Keller, stellen. Temperaturen bis 15 Grad Celsius verträgt sie gut, Frost sollte sie aber niemals ausgesetzt sein. In der Ruhephase zieht die Pflanze ihre Blätter ein und sammelt Kraft für die nächste Blüte. Vertrocknete Blätter können dann entfernt werden. 

Im November sollten Sie die Zwiebel dann umtopfen und wieder in frische Blumenerde setzen, die Sie einen Monat später leicht anfeuchten. Dabei muss mindestens ein Drittel der Knolle aus der Erde ragen. Jetzt ist auch die Zeit gekommen, um die Pflanze zimmerwarm und an einen hellen Ort zu stellen, woraufhin ein neuer Blütenstiel wächst. Wenn dieser etwa zehn Zentimeter lang ist, gießen Sie die Pflanze einmal in der Woche. 

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