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Schwalbenschwanz: Porträt des seltenen Schmetterlings

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Schwalbenschwanz: Porträt des seltenen Schmetterlings

18.05.2015, 08:06 Uhr | ks (CF)

Wunderschön, aber selten: Das ist der Schwalbenschwanz. Doch wo stehen die Chancen am besten, den Falter mit den schwalbenartigen Hinterflügeln anzutreffen? Lesen Sie hier mehr über den einheimischen Schmetterling.

So erkennen Sie den Schwalbenschwanz

Der Schwalbenschwanz ist ein sehr eleganter Schmetterling, den Sie am besten an seinen verlängerten Hinterflügeln erkennen, die ein wenig an die Flügel einer Schwalbe erinnern. Atemberaubend schön gemustert sind seine hellen Flügel: Mit einer schwarzen Umrandung und dunkelblauen sowie zwei pinken oder orangefarbenen Flecken am unteren Ende. Dank einer Flügelspannweite von bis zu acht Zentimetern zählt dieser Schmetterling außerdem zu den größten Tagfaltern in Deutschland.

Wo treffen Sie den schönen Schmetterling?

Leider ist dieser wunderschöne Schmetterling nicht besonders häufig anzutreffen – obwohl er neben Nordafrika und Nordamerika sowie Teilen Asiens auch in Europa beheimatet ist. Gute Chancen auf eine Begegnung mit dem Falter gibt es zwischen April und Juni, wenn die erste Generation fliegt sowie im Juli und August, sobald die Flugzeit der zweiten Generation gekommen ist. Bevorzugt hält sich der Schwalbenschwanz an trockenen und warmen Orten auf. Während seiner Suche nach geeigneten Plätzen für die Eiablage durchwandert er große Gebiete mit seinem unnachahmlichen, segelnden Flug.

Wissenswerten zu den Schwalbenschwanz-Raupen

Die Weibchen der ersten und zweiten Generation verteilen während der Eiablage jeweils 150 Eier auf verschiedene Pflanzen, darunter sonnig stehende Doldenblütler wie Dill, Kümmel oder Fenchel. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen die kleinen Raupen, die zunächst nur fünf Millimeter groß sind. Zu erkennen ist die Schwalbenschwanz-Raupe an ihrem weißen "Sattel" auf schwarzer Grundfärbung. Einmal pro Woche häutet sie sich bis zur Verpuppung und ändert somit laufend ihr Aussehen. Die erwachsene Raupe trägt eine auffällige Musterung mit hellgrünen Streifen, orangefarbenen Punkten und eine Stirngabel, mit der sie bei Gefahr unangenehm riechende Buttersäure versprüht.

Nach etwa fünf Wochen verlässt die Raupe ihre Futterpflanze, um sich zu verpuppen und an einem sicheren Ort zu überwintern. In der Puppe wächst ab Frühjahr der Falter heran und schlüpft im Frühsommer, damit der Kreislauf von Neuem beginnen kann.

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