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EU-Kommission lässt Unkrautvernichter Glyphosat weiter zu

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Umstrittenes Glyphosat  

In Kalifornien krebserregend, in Europa erlaubt

27.06.2017, 12:42 Uhr | Friedrich Geiger, dpa, AP, t-online.de

EU-Kommission lässt Unkrautvernichter Glyphosat weiter zu. Ein Farmer sprüht Pflanzenschutzmittel. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/narongcp)

Wie gefährlich ist das Monsanto-Mittel Glyphosat? (Quelle: narongcp/Thinkstock by Getty-Images)

Einmal sprühen und schon ist das Unkraut weg. Häufig wird hierfür in der Landwirtschaft Glyphosat verwendet. Doch das Pestizid steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Eine kalifornische Behörde hat das umstrittene Pflanzengift jetzt als krebserregend eingestuft. Wie unbedenklich ist das Pflanzenschutzmittel?

Der Wirkstoff Glyphosat, der in vielen Unkrautvernichtern vorhanden ist, ist hoch umstritten. In Studien kommen Experten zu unterschiedlichen Ergebnissen: Mal zeigt sich eine krebserregende Wirkung, mal wird der Wirkstoff für unbedenklich eingestuft. Nach einer monatelangen Hängepartie hatte die EU-Kommission Ende Juni vergangenen Jahres die Zulassung für Glyphosat vorerst um anderthalb Jahre verlängert.

Zum Jahresende läuft die Übergangslösung aus. Indes soll der Stoff auf mögliche Gesundheitsauswirkungen untersucht werden. Momentan ist jedoch im Gespräch, den Einsatz des Wirkstoffs weitere zehn Jahre zu genehmigen.

Kalifornien stuft Glyphosat als krebserregend ein

Die kalifornische Behörde für Gesundheit und Umwelt hat Glyphosat gerade als krebserregenden Stoff deklariert. Kalifornien könnte damit der erste Staat in den USA werden, in dem das häufig verkaufte Unkrautvernichtungsmittel weiterhin verkauft wird, aber einen Warnhinweis zur krebserregenden Wirkung auf der Packung tragen muss.

Ein solcher Hinweis könne ein Jahr nach der Aufnahme auf die Liste kommen, sagte ein Behördenvertreter. Dies sei aber nicht sicher. Hersteller Monsanto hat einen Gerichtsprozess verloren, mit dem der Agrarchemiekonzern den Hinweis verhindern wollte, geht aber in Berufung. Monsantos Vizepräsident für globale Strategie, Scott Partridge, schrieb in einer Stellungnahme, Glyphosat verursache keinen Krebs.

Staaten konnten sich nicht einigen

Die Entscheidung der Kommission fällt in sprichwörtlich letzter Minute, da die aktuelle EU-Zulassung für die Substanz am 30. Juni ausgelaufen wäre. Die Behörde hatte eigentlich darauf gedrungen, dass die EU-Staaten über die weitere Zulassung des weit verbreiteten Unkrautvernichters entscheiden.

Noch sind sich die Wissenschaftler nicht einig, ob Glyphosat als krebserregend eingestuft werden soll oder nicht. Gutachten des Bundesinstituts für Risikobewertung und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sind der Ansicht, dass der Wirkstoff nicht krebserregend ist. 

Hingegen stuft die Internationale Behörde für Krebsforschung Glyphosat für "wahrscheinlich krebserregend" ein. Die Studien unterscheiden sich vor allem durch ihre Herangehensweise und kommen aus diesem Grund zu verschiedenen Ergebnissen.

Was bedeutet das für Hobbygärtner?

Glyphosat wird nicht nur in der Landwirtschaft eingesetzt. Auch Hobbygärtner greifen zu Unkrautvernichtern, die mit diesem Stoff versetzt sind. Besonders kritisch sei bei der Verwendung auch, dass die Chemikalie durch ihren Einsatz in die Kanalisation sowie ins Grundwasser und somit in den menschlichen Organismus gelangen, erklärt der Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Hobbygärtner und Landwirte sollten deshalb auf chemiefreie Alternativen setzen. Neben Hausmitteln gibt es auch elektronische oder technische Möglichkeiten, Unkraut dauerhaft zu entfernen. Häufig sind Unkrautvernichter sogar überflüssig. So unterdrückt beispielsweise Rindenmulch die Lichtkeimung. Dem Unkraut wird hierdurch das Licht entzogen, welches es zum Wachsen braucht.

Hobbygärtner sollten allerdings darauf achten, welchen Rindenmulch sie einsetzen, da bestimmte Sorten den gewünschten Nutz- und Beetpflanzen sogar schaden kann.

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