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Wicken säen und selbst ziehen: Tipps für Stauden- und Duftwicken

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Wicken säen und pflegen

06.04.2016, 14:05 Uhr | zuhause.de, dpa-tmn

Wicken säen und selbst ziehen: Tipps für Stauden- und Duftwicken. Stauden-Wicken muss man nicht jedes Jahr neu säen. (Quelle: imago/blickwinkel)

Stauden-Wicken muss man nicht jedes Jahr neu säen. (Quelle: blickwinkel/imago)

Auf Wicken sollte der Gärtner nicht verzichten: Die Blumen zeichnen sich durch zarte hübschen Blüten und einen wunderbaren Duft aus, der Wicken auch sehr beliebt als Schnittblumen für die Vase macht. Dies gilt jedenfalls für die einjährigen Duftwicken (Lathyrus odoratus). Deren Verwandte, die Stauden-Wicke (Lathyrus latifolius), wächst mehrjährig, und zwar recht ausufernd. Duften ihre Blüten auch nicht, zeigen Stauden-Wicken dennoch ebenfalls sehr hübsche Blüten. Mit diesen Tipps zum Säen und Vorziehen gelingt die Blütenpracht im Sommer.

Wicken lassen sich leicht selbst ziehen. Duftwicken müssen Sie jedes Jahr neu säen, Stauden-Wicken säen Sie nur einmal an. Die Pflanzen vermehren sich danach durch Selbstaussaat – stärker, als so manchem lieb ist. Wicken lassen sich ab März vorziehen oder ab April direkt in den Garten säen.

Wicken vorziehen

Will man Wicken in Töpfen vorziehen, sollte man die Samen etwa ein bis eineinhalb Zentimeter mit Erde bedecken. Pro Topf kann man vier bis sechs Körner säen. Die obere Erdschicht darf nie austrocknen, zu feucht darf die Erde aber auch nicht sein. Sonst droht Fäule. Zieht man Wicken in der Wohnung vor, sollte man die Töpfe zwar hell, aber nicht zu warm stellen. Über der Heizung ist daher kein guter Platz. Wer ein Gewächshaus hat, findet dort natürlich die idealen Voraussetzungen.

Direkt ins Gartenbeet aussäen kann man die Wicken zwar auch, aber das ist weniger empfehlenswert. Denn bei längerem Regen faulen die Samen. 

Wicken nach dem Säen auspflanzen

Mit dem Auspflanzen der Wicken sollte man bis nach den Eisheiligen warten, beziehungsweise sobald kein Bodenfrost mehr droht. Als Standort eignet sich ein sonniges Plätzchen. Der Boden sollte humos und locker sein. Pralle Mittagssonne, Hitze und vor allem Trockenheit bekommen den Duftwicken gar nicht, warnt die Bayerische Gartenakademie. Regelmäßiges Gießen ist daher Pflicht.

Blütezeit bis in den Herbst

Je nach Sorte wachsen Duftwicken zwischen 1,60 und 2 Meter in die Höhe. Sie ranken sich dekorativ an Zäunen oder anderen Klettergerüsten entlang, auch dünne Schnüre oder Stangen dienen als Kletterhilfe. Auf jeden Fall sollte man nur dünne Stäbe mit einem Durchmesser von maximal 0,5 Zentimeter als Rankhilfe verwenden. Die Blütezeit der Wicken dauert von Juni bis in den Herbst.

Wicken nach der Blüte schneiden

Verblühtes sollte man regelmäßig schneiden, rät die Bayerische Gartenakademie. Fängt die Blume an, Samen zu bilden, stellt sie weiteres Wachstum und Blütenbildung ein. Und bei den Stauden-Wicken verhindert man so, dass die Pflanzen sich allzu sehr ausbreiten.

Zwergwicken eignen sich gut für den Balkon

Die Sortenvielfalt der Wicken ist groß. Zwergwicken werden nur etwa 30 bis 40 Zentimeter hoch. Sie bilden auch Ranken, wachsen aber liegend bis überhängend, wenn sie keinen Halt finden, um in die Höhe zu klettern. Die Abstände zwischen den Blättern bei den Zwergwicken sind recht kurz, so sitzen auch die Blüten sehr dicht. Der Flor ist so dicht, dass man fast kein Grün mehr sieht.

Man kann diese Sorten gut für den Balkon verwenden. In Ampeln wachsen diese kompakten Sorten überhängend. Eine Alternative ist, sie mit einem kleinen Rankgerüst in den Balkonkasten zu geben, wo sie einen aufrechten Blickfang bilden. Diese kleinen, wüchsigen Sorten findet der Hobbygärtner im Handel als sogenannte 'Villa-Roma'-Serie in allen Farben. In der 'Bounce'-Serie sind vor allem blaue und lilafarbene Sorten vertreten.

Stauden-Wicken sind winterhart

Stauden-Wicken sind recht anspruchslos. Beliebt sind sie beispielswiese zur Begrünung von Gartenzäunen. Stauden-Wicken wachsen an sonnigen und halbschattigen Standorten. Trockenheit mögen sie wie die duftende Verwandtschaft überhaupt nicht. Im Herbst sollte man die Pflanzen bodennah zurückschneiden. So können sie überwintern und kommen im nächsten Frühjahr wieder.

Wicken für Tiere giftig

Wicken sind giftig, dies gilt vor allem für die Samen. Besonders Ziervögel sollte man von der Pflanze fernhalten. Auch Pferde und Kühe reagieren laut dem Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich empfindlich, desweiteren Kleintiere. Generell sollte man natürlich verhindern, dass besonders Kleinkinder die Essbarkeit der Platterbsen ausprobieren.

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