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Wühlmäuse bekämpfen und vertreiben: die besten Mittel

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Diese Methoden wirken  

Wühlmäuse erfolgreich bekämpfen

13.03.2017, 08:23 Uhr | zuhause.de

Wühlmäuse bekämpfen und vertreiben: die besten Mittel. Wühlmäuse können im Garten große Schäden anrichten. (Quelle: imago/blickwinkel)

Wühlmäuse können im Garten große Schäden anrichten. (Quelle: blickwinkel/imago)

Wühlmäuse sehen zwar niedlich aus, aber wer sie in seinem Garten hat, kann sich für die possierlichen Tierchen nur selten begeistern. Denn die kleinen Nager hinterlassen Schäden. Wurzelgemüse nagen sie ebenso an wie Blumenzwiebeln und Obstbaumwurzeln. Um die Tiere zu bekämpfen, wird man am besten im Herbst oder Frühling aktiv, weil die Nager Köder dann am besten annehmen. So werden Sie Wühlmäuse los.

Woran Sie Wühlmäuse erkennen

Zunächst muss man erst einmal feststellen, ob es überhaupt Wühlmäuse sind, die im Garten zu Gange sind. Die Nager graben Gänge, die denen von Maulwürfen sehr ähnlich sind. Da Maulwürfe nicht schädlich sind und daher auch nicht bekämpft werden dürfen, sollte man sicher gehen, welches Tier für die Erdhaufen im Garten verantwortlich ist. Ein seitlich zum Erdhaufen versetzt liegendes Loch ist ein Hinweis auf Wühlmäuse. Beim Maulwurf liegt das Loch meist mittig unter dem Maulwurfhügel. Wühlmaushügel sind meist auch kleiner.

Verwühlprobe zeigt, wer im Gang wohnt

Ob ein Gang noch bewohnt ist, zeigt die so genannte Verwühlprobe. Dabei wird ein Gang an mehreren Stellen auf einer Länge von etwa 30 Zentimetern freigelegt. Ist der Gang nach einiger Zeit wieder geschlossen, wird er von Wühlmäusen bewohnt. Ein Maulwurf würde unter dem Bereich einen neuen Gang graben. Oft besiedeln Wühlmäuse allerdings auch Gänge, die zuvor von Maulwürfen genutzt wurden.

Schäden durch Wühlmausfraß entstehen vor allem an den Wurzeln von jungen Obstbäumen, Beerenobststräuchern und Ziergehölzen. Darüber hinaus werden von Wühlmäusen aber auch Blumenzwiebeln sowie Wurzel- und Knollengemüse angefressen.

Wühlmaus oder Feldmaus?

Ähnliche Fraßschäden an Pflanzen können auch durch Feldmäuse entstehen. Bei Gehölzen schädigen Feldmäuse allerdings bevorzugt die Stammbasis, indem sie die Rinde ringsum oft komplett abnagen. Seltener befressen Feldmäuse die Gehölzwurzeln. Eine sichere Unterscheidung von Feld- und Wühlmäusen ist durch die offenen Löcher möglich, die bei einem Feldmausauftreten zurückbleiben. Von Wühlmäusen werden offene Gänge stets wieder verwühlt. Um Wühlmäuse zu bekämpfen, gibt es verschiedene Methoden. Man kann Fallen und Gas einsetzen. Die Wirksamkeit von Hausmitteln ist hingegen umstritten.

Mäuse in die Falle locken

Wer Fallen einsetzen will, sollte die Geräte möglichst in die Gangöffnung stellen. Um die Tiere anzulocken, empfehlen sich Köder aus aromatischem Wurzelgemüse wie Sellerie oder Möhren. Damit kein menschlicher Geruch an den Fallen haften bleibt und die Tiere den Köder annehmen, rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die Hände vor dem Aufstellen mit Erde abzureiben oder Handschuhe zu tragen. Es hilft auch, die Fallen einige Zeit der Witterung auszusetzen.

Um nicht versehentlich einen geschützten Maulwurf zu töten, sollte man im Zweifelsfall besser auf eine Kastenfalle zurückgreifen, in der die Tiere lebend gefangen werden. Zwar darf man den störenden Wühlern das ganze Jahr über zu Leibe rücken, jedoch sind im zeitigen Frühjahr, wenn die Mäuse nach dem Winter ausgehungert sind, die Erfolgsaussichten mit beköderten Fallen besonders hoch. Die gefangenen Tiere sollte man nur mit Handschuhen anfassen.

Gas vertreibt die Wühlmaus

Um die Mäuse zu vertreiben, kann man auch Gas einsetzen, das mit seinem Geruch die Mäuse in die Flucht treibt. Bei dieser Methode werden Feststoffe ausgelegt, die beim Kontakt mit dem feuchten Boden Gas freisetzen. Allerdings wirken die Gase nur, wenn man den Gang nach Ausbringen des Stoffes gut verschließt. Sonst würde das Gas zu schnell entweichen.

Nicht alle Hausmittel wirken

Wie gut Hausmittel zum Vertreiben von Wühlmäusen taugen, ist umstritten. Einige Gärtner berichten von Erfolgen durch Erschütterung und Maulwurfpieper. Auch die Erfahrungen mit Gerüchen von Knoblauch-Sud oder alten Fischköpfen sind unterschiedlich. Pflanzen wie Kaiserkrone, Wühlmauswolfsmilch oder Narzissen wird ebenfalls eine vertreibende Wirkung zugeschrieben. Da die Pflanzen ganz hübsch anzusehen sind, schadet ein Versuch zumindest nicht. Auch die Landwirtschaftskammer hält Anpflanzung von Feindpflanzen oder der Einsatz von Klappermühlen, Windrädern und Geräten mit Ultraschallerzeugung nicht für völlig wirkungslos.

Im Frühjahr Vorkehrungen gegen Wühlmause treffen

Die zu den Nagetieren gehörenden Wühlmäuse sind das ganze Jahr über aktiv. Neben dem Herbst ist das zeitige Frühjahr eine günstige Zeit, um Wühlmäuse zu bekämpfen, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

Um Obstbäume vor Wühlmausfraß zu schützen, ist es sinnvoll, diese bereits beim Anpflanzen in spezielle Drahtkörbe aus Maschendraht zu setzen. Zum Schutz von Blumenzwiebeln können auch Pflanzkörbe aus Kunststoff verwendet werden. Ein guter Zeitpunkt hierfür seien die noch kalten Wochen zum Frühlingsbeginn. Dann sei die Vegetation noch nicht so dicht und es ließen sich die Gänge der Wühlmäuse besser aufspüren, erklärt Erich Hiller, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bonn.

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