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Garten im Mai  

Eisheilige: Wann sie kommen und was sie bedeuten

25.04.2016, 12:00 Uhr | anni, dpa

Wann stehen sie an, was verbirgt sich dahinter und ist es an den entsprechen Tagen wirklich immer kalt? (Screenshot: imago)
Eisheilige: Wann sie kommen und was sie bedeuten

Wann stehen sie an, was verbirgt sich dahinter und ist es an den entsprechen Tagen wirklich immer kalt?

Wann stehen sie an, was verbirgt sich dahinter und ist es an den entsprechen Tagen wirklich immer kalt? (Quelle: T-Online)


Heute können sich viele nichts mehr unter den "Eisheiligen" vorstellen. Dabei sollten gerade Hobbygärtner die Tage im Mai nicht ignorieren. Wann die Eisheiligen anstehen, welcher Volksglaube sich dahinter verbirgt und was das mit Ihrem Gemüsebeet zu tun hat, erklären wir hier.

Woher kommen die Eisheiligen?

Als "Eisheilige" werden die drei Tage von 12. bis 14. Mai bezeichnet, wobei je nach Region noch der 11. Mai und der 15. Mai hinzugezählt werden. Wie der Name schon andeutet, kommt es in diesem Zeitraum häufig zu unerwarteten Kälteeinbrüchen, wobei die Temperaturen gerade nachts bis unter null Grad Celsius fallen können. Daher kommt auch die alte Bauernregel, dass bestimmte Pflanzen, zum Beispiel Salat, erst nach den Eisheiligen sicher ins Freie in den Garten können und auch das Vieh vorher nicht auf die Weide kommt.

Nach der kirchlichen Tradition handelt es sich um Namenstage der folgenden Heiligen:

  • 12. Mai: Pankratius
  • 13. Mai: Servatius
  • 14. Mai: Bonifatius

Die Eisheiligen beginnen immer am selben Datum und dauern demnach auch dieses Jahr von 12. bis 14. Mai. In Norddeutschland beginnt der Zeitraum traditionell bereits am 11. Mai, dem Tag des Heiligen Mamertus, und in Süddeutschland und Österreich enden die Eisheiligen einen Tag später, am Tag der Kalten Sophie.

Wetter: Das sagen Meteorologen zu der Bauernregel

Fußen die Eisheiligen auf reinem Aberglauben oder lassen sich die Wetterumschwünge meteorologisch begründen? Häufig steigen die Temperaturen in Mitteleuropa Anfang Mai beachtlich, wodurch Tiefdruckgebiete entstehen. In der Folge weicht die warme Luft nach Norden und zieht dadurch kühle Polarluft an.

Wetteraufzeichnungen widersprechen dem Volksglauben insofern, dass der Kälteeinbruch tatsächlich meist erst elf Tage später, also am 23. Mai erfolgt. Diese Verschiebung lässt sich wiederum durch die gregorianische Kalenderreform erklären: Die Eisheiligen richten sich nach dem Julianischen Kalender, der im 16. Jahrhundert durch den Gregorianischen Kalender abgelöst wurde, wodurch sich die Daten verschoben haben. Die Kirche hat die Heiligentage trotz der Kalenderreform bis heute nicht angepasst.

Die Statistik besagt außerdem, dass die Kaltlufteinbrüche im Mai in den vergangenen 150 Jahren häufiger und intensiver waren als in der Gegenwart – vermutlich hängt dies mit dem Klimawandel zusammen.

Garten: Was sich Mitte Mai ändert

Wenn Sie einen Garten haben oder beispielsweise Gemüse auf dem Balkon anbauen, sollten Sie empfindliche Pflanzen vorsichtshalber erst Ende Mai nach draußen stellen, oder zumindest mit Vlies oder Folie schützen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten frostempfindlichen Blumen und Gemüsesorten.

BlumenGemüse
OleanderTomaten
DahlienGurken
KamelienKohlsorten
BougainvilleaZucchini
GeranienBlattsalate
BalkongoldRadieschen
PetunienMangold
MargeritenZwiebeln
DipladeniaAuberginen
PelargonienBohnen
LatanaPaprika

Artischocken

Bei Kräutern bietet es sich ebenfalls an, die Eisheiligen abzuwarten – besonders kälteempfindlich sind Basilikum, Rosmarin, Dill, Petersilie, Majoran, Estragon, Kresse und Schnittlauch.

Passende Sprüche zu den Eisheiligen

Das österreichische Portal "garteln.com" hat ein paar typische Sprüche im Zusammenhang mit den Eisheiligen als Bauernregel zusammengefasst. Die markantesten Merksätze:

  • "Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder."
  • "Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz."
  • "Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein."

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