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Gartenarbeit im Winter: 11 Fehler vermeiden

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Elf Fehler vermeiden  

Diese Versäumnisse schaden dem Garten im Winter

05.09.2017, 08:14 Uhr | tos, t-online.de

Gartenarbeit im Winter: 11 Fehler vermeiden. Bäume schützen im Winter nicht vergessen! (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bäume schützen im Winter nicht vergessen! (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele denken, im Winter ruht die Natur und damit auch die Gartenarbeit. Dies ist ein Irrtum. Gerade in der kalten Jahreszeit ist der Garten besonders schutzbedürftig. Diese Fehler sollte man im Winter im Garten keinesfalls begehen.

Fehler 1: Empfindliche Bäume nicht schützen

Besonders wenn bei Minustemperaturen die Sonne scheint, ist bei Bäumen die Gefahr von Frostschäden groß. Wenn sich die sonnenzugewandte Seite des Stamms erwärmt, dehnt sich dort die Rinde aus. Die sonnenabgewandte Seite bleibt hingegen gefroren. Die dadurch entstehenden Spannungen lassen die Rinde reißen. Die Wunden sind dann häufig Einfallstor für Bakterien, Pilze und Schädlinge. Junge Obst- und Ziergehölze, die noch keine Borke gebildet haben, sind besonders gefährdet.

Experten raten zum Weißanstrich mit einer speziellen Farbe, die in jedem Gartencenter und -fachhandel erhältlich ist. "Der helle Farbton reflektiert die Sonnenstrahlen, verhindert so eine zu starke Erwärmung der Rinde und beugt dadurch Spannungsrissen vor", so der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Vor dem Anstrich muss man den Stamm vorsichtig von Moos und Flechten befreien. Die Farbe sollte bei frostfreiem Wetter mit einem Pinsel aufgetragen und bei Bedarf im fortgeschrittenen Winter einmal erneuert werden. Auch der Wurzelbereich der Bäume sollte geschützt werden. Dafür eignet sich ganz einfach Laub. 

Fehler 2: Immergrüne Pflanzen nicht gießen

Die Immergrünen brauchen auch im Winter Wasser. Scheint die Sonne, verdunstet über die Blätter Wasser. Ist aber gleichzeitig der Boden gefroren, können die Wurzeln nicht für Nachschub sorgen. Das Wasser sitzt als Eis im Boden fest. Gegossen werden sollte daher, sobald der Boden etwas angetaut ist.

Fehler 3: Pflanzen unter Frostschutz "schwitzen" lassen

Viele Pflanzen im Garten werden über den Winter hin gut eingepackt. Das kann aber zum Winterende hin ein Problem werden: An sonnigen Tagen heizt sich die Luft auf, nachts kann es noch Frost geben. Steigen die Temperaturen vorfrühlingshaft an, packt man die Pflanzen daher für ein paar Tage aus. Das Material sollte aber griffbereit bleiben, sollte der Frost wiederkommen. Man sollte die Pflanzen niemals mit luft- und lichtundurchlässigen Materialien einpacken. Darunter schwitzen sie zu sehr und könnten zu früh antreiben.

Fehler 4: Kübelpflanzen das Licht entziehen

Exotische Kübelpflanzen vertragen keinen Frost und überwintern daher im Haus, beispielsweise im Keller. Das Problem: immergrüne Arten tragen ihre Blätter auch im Winter. Dazu zählen zum Beispiel Oleander, Lorbeer, Dattelpalme und verschiedene Zitrusarten. Diese Exemplare dürfen während der Winterruhe nicht zu dunkel stehen. Hinter einer Glasscheibe in Wintergarten oder Gewächshaus ist das Licht aber meistens weniger intensiv als unter freiem Himmel. Dann muss man auf niedrige Temperaturen achten. So fahren die Pflanzen ihren Stoffwechsel herunter. 

Fehler 5: Bei Schnee den Rasen betreten

Fällt viel Schnee, heißt es: Rasen betreten verboten. "Durch Betreten oder Befahren verdichtet sich der Schnee – das führt zu einem Luftabschluss", erläutert Klaus Müller-Beck, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft in Bonn. Und das kann zur Entwicklung der Typhulafäule führen.

Fehler 6: großzügig salzen

Was man beim Thema Schnee und Eis auch beachten muss: Streusalz ist Gift für den Garten. Das Streugut schadet Hecken, Bäumen und Beeten, wenn es zusammen mit dem Schmelzwasser in den Boden gelangt. In den meisten Bundesländern und Kommunen ist Privatanwendern das Ausbringen von Streusalz sowieso verboten. Hecken, Sträucher und Büsche in Straßennähe, die mit Streusalz in Berührung kommen, brauchen besondere Pflege.

Fehler 7: Schneemassen liegen lassen

Schneit es stark, muss man Bäume und Hecken im Auge behalten. Ist die Schneelast zu groß, können Äste abbrechen. Geräumt werden muss, wenn die Schneedecke dicker als zehn Zentimeter ist oder wenn man bemerkt, dann sich die Äste schon biegen. Gerade schlecht geschnittene Pflanzen betrifft das. Sie bilden keine stark verzweigten Äste aus, erläutert Isabelle Van Groeningen, Leiterin der Gartenschule der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. "Auf einer gut gewachsenen Hecke sollte eine dicke Handtasche stehen können."

Fehler 8: Rasenmäher über den Winter falsch lagern

Bleibt über die Wintermonate Kraftstoff im Tank des Benzin-Rasenmähers, kann das Benzin im Laufe der Zeit verharzen – nicht nur aber besonders stark, wenn Sie Ihre Gartengeräte mit E10 betreiben. Verharzter Treibstoff verunreinigt die Treibstoffleitungen und den Vergaser, wodurch diese Schaden nehmen könnten.

Allerdings kann sich in einem leeren Tank leicht Flugrost absetzen. Unser Tipp zum Überwintern von Rasenmäher und anderen benzinbetriebenen Geräten: Füllen Sie den Kraftstofftank bis zum oberen Rand mit frischem Benzin und schließen dann den Benzinhahn. Jetzt starten Sie das Gerät und lassen es so lange laufen, bis der Motor wegen Kraftstoffmangels ausgeht. Auf diese Weise leeren sich Vergaser und Leitungen, so dass sie während der Winterpause nicht durch verharztes Benzin verunreinigt werden.

Fehler 9: Pflanzenschutzmittel in der Kälte lagern

Die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln leidet bei kalter Witterung. Frost kann sie sogar unbrauchbar machen. Darauf weist die Gartenakademie Rheinland-Pfalz hin. Gartenhütte oder Garage sind daher der falsche Platz zum Lagern.

Eine veränderte Struktur ist ein Hinweis darauf, dass die Mittel nicht mehr tauglich sind. Das gilt etwa, wenn sie dickflüssig statt dünnflüssig oder umgekehrt sind, flockig werden oder stark verklumpen sowie verkrusten.

Fehler 10: Gartenteich völlig zufrieren lassen

Der Gartenteich muss zumindest in Teilen frostfrei bleiben. Nur so können Faulgase entweichen. Diese entstehen am Grund des Teichs, wenn sich Pflanzenreste zersetzen. Da sich auch die Fische im Winter in den unteren Wasserzonen aufhalten, drohen diese sich zu vergiften. Deshalb sollte man auch schon im Herbst unbedingt abgestorbene Pflanzen und Laub aus dem Teich entfernen.

Um ein Loch frei zu halten, eignet sich eine Styroporplatte oder ein größeres Holzstück, die auf dem Wasser schwimmen.

Fehler 11: Wasserleitungen vergessen

Nicht nur Bäume, Blumen und Gehölze müssen vor Kälte geschützt werden. Mindestens ebenso wichtig ist es, sämtliche Wasserleitungen, die nach draußen führen, abzudrehen. Bei starkem Frost könnte sonst die Leitung platzen. Auch aus Regentonnen und gegebenenfalls Springbrunnen muss das Wasser abgelassen werden, um Frostschäden zu vermeiden

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